SPD Leinfelden-Echterdingen

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Kinderbetreuung: Für die Gesamtstadt gibt es keine Wartelisten mehr, aber Angebot und Nachfrage passen nicht immer

Veröffentlicht am 22.04.2026 in Presseecho

Mehr als 2.000 Kinder besuchen eine Kita in LE. Kinderbetreuung gehört für uns zur Bildung und dient der Schaffung der Voraussetzung für Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass wir uns ausführlich und intensiv damit beschäftigen. Es ist eine wirklich gute Nachricht, dass es in LE derzeit keine Wartelisten in der Kinderbetreuung mehr gibt. Darauf können wir sehr stolz sein und müssen uns bei all denen von Herzen bedanken, die in den letzten Jahren so tatkräftig dazu beigetragen haben, dass das Angebot ausgebaut und verbessert werden konnte. Dazu gehören das Team vom zuständigen Fachamt, die Verwaltungsspitze, nicht zu vergessen ist der Gemeinderat, das Hauptorgan der Stadt, der mit vielen kostenintensiven Beschlüssen die Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Ein großes Lob gebührt auch den nicht städtischen Trägern, die konsequent mitgezogen und natürlich den vielen überaus engagierten Eltern und den Elternvertretungen, die ihre berechtigten Interessen vertreten haben.

Vielen ist nicht bewusst, welch tiefgreifender Wandel sich bei der Kinderbetreuung in der Stadt in den letzten Jahren vollzogen hat. Von 31 Kitas sind 13 Einrichtungen in städtischer Trägerschaft und 18 Einrichtungen werden von den unterschiedlichsten anderen Trägern geführt. Alle Einrichtungen, alle Träger und alle Eltern sind deshalb angemessen bei der Bedarfsplanung und der Willensbildung zu beteiligen. Ein Blick auf die Details nach Ortsteilen ist sehr aufschlussreich. Es fehlen Plätze für die unter 3-Jährigen in Leinfelden, Oberaichen, Musberg und Stetten. Im Bereich der über 3-Jährigen können in Musberg und Stetten leider nicht alle Wünsche befriedigt werden. Ja, es ist richtig, dass ein Kitaplatz in einem anderen Ortsteil sicher besser ist, als gar keinen Platz zu haben. Aber alle Beteiligten dürfen nicht nachlassen, hier passgerechte Lösungen zu finden. Leider passen auch Angebot und Nachfrage bei den Ganztagsplätzen nicht immer, so berichtete die Verwaltung. An diesem Thema müssen wir unbedingt dranbleiben.

Viele Eltern in der Stadt sind vor allem angesichts der hohen Mieten und der steigenden Energiekosten, die das Leben immer mehr verteuern, darauf angewiesen, dass im Interesse der Vereinbarkeit von Familie und Beruf längere Öffnungszeiten angeboten werden. Darum werden wir uns weiterhin kümmern. Leider sind derzeit 10 bis 12 Stellen von pädagogischen Fachkräften allein in städtischen Einrichtungen nicht besetzt; das bleibt natürlich nicht ohne Folgen auf die Öffnungszeiten. Auch an der Personalgewinnung müssen wir konsequent dranbleiben. Auf unsere Nachfrage informierte die Verwaltung, dass die eigentlich für den Herbst 2025 angekündigte Organisationsanalyse, die den Bedarf nach weiterem Personal beleuchten soll, nun bei der Klausurtagung des Gemeinderats im Mai 2026 vorgestellt werden soll. Wir sind schon sehr gespannt. Demnächst werden wir einen weiteren Antrag zum Themenkreis Kinderbetreuung vorlegen. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion