Es erwarten Sie aktuelle Artikel von eigenen Veranstaltungen oder mit Themen aus unserer Stadt. Auf dem Foto sehen Sie unseren Landtagskandidaten Tim Reeth (mi.) gemeinsam mit unserem OV-Vorsitzenden Jörg Pauly (li.) und unserem langjährigen SPD-Mitglied Martin Reissing am Parteistand in Echterdingen am 7.3.2026. Auch, wenn das SPD-Ergebnis bei der Landtagswahl sehr schmerzt, möchten wir als OV Tim Reeth unseren Dank und Respekt für seinen engagierten Wahlkampf aussprechen.
Aktuelle Aufmacher sind die Artikel unseres Stadtrats Joel Jetter und unseres Vorstandsmitglieds Regina Gabriel: Jetter erklärt die Haltung der SPD-Fraktion zum Thema "Bauturbo", Gabriel macht sich Gedanken über die geplante Urbane Mitte in Leinfelden.
Wir wünschen Ihnen nun viel Freude und gute Erkenntnisse beim Lesen unserer Artikel.
Dass in Leinfelden-Echterdingen und in Deutschland allgemein Wohnungsnot herrscht, ist keine Neuheit. Es fehlen in der gesamten Bundesrepublik jährlich hunderttausende Wohnungen. Eigentlich müsste bei dieser Angebotsverknappung massivst gebaut werden; doch die Rahmenbedingungen sind schlecht. Baumaterial ist extrem teuer, etlichen großen und kleineren Baufirmen geht es schlecht und vor allem die Bürokratie macht es sowohl der Baubranche als auch den Kommunen, in denen gebaut werden soll, sehr schwer. Aus diesem Grund hat Berlin reagiert und den sogenannten „Bauturbo“ verabschiedet, der diese bürokratischen Prozesse ein Stück weit abbauen soll. Das Gesetz wurde im Oktober 2025 verabschiedet. Die Besonderheit: Den Kommunen ist es freigestellt, wie sie das Bauturbo-Gesetz individuell umsetzen.
Umsetzung in LE wird diskutiert - es darf aber keine vollständige Übertragung der Kompetenzen auf die Stadtverwaltung geben
Neben dem eben erwähnten Abbau von bürokratischen Hintergrundprozessen, die mit der Kommunalpolitik überhaupt nicht direkt in Verbindung stehen, gibt das Gesetz den Kommunen die Möglichkeit, den Gemeinderat und seine Ausschüsse von Bauentscheidungen zu entbinden und diese Kompetenz komplett auf die Stadtverwaltung zu übertragen. So ähnlich lautete auch der Vorschlag der Verwaltung, wie das Gesetz in unserer Stadt umgesetzt werden soll: Sind grundsätzliche Leitplanken, wie die Weiterführung des städtebaulichen Rahmens, eines Bauantrags erfüllt, darf alleine die Stadtverwaltung über die Baugenehmigung entscheiden. Der Gemeinderat wäre damit nicht mehr beteiligt.
Diesen Vorschlag der Verwaltung können wir als SPD-Fraktion so nicht mittragen. Es gibt durchaus die Befürchtung in Teilen der Bevölkerung, dass diese Entscheidungsfreiheit zu Alleingängen und Willkür führen könnte. Selbstverständlich, Bürokratie und langsame Prozesse müssen abgebaut werden - aber dadurch darf die offene Diskussion im Gemeinderat als Hauptorgan der Stadt nicht übergangen werden. Daher haben wir Änderungsanträge eingereicht: Demnach müsste die Zustimmung zu einem Bauantrag nur vom Technischen Ausschuss des Gemeinderats gegeben werden; die Verwaltung darf aber auch schon ohne diese Zustimmung mit bürokratischen Hintergrundprozessen beginnen.
Diesen Weg halten wir für einen guten Kompromiss zwischen der Verschmälerung der Baubürokratie und der Sicherstellung der Entscheidungskompetenz des Gemeinderats als Hauptorgan der Stadt. Auch in der kommenden Gemeinderatssitzung am 24. März werden wir uns für einen solchen Weg einsetzen, sind aber auch offen für andere Kompromisse. Klar ist, dass eine Umsetzung des Gesetzes eine echte Teillösung für die Wohnungsnot in unserer Stadt sein kann. Joël Jetter für die SPD-Fraktion
Wie soll sich Leinfelden in Zukunft entwickeln? Wie kann man die Transformation der Industrie in Leinfelden positiv für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Industrie gestalten? Wie können die beiden so unterschiedlichen Gebiete östlich und westlich der Bahngleise sinnvoll entwickelt und verbunden werden? Die Firma Bosch gab offensichtlich mit der Verlagerung der Produktion nach Ungarn – was wir sehr bedauern! – den Anstoß, das Gewerbegebiet neu zu überdenken.
Wir Bürger und Bürgerinnen konnten bereits im letzten Oktober in einer öffentlichen Veranstaltung erste Impulse zu diesen Fragen setzen. Danach wurden drei Planungsbüros beauftragt, Entwürfe zur Stadtentwicklung auszuarbeiten. Der Siegerentwurf wurde am 12. März in der Filderhalle nun öffentlich vorgestellt.
Wir finden, die drei Damen des Tübinger Stadtplanungsbüros hatten einige super Ideen! Da wäre zum Beispiel eine neue, barrierefreie Querung durch den Bahnhof Leinfelden durch beiderseitige Rampen. Daneben könnte ein Fahrradparkhaus entstehen. Ein neues zentrales Rathaus östlich der Gleise könnte die bisher auf zehn Stellen verteilte Stadtverwaltung bündeln und eine neue Mitte stärken. Am „Alten Markt“ könnte aus dem bisherigen Rathaus ein Bürgerhaus werden und daneben ein Generationenhaus mit Tagespflege entstehen - etwas, was wir dringend in Leinfelden brauchen! Die Daimlerstraße südlich von Bosch soll mehr Aufenthaltsqualität erhalten und campusartig umgeben sein mit Gebäuden für Start-ups, Forschung, Gastronomie, Kitas und Wohnen. Die Max-Lang-Straße könnte vom LKW-Verkehr entlastet werden, indem die Laster gleich vom Norden her in das Gewerbegebiet einfahren in eine Straße, die eng am östlichen Rand des Gewerbegebietes vorbeiführt. Eine Nordspange vom Kreisel Rohrer Straße/Stuttgarter Straße könnte den Verkehr von Leinfelden entlasten.
Der Entwurf beinhaltet noch etliche weitere interessante Ideen. Dabei sollten genügend Grünflächen und Frischluftschneisen nicht vergessen werden. Es sind jedoch erst Ideen, die die Richtung der Stadtplanung und der Verbindung von Gewerbe- zum Wohngebiet östlich und westlich der Gleise aufzeigen. Ob und wann welches Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird, ist offen und muss im Einzelnen besprochen werden. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Regina Gabriel, Vorstandsmitglied der SPD LE
In den letzten Monaten wurden in LE leider wieder einige Arztpraxen geschlossen, weitere sind bereits angekündigt, andere Praxen nehmen oft keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf. Es besteht deshalb bei vielen Menschen die berechtigte Sorge, keinen Arzt oder keine Ärztin mehr zu finden oder sehr lange auf einen dringend benötigten Termin warten zu müssen. Dies wird durch eine immer älter werdende Gesellschaft und einen Mangel an Ärztinnen und Ärzten oder medizinischem Fachpersonal noch weiter verschärft. Viele Menschen wollen zudem in Teilzeit arbeiten und bevorzugen eine Anstellung bzw. die Arbeit im Team statt einer selbständigen Tätigkeit in einer eigenen Praxis. Schließlich besteht auch vielfach eine überaus nachvollziehbare Abneigung gegenüber zu viel Bürokratie im Gesundheitswesen.
Die SPD-Fraktion hatte deshalb bereits bei den Haushaltsberatungen im November 2024 diesen Themenkreis aufgegriffen. Bei der Sitzung des Gemeinderats am 29.4.2025 referierte dann in einem ersten Schritt Dr. Martin Felger (Arzt und Betriebswirt) überaus kompetent und sehr anschaulich über Trends in der ambulanten medizinischen Versorgung. In der Folge fanden Gespräche mit der Ärzteschaft statt und in diesem Jahr haben sich kommunale Gremien bereits mehrfach mit dem Thema befasst. Wir müssen uns dringend auf den Weg machen, um eine Lösung zu finden, die zu LE, den Menschen und der Ärzteschaft passt und die ärztliche Versorgung in allen Ortsteilen weitestgehend sicherstellt. Dazu soll die Einrichtung eines runden Tisches dienen, den die SPD-Fraktion wie gesagt bereits im November 2024 beantragt hatte.
Wir sind sehr froh, dass es bei der letzten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses zu einem entsprechenden und noch dazu einstimmigen Beschluss gekommen ist. Bei diesem runden Tisch soll unter Einbindung der Fraktionen über neue Fördermöglichkeiten informiert und die Themenbereiche Nachfolgesicherung, Fachkräftegewinnung und die räumliche Unterbringungn der Praxen angesprochen werden. Zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in der Stadt wurde bereits 2023 ein Förderprogramm im Umfang von 100.000 € jährlich aufgelegt, das in der Vergangenheit leider noch nicht in Anspruch genommen wurde und jetzt aufgrund der Bedarfslage weiterentwickelt und präzisiert wurde.
Wichtig ist uns dabei, dass die Mittel nachvollziehbar und gerecht vergeben werden. Es handelt sich schließlich um öffentliche Gelder. Wir werden uns auch künftig dafür stark machen, dass es in den Ortsmitten „Ärztehäuser“ gibt. Das würde dann gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Ortskerne und zur Stärkung von Handel und Dienstleistungen leisten. Inwieweit Unterstützung durch die Stadt nötig sein wird, wird im weiteren Prozess zu klären sein. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, was bei diesem für die Bürgerschaft so wichtigen Thema passiert. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Leinfelden-Echterdingen hat am letzten Sonntag gewählt. Mit 74,5% Wahlbeteiligung lag die Stadt über dem Landesdurchschnitt von 69,6 % für die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl 2026. Unser Kandidat Tim Reeth hat mit 6,9 % Erststimmenanteil hier in der Stadt ein etwas besseres Ergebnis als das der Landes-SPD erzielt.
Knapp 27.000 Wählerinnen und Wähler waren in Leinfelden-Echterdingen dazu aufgerufen an die Wahlurne zu gehen. Etwas mehr als 20.000 haben davon Gebrauch gemacht. In den einzelnen Wahllokalen waren durchaus deutliche Unterschiede zu sehen, so konnte Tim Reeth in Stetten im „Alten Rathaus“ 10,8% erzielen. Ein Ergebnis, das wir uns insgesamt gewünscht hätten. Im Ortsteil Stetten konnte Tim Reeth mit 7,8% der abgegebenen Stimmen von allen Ortsteilen das beste Ergebnis einfahren. In Leinfelden und Musberg erhielt er jeweils 6,6% der Stimmen und in Echterdingen 6,9%. Auch wenn wir mit dem Ergebnis in dieser Form nicht zufrieden sein können, war die Stimmung in den letzten Wochen im Wahlkampf hier in unserer Stadt geprägt vom respektvollen Umgang miteinander. Wir haben viele Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern führen können und dabei auch deren Sorgen und Nöte mitbekommen. Der Arbeitsplatzabbau bei Bosch war ebenso ein Thema wie der angespannte Wohnungsmarkt. Letzteres könnte die Stadt insgesamt engagierter angehen, haben wir doch auch in diesem Jahr beim Verteilen der Kandidatenflyer gesehen, dass beim Thema Wohnraum noch Potenzial in der Stadt vorhanden ist. Es mag Gründe für den Leerstand von Wohnungen geben und dennoch gibt es auf der anderen Seite einen dringenden Bedarf an Wohnraum in unserer Stadt. Wir werden bei diesem Thema weiter dranbleiben. Das gilt auch ungebrochen für die Versorgung der Kinder und Jugendlichen in den Kitas und Schulen. Gerade in den Zeiten schwieriger werdender finanzieller Rahmenbedingungen ist es umso wichtiger in die Bereiche zu investieren, die die Zukunft von Leinfelden-Echterdingen entscheidend prägen werden.
Wir haben vor Ort mit viel Einsatz und oft auch gemeinsam mit Tim Reeth auf den Wochenmärkten um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler geworben. Daher gilt mein Dank allen Helferinnen und Helfern, die an den Ständen waren, Flyer verteilt und plakatiert haben, die beschädigte Plakate repariert und neu befestigt haben. Ich darf allen auch herzliche Grüße von Tim ausrichten, der sich beim SPD-Ortsverein ganz herzlich für die tatkräftigte Unterstützung hier in der Stadt bedankt hat. Jörg Pauly, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Leinfelden-Echterdingen
Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat in seiner heutigen Sitzung zentrale Beschlüsse zur Aufarbeitung der Landtagswahl 2026 sowie zur organisatorischen und personellen Neuaufstellung der Partei gefasst. Ziel ist es, die notwendigen Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu ziehen und zugleich zügig die Voraussetzungen für einen Neustart der SPD im Land zu schaffen.