Musik gehört für jeden von uns zum Alltag, sei es als Zuhörer zu Hause, in einem Einkaufszentrum oder bei einem Auftritt von Musikerinnen und Musikern auf einer Bühne, in der Oper oder im Konzertsaal, oder aber indem man aktiv Musik in einem Orchester, einer Band oder einer anderen Gruppierung bzw. allein zu Gehör bringen möchte. Musik ist eine universelle Sprache, die uns Menschen miteinander verbindet. Und gerade Leinfelden-Echterdingen ist eine ausgesprochen musikalische Stadt und Heimat vieler professioneller Musikerinnen und Musiker.
Diesen fehlen seit nunmehr zwei Jahren die Live-Auftritte, die ihnen sowohl zur Existenzsicherung dienen als auch zum Austausch von Menschen untereinander wichtig sind. Wenn überhaupt, konnten diese Auftritte nur mit Beschränkungen wie Masken, maximaler Besucheranzahl, als Onlineveranstaltung und/oder mit Impfnachweis stattfinden. Einige Künstler konnten in der vergangenen Zeit mit Lehrtätigkeiten für ihr Einkommen sorgen, einige erarbeiteten und veröffentlichten neue Studioaufnahmen. Viele, die diese Möglichkeiten nicht oder nicht im ausreichenden Maße hatten, sind jedoch in existenzielle Bedrängnis gekommen und suchten sich nicht selten fachfremden Broterwerb. Im letzten Jahr gab es zwar während der Entspannungsphase im Sommer einige Auftritte hiesiger Musikgruppen im Freien, jedoch wollte oft auf Grund der pandemiebedingten Einschränkungen nicht die Stimmung aufkommen wie sonst. Zudem waren Proben in Gruppen sehr schwierig oder sogar ganz ausgeschlossen.
Um die Musikszene in Leinfelden-Echterdingen wieder zu beleben, sind Veranstaltungen mit Publikum eine ganz wesentliche Voraussetzung. Damit dies wieder möglich wird, sollten, wie z.B. in Dänemark, einfach mehr Menschen vom Impfangebot gegen Corona Gebrauch machen. Ein Musiker fasste es so zusammen: Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, wollen offensichtlich, dass es in nächster Zukunft bzw. im nächsten Sommer keine öffentlichen Auftritte der Bands aus Leinfelden-Echterdingen gibt? Damit wir in Leinfelden-Echterdingen auch weiterhin ein gutes Angebot an Bands und weiteren musikalischen Gruppierungen unterschiedlicher Stilrichtungen und Größen erleben können, sollten wir alle in Solidarität mit den Musikerinnen und Musikern die angebotenen Impfmöglichkeiten wahrnehmen. Unterstützen wir also die Möglichkeit, den Zauber der verbindenden Wirkung von Musik auch wieder untereinander und miteinander zu erleben!
Jens Rudat, Stv. Ortsvereinsvorsitzender SPD Leinfelden-Echterdingen
Aktiver engagierter Amateurmusiker
Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist LE noch zu langsam. Sollten wir den Worst Case vermeiden wollen, gilt es also neu zu denken und den Wandel positiv zu gestalten!
Für die Energieversorgung in LE bedeutet das, dass wir die Umstellung auf eine nachhaltige Strom-, Wärme- und Warmwasserversorgung rascher anpacken müssen als dies bislang in den Plänen vorgesehen ist. Die Technologien sind da. Es ist nur eine Frage des Willens und der Finanzierung. Durch Sanierungen den Energieverbrauch zu senken hilft. Hier geht man jedoch davon aus, dass maximal ein Drittel des Bedarfs bis 2040 reduziert werden kann. Viele Altbauten sind nur schwer zu sanieren. Vor allem in Eigentümergemeinschaften ist es oft schwer die gemeinsame Anstrengung einer Energiesanierung auf den Weg zu bringen. Energiesparen wird daher nicht reichen. Was kann darüber hinaus getan werden? Konkret geht es um die „Dekarbonarisierung der Energie“. Also um die Frage, wie die benötigte Energie CO2 neutral bereitgestellt werden kann. Öl und Gas werden spätestens ab 2040 keine Rolle mehr spielen können. Wer seine alte Ölheizung ersetzen muss steht vor der Herausforderung, eine nachhaltige Energieform zu wählen. Das könnte über einen individuellen Mix von Solar-, Geothermie, Wärmetauscher und Photovoltaik erfolgen. Ein anderer Weg wäre Fernwärme, wie sie bereits heute gekoppelt mit der Biogasanlage in den Gärtlesäckern oder der Gartenstadt im Einsatz ist. Die Idee: z.B. Geothermie, Photovoltaik, Abwärme und Langzeitspeicher zentral zu koppeln und dezentral die Wärme an die Häuser liefern. Eine entscheidende Rolle müssen hier die Stadtwerke spielen, um die Wärmenetze aufzubauen. Konkret wird derzeit in einigen Neubau- oder Sanierungsgebieten die Möglichkeit eines solchen Wärmenetzes geprüft. Die Sanierung des Schulcampus PMHG/Goldäcker könnte gemeinsam mit dem Neubaugebiet Goldäcker eine ideale Basis bieten, um auch ein Angebot an die bestehenden Wohngebäude in den Goldäckern zu schaffen, die derzeit meist mit Öl heizen. Ähnliches bietet sich rund um das Hallenbad/IKG oder auch in der historischen Mitte in Echterdingen an.
Unsere Atemluft, unsere geopolitische Unabhängigkeit, unser Geldbeutel und das Klima werden es uns danken, wenn wir als Gesellschaft die Dekarbonisierung der Energie vorantreiben. Die SPD-Fraktion begrüßt es sehr, dass sich die Stadtwerke auf den Weg machen, hier mehr Verantwortung zu übernehmen!
Jens Zellmer für die SPD-Fraktion
Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis! Bei der Heilbronner Oberbürgermeisterwahl wurde Harry Mergel mit einer deutlichen Mehrheit von 81.5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Harry ist seit 2014 OB in Heilbronn. "Herzlichen Glückwunsch, lieber Harry! Das ist ein klarer Auftrag der Heilbronnerinnen und Heilbronner, Deine erfolgreiche Arbeit als Oberbürgermeister von Heilbronn fortzusetzen", gratulierte SPD-Landeschef Andreas Stoch am Sonntag.
Unsere Stadt gehört zum „Speckgürtel“ von Stuttgart. Hier wohnen viele wohlhabende Bürgerinnen und Bürger, die in großen Wirtschaftsunternehmen und Banken eine lukrative Stellung haben oder gehabt haben. Und es gibt hier viele Menschen, die auf ebenso wichtigen, aber geringer bezahlten Arbeitsplätzen beschäftigt sind oder waren.
Der neue Mietspiegel, der auch von der SPD im Gemeinderat mehrfach gefordert wurde und der für Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt ab Anfang Januar 2022 gilt, hat es klar gezeigt: Das Mietniveau in unserer Stadt ist immens hoch. Für den 1.6.2021 zeigte sich eine durchschnittliche Neuvertragsmiete von 11,22 € pro Quadratmeter. Und bei entsprechender Ausstattung und Lage der Wohnung kann der Wert noch viel höher sein. Dieser Durchschnittspreis liegt auch über dem von Stuttgart, und ist laut Amt für Immobilien 46 % höher als der bundesdeutsche Durchschnitt. Wieviele Familien mit mittlerem oder niedrigerem Einkommen können diese Miethöhe stemmen?
Um so mehr freut es uns, dass derzeit mehrere Vorhaben im Gemeinderat – auch auf Drängen der SPD-Fraktion - beschlossen wurden. Dazu gehören:
Die „Wohnraumoffensive LE 2022-2032“: Die Stadt LE übernimmt stärker kommunale Verantwortung für die Wohnungspolitik und beabsichtigt, sich auf den Weg zu einer eigenen Wohnbaugesellschaft zu begeben. Als erster Schritt soll in diesem Jahr ein Regiebetrieb im Amt für Immobilien eingerichtet werden. Ziel des bereits verabschiedeten „Handlungsprogramms Wohnen“ ist es, in den nächsten 10 Jahren rund 3000 neue Wohnungen in privater und öffentlicher Trägerschaft zu erreichen. Damit soll das Wohnungsangebot in LE deutlich vergrößert werden.
In den beiden neuen Baugebieten Schelmenäcker und Goldäcker werden ca. 220 bzw. 180 neue Wohnungen entstehen. Letzteres Gebiet wird 30 % geförderten und 20 % preisgünstigen Wohnungsbau beinhalten! Besonders erfreulich ist auch, dass dieses Baugebiet ökologisch zukunftsträchtig geplant und verwirklicht werden soll: Nach 15 Jahren sollen die Häuser in Bau und Betrieb praktisch emissionsfrei sein! Wir von der SPD freuen uns, dass sich unsere Stadt zu einem Weg entschlossen hat, der ökologisches Bauen mit bezahlbarem Wohnen zusammenbringt!
Regina Gabriel, 2. Stellv. Vorsitzende der SPD LE