Presseecho
Nach ukrainischen Angaben wurde am Samstag unsere Partnerstadt Poltawa vom Schwarzen Meer aus mit Marschflugkörpern angegriffen. Putins Krieg bedroht damit direkt das Leben guter Freunde.
Die demokratischen Parteien in Leinfelden-Echterdingen - SPD, CDU, Grüne, FDP, Freie Wähler, LE Bürger, DiB - rufen am Montag alle Bürger:innen auf, in einer stillen Aktion Solidarität und Anteilnahme mit Poltawa und der gesamten Ukraine zu zeigen. Auch OB Roland Klenk wird dann anwesend sein.
Kommen Sie am Montag, 28. Februar, um 16 Uhr zu uns auf den Echterdinger Kirchplatz und setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Demokratie in Europa!
Es freut uns, dass die Gemeinde LE mit dem „Handlungsprogramm Wohnen“ zukünftig mehr Verantwortung für die kommunale Wohnungspolitik übernehmen will und die Bebauung der beiden Baugebiete Schelmenäcker und Goldäcker zukunftsweisend sein wird. Aber mit jedem Bauvorhaben auf bisher unbebautem Gebiet werden weitere Freiflächen versiegelt. Beim Gebiet Goldäcker sind das alleine ca. 1,5 Hektar. Daher halten wir Sozialdemokraten es für wichtig, weitere Vorhaben zu unterstützen und Ideen zu entwickeln, um auch vorhandenen Wohnraum sinnvoller zu nutzen.
Bereits vor vier Jahren hat die SPD-Fraktion den Vorschlag der Einrichtung einer Wohnungstauschbörse in den Gemeinderat eingebracht. Damals fand diese Initiative leider keine Mehrheit. Inzwischen hat auch eine andere Fraktion einen ähnlichen Antrag eingebracht, und das Vorhaben ist nun auf mehrheitliche Zustimmung gestoßen. Es geht darum, dass man für seine aktuelle Lebenssituation einen geeigneten Wohnraum findet. Wer z.B. früher mit seiner Familie eine große Wohnung oder ein ganzes Haus bewohnt hat, dem könnte im Alter der große Wohnraum zu arbeitsaufwändig werden. Vielleicht bevorzugt er/sie dann eine kleinere, seniorengerechtere Wohnung. Nun ist es möglich, online sein Angebot bzw. sein Gesuch in die Wohnungstauschbörse einzustellen.
Wer im Internet nachschaut, kann sich wundern, wie viele Wohnungen es in Leinfelden-Echterdingen zur Kurzzeitvermietung gibt. Z.B. über die Plattform Airbnb wird möblierter Wohnraum für Preise pro Nacht angeboten, die die üblichen Mieten deutlich übersteigen. Dies ist sicherlich für manchen Vermieter lukrativ, entzieht aber dem Wohnungsmarkt wertvolle Angebote. In einer Stadt, in der es genügend Hotels gibt, die derzeit auch unter Corona leiden, sollte der Wohnungsmangel nicht noch durch Airbnb u.ä. vergrößert werden!
Wir Sozialdemokraten halten es auch für denkbar, einen Anstoß zu geben, leerstehende Wohnungen und Häuser wieder zu vermieten. Im Jahr 2011 wurden in LE etwa 500 Leerstände gezählt (letzte offizielle Zahl). Das sind mehr Wohnungen, als in den beiden angesprochene Neubaugebieten geplant sind. Sicherlich gibt es bei einigen Wohnungen nachvollziehbare Gründe, warum sie derzeit leer stehen. Die SPD ist davon überzeugt, dass sich für eine ganze Reihe derzeit leerstehender Wohnräume dankbare Mieter finden würden. Bei unserer aktuellen Wohnungsnot würden wir gerne potentielle Vermieter motivieren, bald ihre leerstehenden Wohnungen zur Vermietung anzubieten.
Corona hat uns auch gezeigt, dass viele berufliche Tätigkeiten, v.a. Büroarbeit, online von zuhause aus erledigt werden können. Da stellt sich für etliche Unternehmen die Frage, wie viele Quadratmeter sie künftig noch benötigen. Könnte da nicht möglicherweise auch eine Umplanung von Büroflächen in Wohnungen angedacht werden? Wir würden uns über eine breite Diskussion zu diesen und weiteren Vorhaben und Ideen freuen, um den Wohnungsnotstand in unserer Stadt möglichst bald abzumildern!
Regina Gabriel, 2. Stellv. Vorsitzende SPD-Ortsverein LE
Ende Februar 2023 läuft die Genehmigung für die Goldcontainer auf dem Schulhof der Goldwiesenschule aus, in denen Schulkinder betreut werden. Die Container stehen dort seit 2011, sind nach Aussage des Hochbauamts in die Jahre gekommen und in einem sehr schlechten Zustand. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, genauer gesagt ein Jahr, um das neue Gebäude zu errichten. Die SPD-Fraktion hatte schon mehrfach auf den Handlungsbedarf hingewiesen.
In der letzten Sitzung hat der Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss (VKS) dem Projekt nun zugestimmt. Das ist gut so. Der Bau ist alternativlos und zwingend erforderlich für die Schulkindbetreuung. Angesichts weiterhin steigender Kinderzahlen, die zunächst die Kitas besuchen und dann in die Grundschule wechseln, ist der Bedarf für einen längeren Zeitraum bereits heute klar absehbar. Zudem steht der Rechtsanspruch auf die Ganztagsbetreuung in der Grundschule unmittelbar vor der Tür. Wenn wir die Fakten kennen, dann müssen wir handeln. Hinzu kommt noch, dass wir in Echterdingen in den nächsten Jahren auch mit den geplanten Einrichtungen viel zu wenig Plätze in den Kitas haben werden. In dem neuen Gebäude können auch Schulkindgruppen aus dem Goldwiesen-Kinderhaus untergebracht werden, so dass dann dort Platz für neue Kita-Gruppen ist. Auch die Überlegungen über die Zukunft der Goldwiesenschule und der Sanierungsbedarf an anderen Schulen der Stadt, die wahrscheinlich Ausweichunterbringungen erfordern, unterstreichen eindrucksvoll die Notwendigkeit für diese Entscheidung.
Wir haben deshalb intensiv für den Neubau geworben. Wichtig war uns in der Diskussion aber auch, dass der für den Neubau vorgesehene Bolzplatz nicht in der Versenkung verschwindet. Wir brauchen Angebote, damit sich die Schülerinnen und Schüler in den Pausen bewegen können. Vielleicht eignet sich dazu der freiwerdende Standort auf dem bisher die Container standen, vielleicht findet sich auch ein anderer Standort in der näheren Umgebung. Wir haben deshalb die Verwaltung gebeten, dies zu prüfen. Herr Dr. Kalbfell hat diese Idee aufgegriffen und der VKS hat zugestimmt. Von großer Bedeutung ist für uns auch, dass nicht nur die Schule, sondern auch die Eltern in das weitere Verfahren eingebunden werden. Unsere Frage, ob die Einrichtung ausreichend groß für die anstehenden Bedarfe ausgelegt sei, wurde von der Verwaltung bejaht. Wir hoffen sehr, dass auch der Technische Ausschuss und der Gemeinderat zustimmen und der Bau dieses Gebäudes in dem sehr knappen Zeitfenster gelingt. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Musik gehört für jeden von uns zum Alltag, sei es als Zuhörer zu Hause, in einem Einkaufszentrum oder bei einem Auftritt von Musikerinnen und Musikern auf einer Bühne, in der Oper oder im Konzertsaal, oder aber indem man aktiv Musik in einem Orchester, einer Band oder einer anderen Gruppierung bzw. allein zu Gehör bringen möchte. Musik ist eine universelle Sprache, die uns Menschen miteinander verbindet. Und gerade Leinfelden-Echterdingen ist eine ausgesprochen musikalische Stadt und Heimat vieler professioneller Musikerinnen und Musiker.
Diesen fehlen seit nunmehr zwei Jahren die Live-Auftritte, die ihnen sowohl zur Existenzsicherung dienen als auch zum Austausch von Menschen untereinander wichtig sind. Wenn überhaupt, konnten diese Auftritte nur mit Beschränkungen wie Masken, maximaler Besucheranzahl, als Onlineveranstaltung und/oder mit Impfnachweis stattfinden. Einige Künstler konnten in der vergangenen Zeit mit Lehrtätigkeiten für ihr Einkommen sorgen, einige erarbeiteten und veröffentlichten neue Studioaufnahmen. Viele, die diese Möglichkeiten nicht oder nicht im ausreichenden Maße hatten, sind jedoch in existenzielle Bedrängnis gekommen und suchten sich nicht selten fachfremden Broterwerb. Im letzten Jahr gab es zwar während der Entspannungsphase im Sommer einige Auftritte hiesiger Musikgruppen im Freien, jedoch wollte oft auf Grund der pandemiebedingten Einschränkungen nicht die Stimmung aufkommen wie sonst. Zudem waren Proben in Gruppen sehr schwierig oder sogar ganz ausgeschlossen.
Um die Musikszene in Leinfelden-Echterdingen wieder zu beleben, sind Veranstaltungen mit Publikum eine ganz wesentliche Voraussetzung. Damit dies wieder möglich wird, sollten, wie z.B. in Dänemark, einfach mehr Menschen vom Impfangebot gegen Corona Gebrauch machen. Ein Musiker fasste es so zusammen: Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, wollen offensichtlich, dass es in nächster Zukunft bzw. im nächsten Sommer keine öffentlichen Auftritte der Bands aus Leinfelden-Echterdingen gibt? Damit wir in Leinfelden-Echterdingen auch weiterhin ein gutes Angebot an Bands und weiteren musikalischen Gruppierungen unterschiedlicher Stilrichtungen und Größen erleben können, sollten wir alle in Solidarität mit den Musikerinnen und Musikern die angebotenen Impfmöglichkeiten wahrnehmen. Unterstützen wir also die Möglichkeit, den Zauber der verbindenden Wirkung von Musik auch wieder untereinander und miteinander zu erleben!
Jens Rudat, Stv. Ortsvereinsvorsitzender SPD Leinfelden-Echterdingen
Aktiver engagierter Amateurmusiker
Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist LE noch zu langsam. Sollten wir den Worst Case vermeiden wollen, gilt es also neu zu denken und den Wandel positiv zu gestalten!
Für die Energieversorgung in LE bedeutet das, dass wir die Umstellung auf eine nachhaltige Strom-, Wärme- und Warmwasserversorgung rascher anpacken müssen als dies bislang in den Plänen vorgesehen ist. Die Technologien sind da. Es ist nur eine Frage des Willens und der Finanzierung. Durch Sanierungen den Energieverbrauch zu senken hilft. Hier geht man jedoch davon aus, dass maximal ein Drittel des Bedarfs bis 2040 reduziert werden kann. Viele Altbauten sind nur schwer zu sanieren. Vor allem in Eigentümergemeinschaften ist es oft schwer die gemeinsame Anstrengung einer Energiesanierung auf den Weg zu bringen. Energiesparen wird daher nicht reichen. Was kann darüber hinaus getan werden? Konkret geht es um die „Dekarbonarisierung der Energie“. Also um die Frage, wie die benötigte Energie CO2 neutral bereitgestellt werden kann. Öl und Gas werden spätestens ab 2040 keine Rolle mehr spielen können. Wer seine alte Ölheizung ersetzen muss steht vor der Herausforderung, eine nachhaltige Energieform zu wählen. Das könnte über einen individuellen Mix von Solar-, Geothermie, Wärmetauscher und Photovoltaik erfolgen. Ein anderer Weg wäre Fernwärme, wie sie bereits heute gekoppelt mit der Biogasanlage in den Gärtlesäckern oder der Gartenstadt im Einsatz ist. Die Idee: z.B. Geothermie, Photovoltaik, Abwärme und Langzeitspeicher zentral zu koppeln und dezentral die Wärme an die Häuser liefern. Eine entscheidende Rolle müssen hier die Stadtwerke spielen, um die Wärmenetze aufzubauen. Konkret wird derzeit in einigen Neubau- oder Sanierungsgebieten die Möglichkeit eines solchen Wärmenetzes geprüft. Die Sanierung des Schulcampus PMHG/Goldäcker könnte gemeinsam mit dem Neubaugebiet Goldäcker eine ideale Basis bieten, um auch ein Angebot an die bestehenden Wohngebäude in den Goldäckern zu schaffen, die derzeit meist mit Öl heizen. Ähnliches bietet sich rund um das Hallenbad/IKG oder auch in der historischen Mitte in Echterdingen an.
Unsere Atemluft, unsere geopolitische Unabhängigkeit, unser Geldbeutel und das Klima werden es uns danken, wenn wir als Gesellschaft die Dekarbonisierung der Energie vorantreiben. Die SPD-Fraktion begrüßt es sehr, dass sich die Stadtwerke auf den Weg machen, hier mehr Verantwortung zu übernehmen!
Jens Zellmer für die SPD-Fraktion