SPD-Stadtrat Joël J. JetterEndlich konnte eine finanzielle Förderung der mobilen Jugendarbeit von Seiten der Stadt erreicht werden! Diesen Erfolg, der auch mithilfe der SPD-Fraktion im Gemeinderat erreicht werden konnte, ist ein wichtiger Fortschritt für das soziale Zusammenleben von Jugendlichen in unserer Stadt.
Bereits seit über einem Jahr setzt sich die SPD-Fraktion und der Gemeinderat für das Pilotprojekt „Mobile Jugendarbeit in Leinfelden-Echterdingen“ des Stadtjugendrings durch diverse Anträge ein. Nun wurde in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats endlich der Beschluss gefasst, das Projekt des Stadtjugendrings – und damit einen wichtigen Bestandteil des sozialen Friedens der Stadt – finanziell zu fördern.
Mobile Jugendarbeit kann viel erreichen - und kostet wenig
Im Gegensatz zur Arbeit in Jugendhäusern spricht die Mobile Jugendarbeit ein Milieu an, das sich eher selten in Jugendhäusern aufhält. Gemeint sind sogenannte Jugendliche, die durch’s Raster fallen. Nachdem sich im vergangenen Jahr Vorfälle mit Konflikten solcher Jugendlicher an mehrehren Orten der Stadt häuften, war klar: Es braucht die Mobile Jugendarbeit! Durch sie werden eben diese Jugendlichen von der Straße in die Jugendhäuser geholt und weitere Vorfälle präventiv vermieden. Und obwohl das Projekt des Stadtjugendrings erst seit weniger als einem Jahr läuft, konnten bereits jetzt spürbare Verbesserungen erzielt werden. Vor allem am Neuen Markt wurden zahlreiche Jugendliche angesprochen und soziale Beziehungen geknüpft. Langfristig kann eine gut ausgestattete Mobile Jugendarbeit noch stärkere Ergebnisse erreichen. Da der Stadtjugendring das Projekt bisher aus den eigenen begrenzten Mitteln finanzierte, gab es einen interfraktionellen Antrag auch mit Unterstützung der SPD-Fraktion, diese Arbeit finanziell zu fördern. Die Summe dafür beträgt bei der beschlossenen 70%-Stelle nicht einmal 40.000€. Der Nutzen ist gleichzeitig enorm.
Trotz dieses wichtigen Zwischenziels ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht
Nun steht zwar fest, dass Leinfelden-Echterdingen weiterhin die Mobile Jugendarbeit finanziert – allerdings nur auf zwei Jahre befristet. In dieser Zeit möchte man Finanzierungquellen in den aktuellen städtischen Ausgaben ausfindig machen, um eine dauerhafte Förderung zu erreichen. Besonders im Visier stehen hier natürlich die Ausgaben für den Jugendbereich.
Ausgaben des Jugendbereichs dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!
Wir als SPD-Gemeinderatsfraktion sagen ganz klar: Die Finanzierung dieses vergleichsweise kleinen Betrags darf nicht aus dem ohnehin schon klammen Geldtopf der Jugendarbeit kommen. Die Stadtverwaltung sollte auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten nicht nur diesen Bereich, sondern das gesamte städtische Budget abklappern. Das haben wir auch in der vergangenen Gemeinderatssitzung so ausgesprochen. Unsere Ausgaben für Jugendarbeit im Vergleich mit den anderen Großen Kreisstädten des Landkreises befinden sich im hinteren Drittel – dabei sind Jugendliche unsere Zukunft! Mobile Jugendarbeit ist eben nicht nur eine soziale, sondern auch eine volkswirtschaftliche Maßnahme: Sie bringt marginalisierte Jugendliche zurück auf die Spur und beugt drohende Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe und Kriminalisierung effektiv vor. Für was wir uns ebenfalls auch zukünftig einsetzen ist der weitere Ausbau der Mobilen Jugendarbeit. Diese hat viele Aufgaben, von Einzelfallhilfe über Gruppenarbeit bis hin zur politischen Gremienarbeit und leistet der Stadt enorme Dienste. Es ist daher wichtig, nach der geklärten Finanzierung darüber nachzudenken, wie sich die Mobile Jugendarbeit zukünftig weiterentwickeln soll. Wir freuen uns dennoch über das starke Zwischenergebnis und bedanken uns beim Stadtjugendring herzlich für diese wichtige Arbeit.