Wer fühlt sich nicht manchmal einsam oder allein? Ein bisheriges Tabuthema rückt glücklicherweise mehr und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
So gab es zu diesem Thema z.B. Anfang Mai eine Veranstaltung der evangelischen Kirche Musberg zusammen mit dem Krankenpflegeförder- und Betreuungsverein Musberg, dem Stadtseniorenrat und der Stadt LE. Eine Mitarbeiterin der psychologischen Beratungsstelle Filder sprach zu dem Thema Einsamkeit mit klaren und einfühlsamen Worten.
Einsamkeit ist ein subjektives Empfinden. So kann es sich angenehm anfühlen, wenn man, vielleicht für eine bestimmte Zeit, alleine sein möchte. Einsamkeit wird in der Forschung eher gesehen als eine langanhaltende Situation mit wenig Hoffnung auf erwünschte Änderung; darunter kann die Seele auf Dauer leiden. Laut einer Studie des Deutschen Alterssurveys (DEAS) aus 2020 gaben 14 % der 46 - 90-Jährigen an, Einsamkeit zu empfinden. Weitere Studien zeigen, dass v.a. Kinder, Jugendliche und Menschen über 60 Jahre, Alleinstehende oder Verwitwete sich davon betroffen fühlen. Die lange Coronazeit führte zu einer deutlichen Erhöhung des Einsamkeitsrisikos. Und jetzt, wo die Coronamaßnahmen stark gelockert sind, fühlen sich viele Menschen noch ungeübt in der erneuten Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, Vereinen und Treffs.
Was kann man tun gegen die Einsamkeit? In dem o.a. Vortrag wurde z.B. genannt: eine Tagesstruktur einhalten, menschliche Nähe suchen, Musik hören, sich bewegen, Kreatives machen, angenehme Düfte genießen und neugierig bleiben!
In unserem Amtsblatt erscheinen jede Woche die verschiedensten Angebote zu Treffen in der Freizeit und zu Tätigkeiten im Ehrenamt. Ein wichtiger Ort für Senioren und Seniorinnen sind sicherlich der Treff Impuls in Leinfelden und der Treff Zehntscheuer in Echterdingen, die glücklicherweise seit geraumer Zeit wieder geöffnet haben. Nicht nur die früheren Gruppen, wie z.B. Tanz, Gymnastik, Kochen oder Pressestammtisch, können sich wieder treffen. Es gibt auch neue Angebote, wie z.B. in Echterdingen das Kontaktcafé, die Suppenküche zum gemeinsamen Essen oder in Leinfelden das Café „Schwätzle“. Einfach hingehen und neue Leute treffen! Nur Mut!
Regina Gabriel, 2. stellv. Vorsitzende SPD LE
Beim Einkaufen, an der Tankstelle, bei den Nebenkosten und den Mieten ist es täglich spürbar: das Leben ist für viele Menschen in den letzten Wochen spürbar teurer geworden. So lag im April 2022 die Teuerungsrate in Baden-Württemberg bei stolzen 7,0 Prozent. Für die Bevölkerungsgruppen, die ohnehin schon weniger im Geldbeutel haben, wird es wirklich schwer. Da zählt oft jeder Cent. Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende, etliche Rentnerinnen und Rentner sowie Flüchtlinge sind von den steigenden Preisen überproportional belastet. Die Geldsorgen werden größer.
Die Bundesregierung hat schnell und entschlossen gehandelt und umfangreiche Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Von der einmaligen Energiepreispauschale in Höhe von 300 € über den Heizkostenzuschuss für Menschen mit geringem Einkommen, die Erhöhung der Werbungskostenpauschale, einen einmaligen Familienzuschuss von 100 € sowie einem einmaligen Zuschuss für Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen von 200 € pro Person. Der öffentliche Personennahverkehr wird drei Monate lang mit einem Monatsticket für nur 9 € gefördert und der Mindestlohn wird auf 12 € erhöht. Um nur einige der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Maßnahmen zu nennen.
Natürlich müssen wir uns fragen, was hier vor Ort noch getan werden kann. Wir müssen froh sein, dass wir in Echterdingen einen Tafelladen haben, der vom Kreisdiakonieverband getragen wird. Dort werden Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs, die bei Spendern abgeholt wurden, aufbereitet und zu kleinen Preisen an Bedürftige abgegeben. Die Tafel trägt sich durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Für diesen Einsatz möchten wir uns herzlich bedanken und wir werden überlegen, wie wir die absolut notwendige Tätigkeit des Tafelladens noch stärker unterstützen können. Wir sind auch froh, dass es den Stadtpass gibt, der seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Miteinanders in unserer Stadt ist. Er ermöglicht es einkommensschwächeren Bürgerinnen und Bürgern und vor allem ihren Kindern, am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilzuhaben. Wir sind sehr gespannt auf den nächsten Bericht der Verwaltung über die Inanspruchnahme der Stadtpassleistungen im Jahr 2021, der für September 2022 angekündigt ist. Wir werden dann genau prüfen, inwieweit eine Anpassung der Einkommensgrenzen oder eine Erweiterung des Leistungsumfangs erforderlich ist.
Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Geschafft!
Die letzte Hürde zum 9-Euro-Ticket ist genommen. Nach dem gestrigen Beschluss im Bundestag haben heute auch die Länder im Bundesrat dem 9-Euro-Ticket zugestimmt. Damit kann das Ticket wie geplant zum 1. Juni starten - auch in Baden-Württemberg!
Kaufen könnt Ihr es übrigens schon ab nächsten Montag (23.5.).
Was Ihr sonst noch über das Ticket wissen müsst, haben wir Euch hier zusammengestellt.
Mit großer Erleichterung reagiert der SPD-Landesverband Baden-Württemberg auf das vierte Corona-Steuerhilfegesetz sowie auf das Pflegebonusgesetz, welche heute im Bundestag verabschiedet werden sollen.
„Mit dem Bonus für Pflegekräfte und dem neuen Corona-Steuerhilfegesetz leistet die Ampel einen elementaren Beitrag zur Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie, sowohl für Arbeitnehmer:innen, als auch für Unternehmen,“ betont der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch, und ergänzt: „Pflegekräfte haben während der Pandemie unglaubliche Arbeit geleistet. Ihre Mehrarbeit auch finanziell zu würdigen, setzt ein wichtiges Signal.“ Potenziell könnten über 200.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg von dem Pflegebonus profitieren. „Und mit den Hilfen, die der Bund nun mit dem neuen Steuerhilfegesetz umsetzen will, werden sowohl Beschäftigte entlastet als auch viele kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, die hier in Baden-Württemberg während der Pandemie besonders in Bedrängnis geraten sind,“ so Stoch weiter.