Vor kurzem hat der Gemeinderat der künftigen Konzeption für das Stadtmarketing für Leinfelden-Echterdingen zugestimmt. Damit werden der Einzelhandel unserer Stadt gestärkt, die Ortszentren aufgewertet und die Handelsstrukturen wo immer auch möglich sinnvoll unterstützt.
In allen Stadtteilen gibt es Geschäfte für den täglichen Bedarf. Das ist wichtig für die Grundversorgung der Menschen in unserer Stadt. Darüber hinaus finden wir vor allem in Echterdingen und Leinfelden Einkaufsmöglichkeiten für fast alle Bedürfnisse. Einkaufen ist nicht nur das Besorgen von Dingen, sondern auch die Begegnung mit Anderen. Ein Gespräch, der Austausch über Neuigkeiten oder über das Wetter und hoffentlich bald nicht mehr über Corona, das alles kann bei einer gut gepflegten Einzelhandelsstruktur zum Wohlbefinden beitragen. Durch eine Stadt mit leerstehenden Ladengeschäften zu gehen ist hingegen nicht besonders schön. Deshalb ist es jetzt so wichtig, die vorhandene Kaufkraft möglichst auch im Ort zu binden. Vor allem die hier wohnenden Menschen profitieren von der Vielfalt der Möglichkeiten. Nach Leinfelden-Echterdingen pendeln fast 30.000 Personen tagtäglich zum Arbeiten ein. Auch hier steckt viel Potential, wenn das Angebot stimmt. Die Vorstellung, dass die Messebesucher, die hoffentlich bald wieder kommen, auch in Leinfelden-Echterdingen einkaufen gehen, dürfte auf eine kleinere Minderheit beschränkt bleiben. Deshalb wollen wir uns mit den Maßnahmen des Stadtmarketings auf die hier lebenden und arbeitenden Menschen konzentrieren.
Die Dynamik, die in der Arbeitsgruppe Stadtmarketing zu spüren war, muss jetzt rasch in der ganzen Stadt spürbar werden. Der Gemeinderat hat für Marketingmaßnahmen rd. 25.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt, und zur Umsetzung des Konzeptes werden ab 2022 zusätzlich 1,5 Stellen geschaffen, was für die Größe unserer Stadt und die Bedeutung des Standortes angemessen ist. Ziel ist es, das Stadtmarketing bei der Filderhalle-GmbH anzusiedeln, um dort professionell und eng mit dem Handel und Gewerbe zusammenzuarbeiten. Die Ideen, wie z.B. Open-Air-Kino auf dem Neuen Markt in Leinfelden, um nur ein Beispiel zu nennen, sollen wieder stattfinden und viele andere Aktivitäten die Ortskerne beleben. Wir setzten sehr viel Hoffnung in diese Konstruktion und wünschen uns allen ein gutes Gelingen zum Wohle unserer lebens- und liebenswerten Stadt Leinfelden-Echterdingen!
Erich Klauser für die SPD-Fraktion
Bei unserer digitalen Landesvertreter*innenversammlung am 08. Mai 2021 wurde folgende Landesliste zur Bundestagswahl 2021 vorgeschlagen:
Landesliste zur Bundestagswahl 2021
Die Liste wurde durch Briefwahl bestätigt.
Auf Bitten der SPD-Fraktion stellte kürzlich die Verwaltung die Belegungssituation in den Kitas vor. Obwohl in den letzten Jahren etliche neue Einrichtungen geplant, saniert, erweitert und neu gebaut wurden, gibt es leider weiterhin Wartelisten. Das darf nicht sein. Aktuell fehlen 57 Plätze für Kindergartenkinder, davon allein 33 in Echterdingen und 16 in Stetten. Für die Betreuung der Kleinkinder fehlen in der Stadt 56 Plätze, 22 davon in Echterdingen und 12 in Stetten. Damit ist ein beträchtlicher Handlungsbedarf gegeben, der für uns nicht überraschend kommt, sondern vorhersehbar war. Zunächst einmal ist es enorm wichtig, dass der Kindergarten St. Gabriel in Stetten, wo kürzlich der Spatenstich erfolgte, zügig gebaut wird; und auch bei der Kita am Stangenkreisel in Echterdingen muss der „Planungszug“ nun wirklich Fahrt aufnehmen. Wir begrüßen für die Interimsphase ausdrücklich die Ideen der Verwaltung, Mehrzweckräume in Gruppenräume umzuwandeln oder eine Sportkitagruppe einzurichten. Das geht natürlich nur, wenn ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Das wird allerdings zunehmend zum Problem. Etliche Stellen sind derzeit leider nicht besetzt. Im Jahresdurchschnitt war von bis zu 10 Stellen die Rede. Der Markt ist leergefegt. Die Gewinnung von Personal und die Bindung an die Stadt als Arbeitgeberin werden deshalb immer wichtiger.
... wir müssen neue Wege gehen bei der Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern
Bereits seit einigen Jahren setzt die Stadt auf die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) im Erzieherbereich. Durch eigene Ausbildung von Fachkräften wird dabei ein Grundstein gelegt, um Fachkräfte längerfristig zu binden. Die SPD-Fraktion hat dies immer unterstützt und nun angeregt zu prüfen, ob hier nicht noch mehr möglich ist. Zudem haben wir zugestimmt, dass gemeinsam mit Filderstadt versucht werden soll, Fachkräfte aus Spanien für die Tätigkeit auf der Filder zu gewinnen. Einen Versuch sollte uns das wert sein. Wir haben die Verwaltung auch gebeten zu prüfen, ob zum Start dieses Projekts im Herbst 2022 nicht eine vorübergehende Unterbringung der Erzieherinnen im städtischen Gebäude „Bahnhöfle“ in Oberaichen möglich wäre. Eine gemeinsame Eingewöhnung in ein neues Arbeitsumfeld wäre sicher leichter und die Wohnungssuche könnte ohne Hektik erfolgen. Wir müssen wirklich alles dafür tun, um zu vermeiden, dass neue Gruppen in den Kitas nicht in Betrieb gehen können, weil das dafür benötigte Personal fehlt.
Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Seit mehr als einem Jahr ist das Hallenbad in Leinfelden aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Das ist bitter für die zahlreichen Nutzerinnen und Nutzer aus Schulen, Vereinen und für alle Menschen, die gerne schwimmen. Jetzt wird diskutiert, das Bad vorzeitig stillzulegen und abzureißen. Sinkende Infektionszahlen und steigende Impfquoten deuten jedoch darauf hin, dass vielleicht im Herbst des Jahres das Hallenbad wieder geöffnet werden kann. Diese Chance sollten wir nutzen. Natürlich könnten mit einem schnellen Abriss Kosten bspw. für Strom und Wasser eingespart werden, andererseits entstehen dann wieder neue Kosten, weil die Baustelle abgesichert werden muss. Einnahmen aus Eintrittsgeldern könnten auch nicht erzielt werden. Wir wissen heute, dass der bereits laufende Wettbewerb für den Bau des neuen Hallenbads noch bis Ende 2021 dauern wird. Dann kommt eine vertiefte Planungsphase für das Architektenteam und die Ausschreibung der zahlreichen Gewerke. Mit dem Neubau kann frühestens Mitte 2023 begonnen werden. Wenn wir also jetzt das alte Hallenbad abreißen würden, haben wir keine Zeit gewonnen. Es wird keinen früheren Baubeginn für das neue Bad geben. Wenn das alte Bad im Herbst wiedereröffnet werden könnte, hätten Bevölkerung, Schulen und Vereine noch die Möglichkeit, mindestens 1,5 Jahre im Bad zu schwimmen. Das Bad ist derzeit betriebsbereit. Es ist zwar in die Jahre gekommen, die Badetechnik ist störanfällig. Keiner weiß, wie lange insbesondere die Filteranlage noch durchhält. Wir setzen uns dennoch dafür ein, das Bad zu öffnen, sobald es die Corona-Bedingungen zulassen und es dann so lange zu nutzen, wie es möglich ist. Sollten größere Reparaturen notwendig werden, was wir nicht hoffen, könnten wir die Entscheidung dann immer noch überprüfen.
… Zeitplan bis zur Eröffnung des neuen Bads für alle nachvollziehbar erklären.
Um Missverständnisse zu vermeiden, muss der Zeitplan für den Bau des neuen Hallenbads nachvollziehbar im Amtsblatt erklärt werden. Darum haben wir die Verwaltung dringend gebeten. Uns ist wichtig, dass das Schwimmen in unmittelbarer Nähe zu den Schulen in Leinfelden wieder möglich und das Zeitfenster ohne Hallenbad minimiert wird. Und wir müssen angesichts des Fachkräftemangels das Personal des Bades halten und ggfs. mit anderen Aufgaben betrauen. So könnte es bspw. im Goldäckerbad eingesetzt werden, wenn dieses übergangsweise an den Wochenenden für die Öffentlichkeit geöffnet wäre.
Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion