SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Weiter so?

Einen großen Rucksack voller Bauvorhaben wie etwa Kita- und Schulbau, Sanierungen von Gebäuden, Instandsetzung von Straßen, Rad- und Fußwegen, Ausbau der notwendigen Infrastruktur wie z.B. Digitalisierung und viele Dinge, die notwendig sind, haben der Gemeinderat und die Verwaltung am letzten Wochenende bei ihrer Klausurtagung mitgeschleppt.

Über all dem schwebt die große Unsicherheit, wie diese Aufgabenfülle in Zukunft finanziert werden kann. Die laufenden Ausgabenposten steigen, und für Investitionen bleibt immer weniger zur Verfügung. Die Stadt Leinfelden-Echterdingen ist damit nicht alleine: Gemeinden, Städte, Bundesländer und auch der Bund haben die gleichen Probleme. Deshalb war es dringend geboten, endlich in einem Gesamtpaket darüber zu reden und Prioritäten zu setzen.

Ganz klar ist dabei, dass die Pflichtaufgaben Vorrang haben. Das sind unsere Schulen und die Kinderbetreuungseinrichtungen. Ganz klar für alle ist auch der Neubau des Hallenbades, um den Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche wieder ausreichend und dauerhaft zu gewährleisten.

Auch die Substanzerhaltung der öffentlichen Gebäude unserer Stadt, wie Turn-und Festhallen, Sportanlagen usw. kostet viel Geld. Die Infrastruktur der Gas-, Wasser- und Stromleitungen, Ausbau des Glasfasernetzes, sowie des gesamten Straßennetzes ist ein weiteres großes Aufgabenfeld. Ungeklärt sind noch die beiden großen Brocken Rathausneubau und der Bau der Nord-Süd-Straße. Beim Südabschnitt durch die freie Landschaft gibt es noch viel Klärungsbedarf wie Umweltbelastung, erhoffte Entlastung und Finanzierung zu Lasten von was?

Der größte Flaschenhals ist bei all diesen öffentlichen Aufgaben der Mangel an Personal. Der Markt in sehr vielen Sach-und Fachbereichen ist leergefegt. Besserung der Personalsituation ist nicht in Sicht, für viele Familien am spürbarsten bei der Kinderbetreuung, für die Aufgaben der Stadt in fast allen Bereichen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Amtsleiter*Innen und allen weiteren Mitarbeitenden ganz ausdrücklich. Ohne Ihren tollen Einsatz kämen wir kaum weiter.

Es gilt jetzt, unter den gegebenen Bedingungen das Wichtigste abzuarbeiten, Ressourcen effektiv einzusetzen und im Hinblick der vielen aufzuschiebenden Aufgaben die Bevölkerung umfassend zu informieren und keine unhaltbaren Dinge mehr zu versprechen. Eines aber darf nicht zu kurz kommen: Das Thema Klimaschutz hat leider bei den Gesprächen keine große Rolle gespielt.

Wir werden an der Lösung der aufgeschobenen Aufgaben selbstverständlich dran bleiben und sicherlich noch öfter hier berichten.

Erich Klauser für die SPD-Fraktion

 

 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Schmid war zu Besuch in Leinfelden-Echterdingen

Am Samstag, den 25. Juni 2022 durfte der SPD-Ortsverein Leinfelden-Echterdingen den SPD-Bundestagsabgeordneten und früheren Wirtschafts- und Finanzminister von Baden-Württemberg Nils Schmid in Leinfelden-Echterdingen begrüßen. Hinter seiner Aktion „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ steht die Absicht, Themen von Bürgerinnen und Bürgern aus seinem Wahlkreis aufzunehmen, um diese dann in seiner parlamentarischen Arbeit entsprechend umzusetzen. Die Aktion war ursprünglich bereits im November letzten Jahres geplant, musste aber auf Grund einer sehr angespannten Situation durch die Coranapandemie abgesagt werden, da damals der Schutz der Bevölkerung als vorrangig angesehen wurde.

Nils Schmid (Foto mitte) hielt sich am 25. Juni jeweils eine Stunde auf den Marktplätzen in Echterdingen und in Leinfelden auf. Selbstverständlich dominierte das Thema des Krieges in der Ukraine die Gespräche. Es gab sehr viel Zuspruch zu der besonnenen Art, mit der unser Bundeskanzler Olaf Scholz in dieser Krisensituation agiert. Auch Themen wie die Pflege oder der Ausbau von Ladesäulen zum beschleunigten Ausbau der Elektromobilität wurden angesprochen. Nils Schmid erklärte sich bereit im Herbst wieder bei uns vorbeizuschauen, um einerseits Antworten zu den gestellten Anfragen zu geben und andererseits neue Themen mitzunehmen. Kommunal- und landespolitische Themen wurden von den SPD-Vorstandsmitgliedern Hans-Ulrich Kramer, Joachim Zietlow (Foto links) und Jens Rudat (Foto rechts) sowie von SPD-Kreisrat Ulrich Bartels angenommen und werden entsprechend weitergeleitet. Wir bedanken uns bei Nils Schmid für den Besuch und die Zeit, die er sich in den angespannten Zeiten für uns und für die Bürgerinnen und Bürger von Leinfelden-Echterdingen genommen hat.

Jens Rudat, Stv. Ortsvereinsvorsitzender SPD-Leinfelden-Echterdingen

 

 

Legales Mountainbiken in Richtung Siebenmühlental: Streckenvorschläge werden untersucht

Unser Wald hat vielfältige Funktionen und Nutzergruppen, manche kennen wir schon länger, andere sind in den letzten Jahren neu dazugekommen. Dazu gehört das Mountainbiken auf speziellen Strecken, den sogenannten Trails. Im letzten Sommer hatte die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Möglichkeiten von legalen Trails im Stadtwald zwischen Echterdingen und Stetten zu prüfen. Durch ein Angebot von legalen Trails sollen die Sportler künftig in geordnete Bahnen gelenkt werden, um die anderen Waldflächen ihren ursprünglichen Funktionen zu überlassen.

In diesen Prozess waren alle Beteiligten eng eingebunden, so dass die unterschiedlichen Interessen der jeweiligen Gruppen auch berücksichtigt werden konnten. Unsere anfängliche Skepsis, ob ein solches Verfahren zielführend ist, haben wir bei den Beratungen in der Arbeitsgruppe sehr schnell überwunden. Es ist in einem außerordentlich transparenten Prozess unter Leitung eines in der Materie sehr erfahrenen Büros gelungen, dass sich Mountainbiker, Jagdpächter, Naturschützer, Forstverwaltung, Naturschutzverwaltung, der Schwäbische Albverein und die Stadtverwaltung auf einen gemeinsamen Rahmen verständigt haben. Das war aus unserer Sicht beispielgebend. Wir möchten uns deshalb bei allen Beteiligten für die Bereitschaft, diesen Weg einzuschlagen, ihre Zeit zu investieren und Kompromisse einzugehen ganz herzlich bedanken.

Immerhin 11 Streckenvorschläge auf städtischen Waldflächen wurden innerhalb kurzer Zeit untersucht: Für 3 Strecken konnte ein Konsens aller Beteiligten gefunden werden. Wir sind froh, dass der Technische Ausschuss kürzlich mehrheitlich grünes Licht gegeben hat, nun in die konkrete Feinplanung einzusteigen. Dazu gehören nicht nur die Erarbeitung eines Betreibermodells (wer kümmert sich um den Unterhalt der Strecken?), sondern u.a. auch die notwendigen Rückbaumaßnahmen bestehender illegaler Trails, ein Beschilderungskonzept sowie natürlich der konkrete Streckenbau. Dem vorgesehenen Kostenrahmen für die Maßnahme in Höhe von 30.000 € wurde auch zugestimmt. Am 28. Juni 2022 wird das Thema nochmals im Gemeinderat aufgerufen und wir hoffen sehr, dass dann zügig die nächsten Schritte gegangen werden können und es schnell zu einer guten Lösung kommt. Wir sind zuversichtlich, zumal die frühzeitig in den Planungsprozess eingebundenen Forst- und Naturschutzbehörden einer Legalisierung von Trails grundsätzlich offen gegenüberstehen. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

Stadtmarketing 2022: ein tolles Programm wartet auf uns alle

Kürzlich wurden im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss die Highlights des Stadtmarketings in den nächsten Monaten vorgestellt. Die SPD-Fraktion ist wirklich sehr froh, dass in dem neu gegründeten Initiativkreis Stadtmarketing so viele kreative Ideen geboren werden, die jetzt in die Umsetzung gehen. Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten ganz herzlich für das große Engagement bedanken. Es war wichtig und richtig, dass sich der Gemeinderat im letzten Jahr dafür entschieden hat, sich mit den Maßnahmen des Stadtmarketings vor allem auf die hier lebenden und arbeitenden Menschen zu konzentrieren. Dadurch wird das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Stadt gestärkt und mehr Leben in die Ortskerne gebracht. Ziel des Stadtmarketings ist natürlich auch, die Kaufkraft vor Ort zu binden und dadurch die Attraktivität unserer Stadt durch die Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe zu unterstützen.

Was steht auf dem Programm? Am 25. Juni 2022 wird es im Ortskern von Echterdingen in Kooperation mit dem Stadtseniorenrat, dem Jugendgemeinderat und der Werbegemeinschaft Echterdingen ein Open-Air-Kino in Verbindung mit einem Late-Night-Shopping geben. Sicher ein tolles Erlebnis. Dann startet ab Juni bis September 2022 die SpieLE-Kiste. In Kooperation mit der Gastronomie gibt es kleine Kisten mit verschiedenen Kartenspielen zum Ausleihen für verschiedene Altersklassen. Das Spielkartenmuseum feiert nämlich in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Am 6. Juli 2022 findet im Rahmen der Reihe „Kultur am Park“ eine Spieleabend statt, wo Bürgerinnen und Bürger zur spielenden Begegnung mit Damen und Herren aus Gemeinderat und Jugendgemeinderat eingeladen sind. Etwas ganz Neues ist auch das „SträndLE“ am Rathaus Echterdingen vom 8. August bis zum 4. September 2022. Im Rahmen des Sanierungsgebiets Historische Mitte plaziert der Vereinsring Echterdingen erstmals einen Stadtstrand am Rathaus Echterdingen. Am 17. September 2022 gibt es wieder ein Sommerkino in Leinfelden, vom 14. bis 16. Oktober 2022 schließlich das Krautfest.

Wir hoffen mit Ihnen zusammen auf einen schönen Sommer und einen angenehmen Herbst und drücken ganz fest die Daumen, dass endlich wieder vielfältige persönliche Begegnungen und Gespräche, auf die wir so lange verzichten mussten, möglich sind und die Pandemie uns keinen Strich durch die Rechnung macht. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

 

 

 

Gegen die Einsamkeit

Wer fühlt sich nicht manchmal einsam oder allein? Ein bisheriges Tabuthema rückt glücklicherweise mehr und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

So gab es zu diesem Thema z.B. Anfang Mai eine Veranstaltung der evangelischen Kirche Musberg zusammen mit dem Krankenpflegeförder- und Betreuungsverein Musberg, dem Stadtseniorenrat und der Stadt LE. Eine Mitarbeiterin der psychologischen Beratungsstelle Filder sprach zu dem Thema Einsamkeit mit klaren und einfühlsamen Worten.

Einsamkeit ist ein subjektives Empfinden. So kann es sich angenehm anfühlen, wenn man, vielleicht für eine bestimmte Zeit, alleine sein möchte. Einsamkeit wird in der Forschung eher gesehen als eine langanhaltende Situation mit wenig Hoffnung auf erwünschte Änderung; darunter kann die Seele auf Dauer leiden. Laut einer Studie des Deutschen Alterssurveys (DEAS) aus 2020 gaben 14 % der 46 - 90-Jährigen an, Einsamkeit zu empfinden. Weitere Studien zeigen, dass v.a. Kinder, Jugendliche und Menschen über 60 Jahre, Alleinstehende oder Verwitwete sich davon betroffen fühlen. Die lange Coronazeit führte zu einer deutlichen Erhöhung des Einsamkeitsrisikos. Und jetzt, wo die Coronamaßnahmen stark gelockert sind, fühlen sich viele Menschen noch ungeübt in der erneuten Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, Vereinen und Treffs.

Was kann man tun gegen die Einsamkeit? In dem o.a. Vortrag wurde z.B. genannt: eine Tagesstruktur einhalten, menschliche Nähe suchen, Musik hören, sich bewegen, Kreatives machen, angenehme Düfte genießen und neugierig bleiben!

In unserem Amtsblatt erscheinen jede Woche die verschiedensten Angebote zu Treffen in der Freizeit und zu Tätigkeiten im Ehrenamt. Ein wichtiger Ort für Senioren und Seniorinnen sind sicherlich der Treff Impuls in Leinfelden und der Treff Zehntscheuer in Echterdingen, die glücklicherweise seit geraumer Zeit wieder geöffnet haben. Nicht nur die früheren Gruppen, wie z.B. Tanz, Gymnastik, Kochen oder Pressestammtisch, können sich wieder treffen. Es gibt auch neue Angebote, wie z.B. in Echterdingen das Kontaktcafé, die Suppenküche zum gemeinsamen Essen oder in Leinfelden das Café „Schwätzle“. Einfach hingehen und neue Leute treffen! Nur Mut!

Regina Gabriel, 2. stellv. Vorsitzende SPD LE