Presseecho
Es ist Krieg in Europa, nicht weit von uns entfernt. Die entsetzlichen Bilder von Putins Krieg gegen die Ukraine prägen und gehen nicht mehr aus dem Kopf. Bilder von zerstörten Straßen und Brücken, vor allem aber von zerstörten Kindergärten, Schulen und Wohnhäusern. Bilder von Angriffen auf die Zivilbevölkerung, Bilder von leidenden Menschen, von Kindern, Frauen und Männern und alten Menschen, die gezwungen sind, um ihr Leben zu retten, ihre Heimat zu verlassen und zu flüchten. Dieser Krieg markiert eine Zeitenwende. Wir müssen für Frieden, Freiheit und Demokratie engagiert eintreten auf allen Ebenen. Die Ukraine braucht unsere tatkräftige Hilfe und vielfältige Unterstützung, die Menschen brauchen unsere tief empfundene Solidarität. Es ist für uns sehr ermutigend, wie groß die Hilfsbereitschaft bei uns ist.
Für den Fall, dass auch Sie spenden wollen, möchten wir Ihnen neben dem für diesen Zweck eingerichteten Spendenkonto der drei Filderstädte vor allem das Kinderhilfsprojekt LEPO (Leinfelden-Echterdingen-Poltawa) ans Herz legen. Nach einer Bürgerreise von den Fildern nach Poltawa im Jahr 1997 wurde das Projekt zur psychologischen Betreuung von kranken Kindern in der Kinderklinik Poltawa von Julia Oelgemöller und Alena Trenina ins Leben gerufen. Ausschließlich mit Spenden finanziert werden die Gehälter von fünf Angestellten, die den schwer erkrankten Kindern helfen mit Spielen, Basteln, Singen, Vorlesen und Zuhören ihren Klinikaufenthalt zu erleichtern. Solche Hilfe ist heute notwendiger denn je. Jeder gespendete Euro kommt an (Kontodaten: Zahlungsempfänger: Stadt Leinfelden-Echterdingen, IBAN DE37 6115 0020 0010 7717 07, BIC ESSLDE66XXX, Verwendungszweck : Spende LEPO, bitte Name und Adresse angeben wegen der Spendenbescheinigung).
Geflüchtete Menschen aus der Ukraine brauchen Wohnraum. Wohnraum ist knapp auf den Fildern, das wissen wir alle. Andererseits stehen viele Wohnungen und Häuser aus den verschiedensten Gründen leer. Deshalb bitten wir Sie eindringlich darum zu prüfen, ob Sie nicht ein Zimmer, eine Einliegerwohnung oder sonst eine Unterkunft für diese Menschen in höchster Not für einen begrenzten Zeitraum anbieten können. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an die „Koordinierungsstelle Ukraine“ der Stadtverwaltung LE unter Telefon 0711/1600-950 (während der Rathaus-Öffnungszeiten) bzw. unter ukraine-hilfe@le-mail.de.
Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Der russische Präsident Putin hat mit seinem Überfall der Ukraine das Völkerrecht in bisher unvorstellbarer Weise gebrochen. Das ist ein Angriff nicht nur auf die Menschen in der Ukraine, sondern auf Demokratie und Freiheit in ganz Europa. Das ist Putins Krieg. Für diese militärische Eskalation und die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine gibt es keine Rechtfertigung und schon gar keine Begründung. Unsere Solidarität und Anteilnahme gelten deshalb den Menschen in der Ukraine und vor allem in Poltawa. Wir stehen an ihrer Seite. Es ist gut, dass in dieser schwierigen Situation parteienübergreifend deutlich gemacht wird, dass der militärische Angriff sofort zu stoppen ist und die russischen Truppen vollständig vom Territorium der Ukraine abgezogen werden müssen.
Seit 1988 hat Leinfelden-Echterdingen, gemeinsam mit Filderstadt und Ostfildern, eine Partnerstadt in der Ukraine: die rund 300.000 Einwohner zählende Stadt Poltawa, die zwischen Kiew und der russischen Grenze liegt, rund 400 Kilometer entfernt von der Region Luhansk, die von Putin als eigenständig anerkannt wurde, und knapp 300 Kilometer östlich von Kiew. Viele Menschen in unserer Stadt sind in großer Sorge, wie es ihren Familien, Freunden und Bekannten in Poltawa geht. Das stille Gedenken an die Menschen dort, zu dem ein parteienübergreifendes Bündnis kurzfristig für Montag, 28. Februar 2022, 16 Uhr aufgerufen hatte, war ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität. Wir möchten uns herzlich bedanken bei den mehr als 200 Menschen, die ihre Solidarität bekundet und gemeinsam für Frieden und Demokratie eingetreten sind. Weitere Aktionen müssen folgen. Wir informieren Sie schnellstmöglich im Amtsblatt und auf dieser Homepage. Barbara Sinner-Bartels
Kürzlich gab es auf Einladung der Stadtverwaltung einen Meinungsaustausch der Fraktionen mit dem Stadtseniorenrat. Wir waren sehr froh, dass es wieder einmal die Gelegenheit zu einem face-to-face-Gespräch gab und haben haben uns zunächst bei der Sprecherin des Stadtseniorenrats Frau Tilke sowie den Herren Ebinger und Volks aus dem Vorstand des Stadtseniorenrats ganz herzlich für die überaus wertvolle und sehr kompetente Arbeit bedankt. Rund 250 Ehrenamtliche engagieren sich in unserer Stadt in über 50 Freizeit- und Servicegruppen für ihre Mitmenschen. Das ist wirklich beispielgebend und verdient unsere hohe Anerkennung.
Zunächst stand bei dem Gespräch die im letzten Jahr vom Stadtseniorenrat und dem Team Senioren der Stadtverwaltung erarbeitete „Handlungsempfehlung Wohnen“ im Mittelpunkt, die in vielfacher Art und Weise bereits von der SPD-Fraktion aufgegriffen und in konkrete Anträge umgesetzt wurde. Wussten Sie, dass im Jahr 2035 fast 20 % mehr 65- bis unter 85-Jährige in LE leben werden? Es ist Zeit zum entschlossenen Handeln! Für uns kommt es jetzt darauf an, zügig konkrete Projekte umzusetzen und die Handlungsempfehlung bei allen laufenden Planungen immer mitzudenken. Wir haben uns vorgenommen, zweimal im Jahr den Umsetzungsstand der Projekte bei der Verwaltung abzufragen. Wir können uns ein Mehrgenerationenhaus gut im neuen Wohngebiet Goldäcker in Echterdingen, aber natürlich auch an anderen Standorten vorstellen. Auch Projekte des gemeinsamen Wohnens von Senioren hatten wir schon im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2022 angeregt.
Einen weiteren Schwerpunkt des Gesprächs bildeten dann die Handlungsfelder, die sich in der Nach-Corona-Zeit ergeben. Der Stadtseniorenrat berichtete, dass viele Menschen einsamer geworden sind. Zu diesem Thema wird es deshalb im Jahr 2022 verschiedene Veranstaltungsangebote geben, auf die wir sehr gespannt sind. Wichtig erscheint uns die Schaffung von Möglichkeiten, wo sich Menschen ganz unkompliziert treffen können. Schließlich ging es auch um das Thema Armut im Alter, die oft auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Angesichts hoher Mieten in LE, steigender Lebenshaltungs- und Energiekosten sind Frauen, die häufig über keine eigenständige Versorgung verfügen, besonders betroffen. Die Corona-Pandemie hat dies noch verschärft, da viele 450-Euro-Jobs, mit denen die Rente aufgebessert wurde, leider entfallen sind. Wir werden überlegen, was auf kommunaler Ebene in Ergänzung zu anderen Maßnahmen von Bund und Land möglich sein kann. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Nach ukrainischen Angaben wurde am Samstag unsere Partnerstadt Poltawa vom Schwarzen Meer aus mit Marschflugkörpern angegriffen. Putins Krieg bedroht damit direkt das Leben guter Freunde.
Die demokratischen Parteien in Leinfelden-Echterdingen - SPD, CDU, Grüne, FDP, Freie Wähler, LE Bürger, DiB - rufen am Montag alle Bürger:innen auf, in einer stillen Aktion Solidarität und Anteilnahme mit Poltawa und der gesamten Ukraine zu zeigen. Auch OB Roland Klenk wird dann anwesend sein.
Kommen Sie am Montag, 28. Februar, um 16 Uhr zu uns auf den Echterdinger Kirchplatz und setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Demokratie in Europa!
Es freut uns, dass die Gemeinde LE mit dem „Handlungsprogramm Wohnen“ zukünftig mehr Verantwortung für die kommunale Wohnungspolitik übernehmen will und die Bebauung der beiden Baugebiete Schelmenäcker und Goldäcker zukunftsweisend sein wird. Aber mit jedem Bauvorhaben auf bisher unbebautem Gebiet werden weitere Freiflächen versiegelt. Beim Gebiet Goldäcker sind das alleine ca. 1,5 Hektar. Daher halten wir Sozialdemokraten es für wichtig, weitere Vorhaben zu unterstützen und Ideen zu entwickeln, um auch vorhandenen Wohnraum sinnvoller zu nutzen.
Bereits vor vier Jahren hat die SPD-Fraktion den Vorschlag der Einrichtung einer Wohnungstauschbörse in den Gemeinderat eingebracht. Damals fand diese Initiative leider keine Mehrheit. Inzwischen hat auch eine andere Fraktion einen ähnlichen Antrag eingebracht, und das Vorhaben ist nun auf mehrheitliche Zustimmung gestoßen. Es geht darum, dass man für seine aktuelle Lebenssituation einen geeigneten Wohnraum findet. Wer z.B. früher mit seiner Familie eine große Wohnung oder ein ganzes Haus bewohnt hat, dem könnte im Alter der große Wohnraum zu arbeitsaufwändig werden. Vielleicht bevorzugt er/sie dann eine kleinere, seniorengerechtere Wohnung. Nun ist es möglich, online sein Angebot bzw. sein Gesuch in die Wohnungstauschbörse einzustellen.
Wer im Internet nachschaut, kann sich wundern, wie viele Wohnungen es in Leinfelden-Echterdingen zur Kurzzeitvermietung gibt. Z.B. über die Plattform Airbnb wird möblierter Wohnraum für Preise pro Nacht angeboten, die die üblichen Mieten deutlich übersteigen. Dies ist sicherlich für manchen Vermieter lukrativ, entzieht aber dem Wohnungsmarkt wertvolle Angebote. In einer Stadt, in der es genügend Hotels gibt, die derzeit auch unter Corona leiden, sollte der Wohnungsmangel nicht noch durch Airbnb u.ä. vergrößert werden!
Wir Sozialdemokraten halten es auch für denkbar, einen Anstoß zu geben, leerstehende Wohnungen und Häuser wieder zu vermieten. Im Jahr 2011 wurden in LE etwa 500 Leerstände gezählt (letzte offizielle Zahl). Das sind mehr Wohnungen, als in den beiden angesprochene Neubaugebieten geplant sind. Sicherlich gibt es bei einigen Wohnungen nachvollziehbare Gründe, warum sie derzeit leer stehen. Die SPD ist davon überzeugt, dass sich für eine ganze Reihe derzeit leerstehender Wohnräume dankbare Mieter finden würden. Bei unserer aktuellen Wohnungsnot würden wir gerne potentielle Vermieter motivieren, bald ihre leerstehenden Wohnungen zur Vermietung anzubieten.
Corona hat uns auch gezeigt, dass viele berufliche Tätigkeiten, v.a. Büroarbeit, online von zuhause aus erledigt werden können. Da stellt sich für etliche Unternehmen die Frage, wie viele Quadratmeter sie künftig noch benötigen. Könnte da nicht möglicherweise auch eine Umplanung von Büroflächen in Wohnungen angedacht werden? Wir würden uns über eine breite Diskussion zu diesen und weiteren Vorhaben und Ideen freuen, um den Wohnungsnotstand in unserer Stadt möglichst bald abzumildern!
Regina Gabriel, 2. Stellv. Vorsitzende SPD-Ortsverein LE