
Die Schülerzahlen wachsen weiter. Im Schuljahr 2031/32 werden voraussichtlich knapp 4.100 Schülerinnen und Schüler unsere Schulen besuchen, fast 300 Kinder und Jugendliche mehr als heute. Der Anstieg fällt zwar moderater aus als im Vorjahr, das müssen wir genau beobachten und hinterfragen. Der Handlungsbedarf ist dennoch erheblich und lässt kein langes Warten, bis es zu den notwendigen Entscheidungen kommt, mehr zu. Natürlich ist klar, dass wir auf die Rahmenbedingungen von der neuen Landesregierung mit konkreten Anforderungen über Ausstattung der Räume und Finanzierung der notwendigen Erweiterungen und Sanierungen warten müssen. Wir sind gespannt, wie lange es dauert und was dabei herauskommt.
Vielleicht kann sich mancher daran erinnern, dass die SPD-Fraktion bereits vor mehr als zwei Jahren einen Antrag zum Themenkreis „Mehr tun für Bildung“ vorgelegt hatte mit dem Ziel, notwendige Sanierungen und Erweiterungen an Schulen darzustellen und nach Dringlichkeit die Umsetzung zu priorisieren. Manche Dinge dauern halt etwas länger ?! Selbstverständlich unterstützen wir die kreativen Ideen, die die Schulverwaltung vorgestellt hat und danken dafür. Wir müssen Räume, wo immer es geht, mehrfach nutzen, morgens als Klassenzimmer, dann für die Schulkindbetreuung, aber wir brauchen auch zusätzliche Räume und wir müssen vorhandene Räume sanieren. Die dringendsten Handlungsbedarfe sehen wir an der Lindachschule und an der Eichbergschule. Maßgeblich beeinflusst durch die Rückkehr zu G9, wodurch ein weiterer Schülerjahrgang dazu kommt, werden allein am Campus in Leinfelden sieben zusätzliche Klassenräume sowie Fachräume benötigt. Hierzu wurde eine Machbarkeitsstudie vergeben, auf deren Ergebnisse wir sehr gespannt sind. Auch auf die Raumsituation am Echterdinger Gymnasium müssen wir genau schauen.
Ausdrücklich begrüßen möchten wir, dass erstmals eine umfassende Vorausrechnung des Bedarfs an Plätzen für die Schulkindbetreuung auf dem Tisch liegt. Ja, es ist gut, dass der beginnende Rechtsanspruch auf einen Platz in der Schulkindbetreuung in LE erfüllt werden kann. Hierfür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, seien es der Gemeinderat, die Verwaltung, aber auch die Eltern und die Schulen. Allerdings gibt es derzeit an der Ludwig-Uhland-Schule noch eine Warteliste mit 20 Schülerinnen und Schülern. Die Verwaltung ist aber sehr zuversichtlich, dass der Bedarf bis zum Start des neuen Schuljahres bedient werden kann. Das ist eine gute Nachricht. Die SPD-Fraktion hat in der Diskussion eindrücklich betont, auch die Planungssicherheit der Eltern für ihren Betreuungsplatz noch stärker zu beachten. Wir sind auch der Meinung, dass wir die wachsenden Bedarfe nicht aus dem Augen verlieren dürfen. Eine Zunahme von 5 % für die nächsten Jahre erscheint uns deshalb zu niedrig angesetzt. Das muss genau beobachtet und die dann nötigen Plätze geschaffen werden. Hier geht es um eine Pflichtaufgabe. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion