SPD Leinfelden-Echterdingen

Die soziale Kraft auf den Fildern.

Legales Mountainbiken in Richtung Siebenmühlental: Streckenvorschläge werden untersucht

Unser Wald hat vielfältige Funktionen und Nutzergruppen, manche kennen wir schon länger, andere sind in den letzten Jahren neu dazugekommen. Dazu gehört das Mountainbiken auf speziellen Strecken, den sogenannten Trails. Im letzten Sommer hatte die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Möglichkeiten von legalen Trails im Stadtwald zwischen Echterdingen und Stetten zu prüfen. Durch ein Angebot von legalen Trails sollen die Sportler künftig in geordnete Bahnen gelenkt werden, um die anderen Waldflächen ihren ursprünglichen Funktionen zu überlassen.

In diesen Prozess waren alle Beteiligten eng eingebunden, so dass die unterschiedlichen Interessen der jeweiligen Gruppen auch berücksichtigt werden konnten. Unsere anfängliche Skepsis, ob ein solches Verfahren zielführend ist, haben wir bei den Beratungen in der Arbeitsgruppe sehr schnell überwunden. Es ist in einem außerordentlich transparenten Prozess unter Leitung eines in der Materie sehr erfahrenen Büros gelungen, dass sich Mountainbiker, Jagdpächter, Naturschützer, Forstverwaltung, Naturschutzverwaltung, der Schwäbische Albverein und die Stadtverwaltung auf einen gemeinsamen Rahmen verständigt haben. Das war aus unserer Sicht beispielgebend. Wir möchten uns deshalb bei allen Beteiligten für die Bereitschaft, diesen Weg einzuschlagen, ihre Zeit zu investieren und Kompromisse einzugehen ganz herzlich bedanken.

Immerhin 11 Streckenvorschläge auf städtischen Waldflächen wurden innerhalb kurzer Zeit untersucht: Für 3 Strecken konnte ein Konsens aller Beteiligten gefunden werden. Wir sind froh, dass der Technische Ausschuss kürzlich mehrheitlich grünes Licht gegeben hat, nun in die konkrete Feinplanung einzusteigen. Dazu gehören nicht nur die Erarbeitung eines Betreibermodells (wer kümmert sich um den Unterhalt der Strecken?), sondern u.a. auch die notwendigen Rückbaumaßnahmen bestehender illegaler Trails, ein Beschilderungskonzept sowie natürlich der konkrete Streckenbau. Dem vorgesehenen Kostenrahmen für die Maßnahme in Höhe von 30.000 € wurde auch zugestimmt. Am 28. Juni 2022 wird das Thema nochmals im Gemeinderat aufgerufen und wir hoffen sehr, dass dann zügig die nächsten Schritte gegangen werden können und es schnell zu einer guten Lösung kommt. Wir sind zuversichtlich, zumal die frühzeitig in den Planungsprozess eingebundenen Forst- und Naturschutzbehörden einer Legalisierung von Trails grundsätzlich offen gegenüberstehen. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 
Stadtmarketing 2022: ein tolles Programm wartet auf uns alle

Kürzlich wurden im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss die Highlights des Stadtmarketings in den nächsten Monaten vorgestellt. Die SPD-Fraktion ist wirklich sehr froh, dass in dem neu gegründeten Initiativkreis Stadtmarketing so viele kreative Ideen geboren werden, die jetzt in die Umsetzung gehen. Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten ganz herzlich für das große Engagement bedanken. Es war wichtig und richtig, dass sich der Gemeinderat im letzten Jahr dafür entschieden hat, sich mit den Maßnahmen des Stadtmarketings vor allem auf die hier lebenden und arbeitenden Menschen zu konzentrieren. Dadurch wird das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Stadt gestärkt und mehr Leben in die Ortskerne gebracht. Ziel des Stadtmarketings ist natürlich auch, die Kaufkraft vor Ort zu binden und dadurch die Attraktivität unserer Stadt durch die Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe zu unterstützen.

Was steht auf dem Programm? Am 25. Juni 2022 wird es im Ortskern von Echterdingen in Kooperation mit dem Stadtseniorenrat, dem Jugendgemeinderat und der Werbegemeinschaft Echterdingen ein Open-Air-Kino in Verbindung mit einem Late-Night-Shopping geben. Sicher ein tolles Erlebnis. Dann startet ab Juni bis September 2022 die SpieLE-Kiste. In Kooperation mit der Gastronomie gibt es kleine Kisten mit verschiedenen Kartenspielen zum Ausleihen für verschiedene Altersklassen. Das Spielkartenmuseum feiert nämlich in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Am 6. Juli 2022 findet im Rahmen der Reihe „Kultur am Park“ eine Spieleabend statt, wo Bürgerinnen und Bürger zur spielenden Begegnung mit Damen und Herren aus Gemeinderat und Jugendgemeinderat eingeladen sind. Etwas ganz Neues ist auch das „SträndLE“ am Rathaus Echterdingen vom 8. August bis zum 4. September 2022. Im Rahmen des Sanierungsgebiets Historische Mitte plaziert der Vereinsring Echterdingen erstmals einen Stadtstrand am Rathaus Echterdingen. Am 17. September 2022 gibt es wieder ein Sommerkino in Leinfelden, vom 14. bis 16. Oktober 2022 schließlich das Krautfest.

Wir hoffen mit Ihnen zusammen auf einen schönen Sommer und einen angenehmen Herbst und drücken ganz fest die Daumen, dass endlich wieder vielfältige persönliche Begegnungen und Gespräche, auf die wir so lange verzichten mussten, möglich sind und die Pandemie uns keinen Strich durch die Rechnung macht. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion

 

 

 

 
Bundeshaushalt 2022 – Wir sorgen für Sicherheit im Wandel

Diese Woche haben wir im Deutschen Bundestag den Bundeshaushalt 2022 abschließend beraten und heute verabschiedet. Die Botschaft dieses Haushaltes ist klar: Wir handeln entschlossen und bekämpfen die Krisen – die Corona-Pandemie, die Klimakrise und seit Februar auch Putins Angriffskrieg auf die Ukraine – und wir stärken sozialen Zusammenhalt und Klimaschutz. Mit dem ersten gemeinsamen Haushalt der Ampel-Koalition haben wir wichtige Impulse für die Zukunft unseres Landes gesetzt. Der Bundeshaushalt 2022 sieht Ausgaben in Höhe von fast 496 Milliarden Euro vor.

 
Gegen die Einsamkeit

Wer fühlt sich nicht manchmal einsam oder allein? Ein bisheriges Tabuthema rückt glücklicherweise mehr und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

So gab es zu diesem Thema z.B. Anfang Mai eine Veranstaltung der evangelischen Kirche Musberg zusammen mit dem Krankenpflegeförder- und Betreuungsverein Musberg, dem Stadtseniorenrat und der Stadt LE. Eine Mitarbeiterin der psychologischen Beratungsstelle Filder sprach zu dem Thema Einsamkeit mit klaren und einfühlsamen Worten.

Einsamkeit ist ein subjektives Empfinden. So kann es sich angenehm anfühlen, wenn man, vielleicht für eine bestimmte Zeit, alleine sein möchte. Einsamkeit wird in der Forschung eher gesehen als eine langanhaltende Situation mit wenig Hoffnung auf erwünschte Änderung; darunter kann die Seele auf Dauer leiden. Laut einer Studie des Deutschen Alterssurveys (DEAS) aus 2020 gaben 14 % der 46 - 90-Jährigen an, Einsamkeit zu empfinden. Weitere Studien zeigen, dass v.a. Kinder, Jugendliche und Menschen über 60 Jahre, Alleinstehende oder Verwitwete sich davon betroffen fühlen. Die lange Coronazeit führte zu einer deutlichen Erhöhung des Einsamkeitsrisikos. Und jetzt, wo die Coronamaßnahmen stark gelockert sind, fühlen sich viele Menschen noch ungeübt in der erneuten Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, Vereinen und Treffs.

Was kann man tun gegen die Einsamkeit? In dem o.a. Vortrag wurde z.B. genannt: eine Tagesstruktur einhalten, menschliche Nähe suchen, Musik hören, sich bewegen, Kreatives machen, angenehme Düfte genießen und neugierig bleiben!

In unserem Amtsblatt erscheinen jede Woche die verschiedensten Angebote zu Treffen in der Freizeit und zu Tätigkeiten im Ehrenamt. Ein wichtiger Ort für Senioren und Seniorinnen sind sicherlich der Treff Impuls in Leinfelden und der Treff Zehntscheuer in Echterdingen, die glücklicherweise seit geraumer Zeit wieder geöffnet haben. Nicht nur die früheren Gruppen, wie z.B. Tanz, Gymnastik, Kochen oder Pressestammtisch, können sich wieder treffen. Es gibt auch neue Angebote, wie z.B. in Echterdingen das Kontaktcafé, die Suppenküche zum gemeinsamen Essen oder in Leinfelden das Café „Schwätzle“. Einfach hingehen und neue Leute treffen! Nur Mut!

Regina Gabriel, 2. stellv. Vorsitzende SPD LE

 

 

 

 
Steigende Lebenshaltungskosten und hohe Mieten: das Leben in LE ist teuer

Beim Einkaufen, an der Tankstelle, bei den Nebenkosten und den Mieten ist es täglich spürbar: das Leben ist für viele Menschen in den letzten Wochen spürbar teurer geworden. So lag im April 2022 die Teuerungsrate in Baden-Württemberg bei stolzen 7,0 Prozent. Für die Bevölkerungsgruppen, die ohnehin schon weniger im Geldbeutel haben, wird es wirklich schwer. Da zählt oft jeder Cent. Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende, etliche Rentnerinnen und Rentner sowie Flüchtlinge sind von den steigenden Preisen überproportional belastet. Die Geldsorgen werden größer.

Die Bundesregierung hat schnell und entschlossen gehandelt und umfangreiche Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Von der einmaligen Energiepreispauschale in Höhe von 300 € über den Heizkostenzuschuss für Menschen mit geringem Einkommen, die Erhöhung der Werbungskostenpauschale, einen einmaligen Familienzuschuss von 100 € sowie einem einmaligen Zuschuss für Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen von 200 € pro Person. Der öffentliche Personennahverkehr wird drei Monate lang mit einem Monatsticket für nur 9 € gefördert und der Mindestlohn wird auf 12 € erhöht. Um nur einige der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Maßnahmen zu nennen.

Natürlich müssen wir uns fragen, was hier vor Ort noch getan werden kann. Wir müssen froh sein, dass wir in Echterdingen einen Tafelladen haben, der vom Kreisdiakonieverband getragen wird. Dort werden Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs, die bei Spendern abgeholt wurden, aufbereitet und zu kleinen Preisen an Bedürftige abgegeben. Die Tafel trägt sich durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Für diesen Einsatz möchten wir uns herzlich bedanken und wir werden überlegen, wie wir die absolut notwendige Tätigkeit des Tafelladens noch stärker unterstützen können. Wir sind auch froh, dass es den Stadtpass gibt, der seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Miteinanders in unserer Stadt ist. Er ermöglicht es einkommensschwächeren Bürgerinnen und Bürgern und vor allem ihren Kindern, am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilzuhaben. Wir sind sehr gespannt auf den nächsten Bericht der Verwaltung über die Inanspruchnahme der Stadtpassleistungen im Jahr 2021, der für September 2022 angekündigt ist. Wir werden dann genau prüfen, inwieweit eine Anpassung der Einkommensgrenzen oder eine Erweiterung des Leistungsumfangs erforderlich ist.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion