SPD Leinfelden-Echterdingen

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Finanzielle Förderung des Deutschen Roten Kreuzes durch die Stadt bleibt wie sie war – das ist gut so!

Veröffentlicht am 13.10.2026 in Gemeinderatsfraktion

Foto: DRK Leinfelden-Echterdingen

In der vergangenen Sitzung des Verwaltungs-,
Kultur- und Sozialausschusses gab es eine
lange Diskussion über einen Antrag, den die
Fraktion LE-Bürger/Demokratie in Bewegung
eingebracht hatte. Ziel des Antrags war, die
finanzielle Förderung des Deutschen Roten
Kreuzes (DRK) wegen angeblicher
Doppelförderung einzuschränken. Wir haben
uns mit dem Antrag inhaltlich
auseinandergesetzt. Das gebietet allein schon
der Respekt und die Wertschätzung des
ehrenamtlichen Engagements im Gemeinderat.
Allerdings sind wir bei der Bewertung zu
einem anderen Ergebnis gekommen und haben
in der Sitzung begründet, warum wir auch in
Zeiten knapper finanzieller Mittel an der
bisherigen Förderung des DRK festhalten
wollen. Am Ende der Diskussion haben dem
angepassten Antrag lediglich die
Vertreterinnen der antragstellenden Fraktion
zugestimmt. Alle anderen Fraktionen haben
den Antrag abgelehnt. Darüber sind wir sehr
froh.

Zunächst möchten wir nochmals auf die
Aufgabenverteilung beim DRK hinweisen. Da
gibt es Aufgaben, die der hauptamtliche
Rettungsdienst wahrnimmt wie Notfallrettung
und Krankentransport und Aufgaben des
ehrenamtlichen DRK-Ortsvereins LE mit
seinen 100 Mitgliedern, der nicht Teil des
Rettungsdienstes ist.
Die finanzielle Förderung der Stadt für den
Ortsverein LE des DRK wird für die
Ausbildung und Ausrüstung des Ehrenamts
genutzt. Die städtischen Zuschüsse gehen also
nicht an den hauptamtlichen Rettungsdienst,
der sich aus anderen Quellen speist, sondern
an den ehrenamtlichen OV. Für uns ist deshalb
keine Doppelförderung erkennbar. Für uns ist
die bisherige Förderpraxis vor allem Ausdruck
der Wertschätzung für die ehrenamtlich
geleistete Arbeit. Die ehrenamtlich Aktiven im
DRK schenken ihre Zeit und ihre Arbeitskraft
der Allgemeinheit, um bspw. den
ehrenamtlichen Sanitätsdienst bei
Veranstaltungen, die Blutspendeaktionen, die
Betreuung von Großveranstaltungen in der
Filderhalle oder des Krautfests sicherzustellen
oder Erste-Hilfe-Kurse anzubieten. Ohne das
ehrenamtliche DRK müssten diese Leistungen
teuer eingekauft werden. Kein Helfer des
DRK wird entlohnt. Besonders hinweisen
möchten wir auf die enge Zusammenarbeit mit
der Feuerwehr, wo das DRK jährliche
Schulungen durchführt und bei größeren
Brandeinsätzen zur Unterstützung ausrückt
und da wäre schließlich noch die Jugendarbeit
zur Gewinnung von Nachwuchs.
Gesetzliche Krankenkassen zahlen keinen
Cent für ehrenamtliche Fortbildung,
Ersatzkleidung im Katastrophenschutz oder
das Jugendrotkreuz. Wir wollen die bisherige
Förderung und die in vielen Jahren erarbeitete
Struktur beibehalten und nicht die
ehrenamtlichen Strukturen verunsichern. Für
uns war nach der Prüfung der Unterlagen klar,
dass die Stadt nicht für etwas bezahlt, was
eigentlich die Krankenkassen bezahlen sollten.
Wir werden uns weiterhin für eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem
DRK einsetzen.

Für die SPD-Fraktion
Barbara Sinner-Bartels und Joël J. Jetter