SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

LE-mietet: ein wichtiger Beitrag zu Entlastung des Wohnungsmarkts

Bei dem Projekt LE-mietet geht es um die Beschaffung von Wohnraum für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen. Die Stadt tritt dabei als Mieterin in den Mietvertrag ein und bietet dem Vermieter damit die größtmögliche Sicherheit bezüglich der pünktlichen Mietzahlung und der Beseitigung eventueller Schäden. Für LE-mietet sind nun 2021 überplanmäßige Ausgaben in Höhe von stark 72.000 € entstanden, denen der Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss kürzlich zugestimmt hat. Überplanmäßige Ausgaben sind ja sonst oft der Anlass für Kritik am Ausgabeverhalten der Verwaltung. In diesem Fall ist es allerdings anders, denn es konnten mehr Mietverhältnisse abgeschlossen werden als geplant. Zudem stehen den Mehrkosten auch Mehreinnahmen gegenüber, die vom Landkreis zeitversetzt überwiesen werden. Auf Nachfrage der SPD-Fraktion berichtete die Verwaltung, dass inzwischen immerhin 120 Personen von entsprechenden Mietverträgen profitieren. Gäbe es LE-mietet nicht, dann hätte die Stadt vermutlich mindestens zwei Gebäude bauen müssen, überaus schwierig wäre die Standortsuche gewesen. Wir möchten uns deshalb herzlich bei den Vermieterinnen und Vermietern bedanken, die LE-mietet nutzen und bei dieser Gelegenheit nochmals dafür werben. Sollten Sie eine leerstehende Wohnung haben, dann prüfen Sie doch bitte, ob diese Art der Vermietung für Sie in Fragen kommen könnte.

Leerstehende Häuser wieder nutzen

Im Jahr 2011 – aktuellere Zahlen gibt es leider nicht – sind in unserer Stadt etwa 500 Wohnungen leer gestanden. Sicher sind auch Ihnen schon leerstehende Häuser in Ihrer Nachbarschaft aufgefallen. Manche Gebäude stehen schon seit Jahren leer. Dafür kann es in manchen Fällen sicher gute Gründe geben. Aber auf der anderen Seite suchen so viele Menschen in unserer Stadt verzweifelt eine Wohnung, vor allem eine bezahlbare Wohnung. Wir hatten deshalb vor einigen Monaten angeregt, dass die Stadt die Eigentümer leerstehender Immobilien anschreibt. Die SPD-Fraktion wird jetzt damit beginnen, bekannte und offensichtliche Leerstände zu notieren und nach der Sommerpause diese Kenntnisse dann der Stadt übermitteln, mit der Bitte, die Eigentümer anzuschreiben. Dazu hatte sich die Stadt bei der Beantwortung unseres Antrags bereit erklärt. Vielleicht lässt sich dadurch Wohnraum erschließen und dadurch beiden Seiten helfen? Wir hoffen auf einen Erfolg. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

 

 

 

 

KZ Außenlager Echterdingen: Die Erinnerung an das Unfassbare sichtbar in unserem heutigen Alltag machen

Unsere Geschichte bleibt uns stets anvertraut. Vermutlich wissen nicht alle Menschen in unserer Stadt, dass 600 jüdische Häftlinge zwischen November 1944 und Ende Januar 1945 zum Arbeitseinsatz in das Außenlager Echterdingen am Flughafen verlegt worden waren. Sie kamen aus dem KZ Stutthof bei Danzig, ein Großteil von ihnen war zuvor im KZ Auschwitz gewesen. Die Häftlinge mussten Verbindungswege zur Autobahn bauen, Kriegsschäden am Flughafen beseitigen und im Steinbruch am heutigen Brahmsweg in Leinfelden unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Zeitzeugen berichten eindrucksvoll, wie die Häftlinge in Kolonnen durch Echterdingen und Leinfelden gegangen sind. Mindestens 119 Menschen sind in dieser kurzen Zeit an Erschöpfung, Unterernährung, Kälte und am Fleckfieber gestorben. Sie wurden Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Den Toten wird mit einem Mahnmal auf dem Friedhof Echterdingen gedacht. Mit der Gedenkstätte an der Straße zwischen Echterdingen und Bernhausen gibt es einen Ort des Gedenkens, an dem den Häftlingen durch die Namensnennung ein Stück weit ihre persönliche Würde zurückgegeben wird. Die Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen haben schließlich die Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung - gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ gegründet. Der SPD-Fraktion war es wichtig, diesen Teil unserer Geschichte noch stärker in den täglichen Alltag der Menschen einzubinden, ihn wahrnehmbar und sichtbar zu machen. Deshalb hatten wir bereits im Herbst 2018 beantragt, mit Informationstafeln auf die Wege hinzuweisen, die die Häftlinge durch unsere Stadt gegangen sind. Auf diesen Wegen haben sie oft von Nahrungsmitteln, Brot und Äpfeln profitiert, die dort für sie abgelegt waren, obwohl dies streng verboten war. Das waren eindrucksvolle Zeichen der Mitmenschlichkeit, des Muts und der Zivilcourage in schwieriger Zeit, die auch der Anerkennung bedürfen.

Aufgrund der umfassenden Unterlagen des Stadtarchivs hat die SPD-Fraktion einen Vorschlag erarbeitet, der mit insgesamt sechs Gedenktafeln diese Wege nachzeichnet. Wir möchten uns ganz herzlich bei den Herren Dr. Klagholz und Helmbrecht vom Stadtarchiv und den Mitgliedern des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses bedanken, die unserem Vorschlag nun kürzlich einstimmig zugestimmt haben. Gerade heute, wo Hass, Hetze und Antisemitismus in erschreckender Weise wieder zunehmen, ist es wichtig, gemeinsam entschlossen ein Zeichen zu setzen. Das war wichtig. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

 

 

 

 

 

Bezahlbares Wohnen ist die entscheidende soziale Frage

Der Wohnungsmarkt in unserer Stadt ist nahezu leergefegt. Das ist ein Alarmsignal! Es ist sehr, sehr schwer auf dem freien Markt eine Wohnung zu finden. Bezahlbare Wohnungen sind ohnehin Mangelware. Kann sich denn eine Familie eine 4-Zimmer-Wohnung für 1.500 € oder 1.750 € jeweils noch ohne Nebenkosten, wie sie kürzlich im Amtsblatt angeboten wurden, wirklich leisten? Was bleibt übrig zum Leben, wenn bspw. viele Verkäuferinnen in Vollzeit kaum mehr als 2.000 € brutto verdienen? Wie kommen Alleinerziehende, ältere oder jüngere Menschen an bezahlbaren Wohnraum? Ja, es ist wahr. Die Mieten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, vor allem in den Ballungsräumen. Seit Jahren gehört LE leider bundesweit zu den Kommunen mit den höchsten Mieten. Das ist Ausdruck der wirtschaftlichen Stärke und Attraktivität der Stadt. Allerdings bringen die hohen Mieten aber auch manche Menschen dazu, aus der Stadt wegzuziehen und anderswo nach bezahlbarem Wohnraum zu suchen. Das können wir nicht wollen.

Kommunalpolitischer Handlungsbedarf ist deshalb gegeben, und zwar auf verschiedenen Feldern. Zunächst muss die Transparenz auf dem Wohnungsmarkt erhöht werden. Dazu wird der qualifizierte Mietspiegel, also eine Übersicht über die Entgelte für Wohnraum in Abhängigkeit von Ausstattung, Alter oder Größe der Wohnungen dienen, den die Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt derzeit gemeinsam erarbeiten lassen. Dieser Mietspiegel, den wir mehrfach gefordert hatten, wird dann Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter bieten, wenn es um Fragen der ortsüblichen Vergleichsmiete geht. Zudem ist eine Dämpfung von Mietpreiserhöhungen möglich. Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, die im Herbst 2021 vorgestellt werden.

Bezahlbare Wohnungen werden dadurch natürlich nicht geschaffen. Dazu braucht es andere Maßnahmen. Wir müssen die Diskussion um die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft noch intensiver führen als bisher. Gute Beispiele für funktionierende Modelle lassen sich in der Region so einige finden. Ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt für den neuen Technischen Bürgermeister. Ein weiterer Baustein ist die zügige Umsetzung der neuen Wohngebiete in den Schelmenäckern, den Goldäckern und den Bergäckern. Bei den beiden letztgenannten Gebieten wird Planungsrecht erst dann geschaffen, wenn alle Grundstücke der Stadt gehören. Die Spekulation um Bauland wird damit begrenzt, und das ist gut so. Und wir müssen alles tun, um den Leerstand von Wohnraum in LE endlich zu begrenzen. Dazu bald mehr an dieser Stelle.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

 

 

 

 

 

Stadtmarketing soll örtlichen Einzelhandel stärken

Vor kurzem hat der Gemeinderat der künftigen Konzeption für das Stadtmarketing für Leinfelden-Echterdingen zugestimmt. Damit werden der Einzelhandel unserer Stadt gestärkt, die Ortszentren aufgewertet und die Handelsstrukturen wo immer auch möglich sinnvoll unterstützt.

In allen Stadtteilen gibt es Geschäfte für den täglichen Bedarf. Das ist wichtig für die Grundversorgung der Menschen in unserer Stadt. Darüber hinaus finden wir vor allem in Echterdingen und Leinfelden Einkaufsmöglichkeiten für fast alle Bedürfnisse. Einkaufen ist nicht nur das Besorgen von Dingen, sondern auch die Begegnung mit Anderen. Ein Gespräch, der Austausch über Neuigkeiten oder über das Wetter und hoffentlich bald nicht mehr über Corona, das alles kann bei einer gut gepflegten Einzelhandelsstruktur zum Wohlbefinden beitragen. Durch eine Stadt mit leerstehenden Ladengeschäften zu gehen ist hingegen nicht besonders schön. Deshalb ist es jetzt so wichtig, die vorhandene Kaufkraft möglichst auch im Ort zu binden. Vor allem die hier wohnenden Menschen profitieren von der Vielfalt der Möglichkeiten. Nach Leinfelden-Echterdingen pendeln fast 30.000 Personen tagtäglich zum Arbeiten ein. Auch hier steckt viel Potential, wenn das Angebot stimmt. Die Vorstellung, dass die Messebesucher, die hoffentlich bald wieder kommen, auch in Leinfelden-Echterdingen einkaufen gehen, dürfte auf eine kleinere Minderheit beschränkt bleiben. Deshalb  wollen wir uns mit den Maßnahmen des Stadtmarketings auf die hier lebenden und arbeitenden Menschen konzentrieren.

Die Dynamik, die in der Arbeitsgruppe Stadtmarketing zu spüren war, muss jetzt rasch in der ganzen Stadt spürbar werden. Der Gemeinderat hat für Marketingmaßnahmen rd. 25.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt, und zur Umsetzung des Konzeptes werden ab 2022 zusätzlich 1,5 Stellen geschaffen, was für die Größe unserer Stadt und die Bedeutung des Standortes angemessen ist. Ziel ist es, das Stadtmarketing bei der Filderhalle-GmbH anzusiedeln, um dort professionell und eng mit dem Handel und Gewerbe zusammenzuarbeiten. Die Ideen, wie z.B. Open-Air-Kino auf dem Neuen Markt in Leinfelden, um nur ein Beispiel zu nennen, sollen wieder stattfinden und viele andere Aktivitäten die Ortskerne beleben. Wir setzten sehr viel Hoffnung in diese Konstruktion und wünschen uns allen ein gutes Gelingen zum Wohle unserer lebens- und liebenswerten Stadt Leinfelden-Echterdingen!

Erich Klauser für die SPD-Fraktion

 

Kitas: Wir brauchen mehr Plätze für die Kinder um Wartelisten zu reduzieren…

Auf Bitten der SPD-Fraktion stellte kürzlich die Verwaltung die Belegungssituation in den Kitas vor. Obwohl in den letzten Jahren etliche neue Einrichtungen geplant, saniert, erweitert und neu gebaut wurden, gibt es leider weiterhin Wartelisten. Das darf nicht sein. Aktuell fehlen 57 Plätze für Kindergartenkinder, davon allein 33 in Echterdingen und 16 in Stetten. Für die Betreuung der Kleinkinder fehlen in der Stadt 56 Plätze, 22 davon in Echterdingen und 12 in Stetten. Damit ist ein beträchtlicher Handlungsbedarf gegeben, der für uns nicht überraschend kommt, sondern vorhersehbar war. Zunächst einmal ist es enorm wichtig, dass der Kindergarten St. Gabriel in Stetten, wo kürzlich der Spatenstich erfolgte, zügig gebaut wird; und auch bei der Kita am Stangenkreisel in Echterdingen muss der „Planungszug“ nun wirklich Fahrt aufnehmen. Wir begrüßen für die Interimsphase ausdrücklich die Ideen der Verwaltung, Mehrzweckräume in Gruppenräume umzuwandeln oder eine Sportkitagruppe einzurichten. Das geht natürlich nur, wenn ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Das wird allerdings zunehmend zum Problem. Etliche Stellen sind derzeit leider nicht besetzt. Im Jahresdurchschnitt war von bis zu 10 Stellen die Rede. Der Markt ist leergefegt. Die Gewinnung von Personal und die Bindung an die Stadt als Arbeitgeberin werden deshalb immer wichtiger.

 

... wir müssen neue Wege gehen bei der Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern

Bereits seit einigen Jahren setzt die Stadt auf die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) im Erzieherbereich. Durch eigene Ausbildung von Fachkräften wird dabei ein Grundstein gelegt, um Fachkräfte längerfristig zu binden. Die SPD-Fraktion hat dies immer unterstützt und nun angeregt zu prüfen, ob hier nicht noch mehr möglich ist. Zudem haben wir zugestimmt, dass gemeinsam mit Filderstadt versucht werden soll, Fachkräfte aus Spanien für die Tätigkeit auf der Filder zu gewinnen. Einen Versuch sollte uns das wert sein. Wir haben die Verwaltung auch gebeten zu prüfen, ob zum Start dieses Projekts im Herbst 2022 nicht eine vorübergehende Unterbringung der Erzieherinnen im städtischen Gebäude „Bahnhöfle“ in Oberaichen möglich wäre. Eine gemeinsame Eingewöhnung in ein neues Arbeitsumfeld wäre sicher leichter und die Wohnungssuche könnte ohne Hektik erfolgen. Wir müssen wirklich alles dafür tun, um zu vermeiden, dass neue Gruppen in den Kitas nicht in Betrieb gehen können, weil das dafür benötigte Personal fehlt.  

            Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion