Presseecho
Ein fataler Einschnitt für den öffentlichen Raum von Kindern und Jugendlichen wurde verhindert: Kinder und Jugendliche in Leinfelden-Echterdingen sehen sich immer wieder mit einer Frage konfrontiert: Wo darf ich in meiner Stadt überhaupt sein?
Völlig egal, ob es um Orte zum Spielen oder einfach einen Treffpunkt, um sich mal wieder zu sehen geht, der öffentliche Raum unserer Stadt hält kaum Plätze bereit, die diese Bedürfnisse junger Menschen erfüllen. Gerade deshalb suchen sich vor allem Jugendliche ihre Plätze meistens selbst und erzeugen dabei Konflikte, weil sie dort eigentlich unerwünscht sind.
Am Bolzplatz vor der Goldwiesenschule in Echterdingen war das anders. Hier stellte die Stadt einen Ort zur Verfügung, an dem Kinder und Jugendliche explizit sein dürfen. Eben um genau solche Konflikte an anderen Orten zu verhindern.
Nun wird der Platz genutzt und es entstehen neue Konflikte, vor allem durch Lärm der Nutzenden ausgelöst. Nach Beschwerden von Anwohnenden kam die Stadtverwaltung am 22.09. mit einer Vorlage auf den Technischen Ausschuss zu, die die Anbringung eines verschließbaren Tores vor jenem Bolzplatz vorsah; er wäre damit sonntags komplett verschlossen gewesen.
Zusammen mit anderen Fraktionen setzte sich auch die SPD-Fraktion gegen das Tor ein
Unsere Position war von Anfang an: Gegen Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum helfen – gerade bei Kindern und Jugendlichen – keine Schlösser, Pforten oder Tore weiter. Vielmehr würde eher eine Verlagerung stattfinden. Und zwar an Orte, an denen Kinder und Jugendliche wirklich unerwünscht sind und neue Nutzungskonflikte erzeugen. Und außerdem: Was für ein Vertrauensverlust wäre es bitte, jungen Menschen den extra für sie zur Verfügung gestellten Platz wieder wegzunehmen? Das kann sich unsere Stadt nicht leisten.
Klar ist: Regeln und Öffnungszeiten müssen eingehalten werden – Verbote sind dennoch der falsche Weg
Diese von uns eingenommene Position teilten im Übrigen auch viele Bürgerinnen und Bürger, wie zahlreiche Zuschriften an unsere Fraktion zeigten.
Trotzdem existieren die Bedürfnisse der Anwohnenden natürlich weiter. Uns war daher auch bewusst, dass Lösungen für das vorliegende Problem erarbeitet werden müssen. Im Ausschuss haben wir als Fraktion uns daher für den Einsatz der frisch von der Stadt geförderten Mobilen Jugendarbeit eingesetzt, die das Thema bereits auf der Agenda hat. Darüber hinaus beschlossen wir in Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen eine Erweiterung der Öffnungszeiten, um vor allem Kindern entgegenzukommen, und die Einrichtung eines erweiterten Austauschs mit allen beteiligten Akteuren.
Besonderen Dank an Jugendgemeinderat
Ganz ausdrücklich möchten wir dabei ein großes Dankeschön an den Jugendgemeinderat ausrichten: Nicht nur sucht dieser weiterhin den Austausch mit den Kindern und Jugendlichen sowie den Anwohnenden, sondern brachte auch den finalen Beschluss in dieser Form ein. Für diese offene und engagierte Kommunikation wird von unserer Fraktion ein großes Lob ausgesprochen!
Der aktuelle Beschluss ist nun für ein Jahr in einer Pilotphase gültig und wird dann evaluiert. Wir bleiben gespannt, wie sich die Nutzung nun entwickelt und sind sehr froh, dass ein dermaßen überzogenes Verbot verhindert werden konnte. Joel Jetter für die SPD-Fraktion
In der letzten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses (VKS) wurde seitens der Verwaltung der ressourcenorientierte Sportentwicklungsbericht vorgestellt. Im Vorfeld hatte es angesichts der Vorlage der Verwaltung beträchtliche Unruhe bei den Sportvereinen gegeben. Wir sind froh, dass etliche Dinge nun in öffentlicher Sitzung durch die Verwaltung klargestellt wurden. Im Beschluss heißt es, dass für die kommenden Jahre der Erhalt und die bestmögliche Nutzung der bestehenden Sportinfrastruktur gegenüber kapazitätserweiternden Neubauten vorrangig verfolgt wird. Die Vorlage stellt aber auch detailliert die Handlungsbedarfe dar, die umzusetzen wären, wenn die Stadt die erforderlichen Haushaltsmittel hätte.
Wir haben diese Mittel leider nicht und daran wird sich so schnell nichts ändern. Deshalb müssen wir der Realität ins Auge sehen. Ja, es gibt viele Bedarfe an Hallenkapazität und Sanierung, die in nächster Zeit nicht umsetzbar sind. Priorisierungen werden erfolgen müssen. Allerdings ist es für uns sehr wichtig zu betonen, dass die Sportvereine unsere Stadtgesellschaft entscheidend prägen und vieles für den Zusammenhalt und das Miteinander in der Stadt tun. Dafür sind wir den vielen engagierten Ehrenamtlichen außerordentlich dankbar. Sie ermöglichen es, dass vor allem Kinder und Jugendliche Sport machen können und sie leisten wertvolle Beiträge zur Gesundheitsvorsorge. Ohne die Sportvereine sähe auch das Krautfest ganz anders aus, auch die Schulkindbetreuung wäre in hohem Maße gefährdet. Die Sportvereine brauchen deshalb nicht nur warme Worte an den Sonntagen, sie brauchen vor allem konkrete Hilfen und Unterstützung im Alltag und sie brauchen Planungssicherheit, insbesondere für die nächsten beiden Jahre, damit sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Uns ist wichtig, und das haben wir auch in der Sitzung des VKS ausdrücklich betont, dass in diesem Zeitraum insbesondere die Zuschüsse zu den Personalkosten, die Förderung der Jugendarbeit und die Hallenmieten nicht angetastet werden. Dafür werden wir uns einsetzen.
Streichen und kürzen würde schnell gehen, aber die Gefahr bestünde, dass Strukturen zerstört werden würden, die dann verloren sind und kaum mehr neu aufgebaut werden können. Das wollen wir nicht. Wir sind deshalb froh, dass es jetzt einen Arbeitskreis geben wird, in dem Verwaltung, Sportvereine und Vertreter der Fraktionen an einem Tisch sitzen und gemeinsam nach Lösungen suchen werden. Hierbei wird es darum gehen, wie die Hallen- und Flächennutzung weiter optimiert werden kann, wie die kommunale Sportförderung weiterentwickelt werden kann oder die Nutzerbeteiligung zu entwickeln ist. Aber wie bereits eingangs erwähnt, geht es uns vor allem darum, in nächster Zeit den Sportvereinen die benötigte Planungssicherheit zu gewährleisten, damit die so wertvolle Arbeit weiterhin geleistet und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt davon profitieren können. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Am 1. September 2026 hatten die SPD-Ortsvereine Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, wie in den Jahren zuvor, zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Antikriegstages am KZ-Mahnmal „Wege der Erinnerung“ am Flughafen Stuttgart eingeladen. In Anwesenheit von Bürgerinnen und Bürgern aus beiden Städten wurde am Jahrestag des Beginns des 2. Weltkrieges den Opfern der Nazidiktatur gedacht.
Gerade die aktuelle politische Lage zeigt, dass an solche geschichtlichen Entwicklungen erinnert werden muss und solche Gedenkveranstaltung nach wie vor ihre Berechtigung haben. Der Filderstädter stv. SPD-Ortsvereinsvorsitzende Adrian Heinl hielt die Gedenkrede und Jens Rudat sorgte für die musikalische Umrahmung. Zudem nahmen zahlreiche Mitglieder vom SPD-Ortsverein Leinfelden-Echterdingen an der Gedenkveranstaltung teil. Jens Rudat, Vorstandsmitglied der SPD LE
Foto (v.l.): SPD-Stadträtin Barbara Sinner-Bartels, SPD-Fraktionsvorsitzender Erich Klauser, SPD-Vostand Jens Rudat.
An diesem Sonntag, 13. September wird die SPD Leinfelden-Echterdingen wieder ihr jährliches Sommerfest in der Mäulesmühle im Siebenmühlental veranstalten. Von 11 Uhr bis 17 Uhr ist mit Speisen und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt, auch vegetarische Speisen und Kaffee und Kuchen gehören dazu. Bei einer Tombola gibt es attraktive Preise zu gewinnen, etwa als Hauptpreis eine Berlin-Reise.
Es kommen auch mehrere politische Gäste: Besonders freuen wir uns, dass unser per Mitgliederbefragung frisch gewählter neuer Co-Landesvorsitzender Robin Mesarosch gegen ca. 13 Uhr auf dem Fest sein und einige Worte zum Neustart der SPD in Baden-Württemberg sagen wird. Weitere politische Gäste, auf die wir uns freuen, sind MdB Nils Schmid und der ehem. Landtagskandidat Tim Reeth. Für musikalische Unterhaltung sorgt erneut die Live-Band acoustic Tree um Rainer Arnold.
Der SPD-Ortsverein L.-E. freut sich auf einen interessanten und geselligen Sonntag - alle, die wollen sind herzlich dazu eingeladen, mit uns zu feiern!
Mit Mehrheit hat der Gemeinderat wieder einmal spürbaren Entgelterhöhungen bei der Kinderbetreuung zugestimmt. Wir bedauern zunächst ausdrücklich, dass es keine öffentliche Vorberatung im zuständigen Ausschuss gab und damit eine öffentliche Diskussion erst am Tag der Entscheidung im Gemeinderat möglich war. Die SPD-Fraktion hat diese Erhöhung nicht mitgetragen und dagegen gestimmt. Es handelt sich hier um eine politische Entscheidung, die rund 2.630 Kinder in LE und deren Eltern betrifft. Die Eltern werden es ab September 2026 unmittelbar in ihrem Geldbeutel spüren, was es heißt, wenn die Entgelte um 4,5 % bei den über-3-Jährigen und sogar um 12,9 % bei den unter-3-Jährigen steigen.
Das Leben wird immer teurer, Mieten und Nahrungsmittel legen zu, Benzin oder Nutzung des ÖPNV auch. Die letzte deutliche Erhöhung der Kitaentgelte fand erst im September 2025 statt. Das ist noch nicht lange her! Eltern mit 1 Kind zahlen nach den Sommerferien für über 3-Jährige bei einer Betreuung von 30 Stunden in der Woche bis 14 Uhr künftig 194,40 € statt 186 €. Das sind 8,40 € mehr im Monat oder 92,40 € im Jahr bei 11 Monaten für die Entgelte zu zahlen sind. Ein Platz kostet dann immerhin 2.138 € im Jahr. Noch gravierender sieht das für die unter 3-Jährigen aus. Für den gleichen Betreuungsumfang steigt das Entgelt von 390 € auf 440,40 €, ein enormes Plus von 50,40 € im Monat bzw. 554,40 € im Jahr. Ein Platz kostet dann im Jahr stolze 4.844.40 €. Die SPD-Fraktion weiß um die Schwierigkeiten von Eltern, Familie und Beruf zu vereinbaren und wir kennen die Not von Betrieben ihre dringend benötigten Fachkräfte zu halten bzw. zu gewinnen. Und nicht zu vergessen: Kinderbetreuung ist eine Bildungsaufgabe. Versäumnisse bei der Kinderbetreuung gefährden die Chancengleichheit massiv und sind später teuer zu bezahlen.
Die Entgelterhöhungen bringen Mehreinnahmen von 110.000 €. Ein überaus überschaubarer Beitrag für den städtischen Haushalt, aber für viele Familien eine enorme Herausforderung. Uns ist natürlich klar, dass sehr viel in der Kinderbetreuung in den letzten Jahren getan wurde. Allerdings wird es nach einer Entscheidung des Gemeinderats, die wir ebenfalls nicht mitgetragen haben, einen Abbau der Assistenzkräfte in den Kitas geben. Auch das ist nicht das richtige Signal. Es bleibt zudem noch viel zu tun, um die Öffnungszeiten zu stabilisieren, die nicht besetzten Stellen zu besetzen und weitere Plätze bereit zu stellen.
Zum Schluss möchten wir darauf hinweisen, dass wir dem Vorschlag der Verwaltung nicht zugestimmt haben, künftige Entgelterhöhungen, wie sie von den Kommunalen Landesverbänden vorgeschlagen werden, automatisch d.h. ohne einen Beschluss des Gemeinderats, zu übernehmen. Der Gemeinderat ist das Hauptorgan der Stadt und er kann sich der öffentlichen Diskussion über dieses wichtige Thema nicht entziehen. Das sind wir unseren Wählerinnen und Wählern schuldig. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion