Presseecho
Wie steht es um die Zukunft der (haus-)ärztlichen Versorgung in unserem Landkreis? Welche Rolle sehen der Landkreis Esslingen und die Stadt Nürtingen hierbei für sich? Wie stellen wir eine langfristige gute (haus-)ärztliche Versorgung in unserer Raumschaft sicher?
Die SPD-Kreistagsfraktion Esslingen lädt in Kooperation mit der SPD Nürtingen zu einem Austausch zur Entwicklung der (haus-)ärztlichen Versorgung im Landkreis Esslingen ein.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24.09.2025 um 19.30 Uhr im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung (Am Obertor 15, 72622 Nürtingen) statt. Ihr Kommen haben bereits Landrat Marcel Musolf, Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich, Nürtingens Bürgermeisterin Annette Bürkner sowie die Gesundheitsamtsleiterin Dr. Dominique Scheuermann angekündigt.
Nachdem der Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss bereits in der Sitzung am 15.07.2025 eine Machbarkeitsstudie für ein neues Feuerwehrhaus in Leinfelden in Auftrag gab, zogen der Technische Ausschuss und der Gemeinderat in ihren letzten Sitzungen vor der Sommerpause nun nach: In Unteraichen an der Stuttgarter Straße soll nun das neue Zuhause der Leinfeldener Feuerwehr auf einem bisher leeren Grundstück entstehen. Hintergrund ist der neue Feuerwehrbedarfsplan (FBP), der als eine Art von Bedarfsanleitung für die Stadt erstellt wird. Unter anderem geht daraus zum Beispiel hervor, welche Fahrzeuge die Feuerwehr in nächster Zeit benötigt. Ebenso hat der FBP festgestellt, dass die größte infrastrukturelle Herausforderung unserer Feuerwehr die baulichen Mängel des Feuerwehrhauses in Leinfelden sind. Es muss dringend ein neuer Standort her, der nun in Unteraichen gefunden wurde. Dafür musste allerdings noch der Flächennutzungsplan unserer Stadt geändert werden – vor dem Beschluss war dort ein reines Mischgebiet ausgewiesen. Der Technische Ausschuss und der Gemeinderat haben die Fläche für das neue Feuerwehrhaus nun als „Gemeinbedarf“, und die Fläche um das Autohaus nun als „Gewerbegebiet“ gekennzeichnet.
SPD-Fraktion steht hinter dem Beschluss
Wir als Fraktion möchten das Vorhaben unbedingt unterstützen: Nicht nur werden am bisherigen Standort neue Flächen frei, die zukünftig sinnvoll genutzt werden können. Auch bringen wir am neuen Standort Ordnung in den Flächennutzungsplan und haben zudem eine tolle Lage für ein neues Feuerwehrhaus. Der direkte Anschluss an die Stuttgarter Straße sorgt für eine schnelle Anbindung an das gesamte Stadtteilgebiet Leinfelden. Die Planungen sind im Austausch mit der Feuerwehr entstanden, die das Projekt ebenfalls befürwortet. Wir würden es begrüßen, wenn die Stadtverwaltung auch in den zukünftigen Schritten in enger Abstimmung mit der Feuerwehr bleibt.
Für den hervorragend ausgearbeiteten Beschluss möchten wir uns daher insbesondere beim Stadtplanungsamt bedanken. Wir freuen uns auf ein schönes neues Feuerwehrhaus, das für die Sicherheit der Stadt einsteht. Joël Jetter für die SPD-Fraktion
Die Planungen für unser traditionelles Sommerfest bei der Mäulesmühle laufen bereits auf Hochtouren. In diesem Jahr findet unser Fest am Sonntag, 14. September, von 11 bis 17 Uhr statt. Wie gewohnt gibt es leckere Speisen vom Grill, Maultaschen und ein großes Kuchenbüfett. Auch für Vegetarier ist gesorgt. Außerdem findet wie immer eine Tombola mit attraktiven Preisen statt. Es hat sich bereits viel politische Prominenz angekündigt: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Schmid ist ebenso unser Gast wie der SPD-Landtagskandidat Tim Reeth und wie Rainer Arnold, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, mit seiner Band und bester musikalischer Unterhaltung. Besuchen Sie uns am 14. September und verbringen Sie mit uns einen schönen Tag bei der Mäulesmühle!
Am 9. Juli fand eine Veranstaltung der SPD-Kreistagsfraktion zum Thema „Kommunale Wohnungsbaugesellschaft – ein Modell für den Landkreis Esslingen?“ im Leinfelder Haus statt. Die Versorgung mit Wohnraum ist eine zentrale Frage, denn vor allem im Ballungsraum wie in der Region Stuttgart ist Wohnraum so knapp und teuer, dass er für viele zum drängenden Problem wird, man denke nur an junge Familien, zuziehende Fachkräfte und Seniorinnen und Senioren. Die Veranstaltung war mit ca. 40 Personen gut besucht, darunter zahlreiche Kreisrätinnen und Kreisräte, auch von anderen Fraktionen, viele Interessierte aus dem SPD-Ortsverein LE und Fachleute zum Thema Wohnungsbau.
Kein Wunder, denn Referent war der Geschäftsführer der Kreisbaugruppe Rems-Murr, Dirk Braune. Der Rems-Murr-Kreis ist einer der wenigen Landkreise, der seit 75 Jahren selbst durch eine von ihm beherrschte Gesellschaft sozialen Wohnungsbau betreibt. Die SPD-Kreistagsfraktion denkt daran, auch einen Einstieg des Landkreises Esslingen in den Wohnungsbau anzustreben. Da bietet es sich an, von erfolgreichen Beispielen zu lernen. Herr Braune konnte einen guten Überblick über die Tätigkeit der Kreisbaugesellschaft im Rems-Murr-Kreis geben. Diese hat 1.023 Wohneinheiten und außerdem drei Gesundheitszentren und 48 Gewerbeeinheiten im Bestand, die sie vermietet. Das schafft die notwendigen Erträge für die Neubautätigkeit: hier verfolgt die Kreisbau seit 2017 ein Konzept zum Neubau von 500 Wohnungen, seit 2022 zusätzlich von weiteren 290 Wohnungen. Außerdem betätigt sich die Kreisbau in der Verwaltung fremder Wohnungen sowie der landkreiseigenen Immobilien. Eine solche Neubautätigkeit sei nur in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden möglich, betonte Herr Braune. Diese würden die Grundstücke i.d.R auf 50 Jahre in Erbpacht zur Verfügung stellen, ohne dafür einen Zins zu verlangen. Die Kommunen stellen für einen Teil der Bausumme Kommunalbürgschaften. Die Wohnungen werden dann 33% unter Marktpreis an Berechtigte vermietet. Die Durchschnittsmiete beträgt 8,5 €/m², die Durchschnittswohnfläche 60 m². Auf eine gute Lage der Bauten in der Gemeinde wird sehr geachtet. Zur Finanzierung dienen zudem staatliche Zuschüsse für sozialen Wohnungsbau, Eigenkapital, KfW-Förderung und Ergänzungsdarlehen.
In der anschließenden, lebhaften Diskussion spielten die zahlreichen einengenden Standards bei Neubauten, die Bedeutung eines vertrauensvollen Verhältnisses zu den beteiligten Kommunen sowie die Herausforderung, Kapital zur Sanierung der Wohnungen aufzubringen, um Klimaneutralität zu erreichen, eine Rolle. Zentral sind auch die Konditionen am Kapitalmarkt. Wie Herr Braune und Michael Medla, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, in ihren abschließenden Statements betonten, gibt das vorgestellte Modell wichtige Impulse, kann aber nicht 1:1 übernommen werden, denn es hat sich in langen Jahren ganz individuell entwickelt. Ulrich Bartels, SPD-Kreisrat aus LE
Foto: Dirk Braune, Michael Medla und Ulrich Bartels (v.l.). Foto: Ulrich Bartels
Die vergangenen Wochen waren geprägt von Zeitungsartikeln, Social-Media-Posts und Diskussionen, welche von „randalierenden Jugendlichen“ berichteten, die unter anderem am Neuen Markt oder am Zeppelinplatz ihr Unwesen treiben würden. Es wurde sogar von „Rotzlöffeln“ gesprochen, die eine Gefahr für unsere Stadt darstellten. Das Thema erreichte jüngst auch den Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss (VKS) des Gemeinderats.
Ja, diese Problematik existiert. Es finden sich tatsächlich vermehrt Jugendliche, gerade an Wochenendabenden, die sich an öffentlichen Plätzen versammeln. Einzelne davon zeigen auch auffälliges oder sogar strafbares Verhalten. Klar ist jedoch auch: Es gilt, diese Jugendlichen nicht zu dämonisieren, sondern die Ursache ihres Verhaltens zu hinterfragen. Der Stadtjugendring (SJR) warnt aktuell vor der Bandenkriminalität im Landkreis Esslingen, Minderjährige aus schlechten sozialen Lagen werden gezielt angesprochen. Auch wenn die Lage in unserer Stadt momentan noch verhältnismäßig kontrollierbar ist, sprechen benachbarte Kommunen bereits von der „Ruhe vor dem Sturm“. Unsere Stadt könnte perspektivisch ebenfalls betroffen sein.
Die Lösung des Problems? Mobile Jugendarbeit!
Bürgermeister Dr. Kalbfell betonte in der vergangenen VKS-Sitzung zu überlegen, eine externe Security-Firma zu engagieren, um die Ordnung an den erwähnten Orten wiederherzustellen. Unsere Meinung dazu ist klar: Security oder eine erhöhte Polizeipräsenz können nicht allein die Lösung sein! Sie bekämpfen lediglich die Symptome einer Ursache, die viel tiefer geht. Aktuell gibt es in Leinfelden-Echterdingen keine sogenannten „Streetworker“, also im öffentlichen Raum agierende Sozialpädagogen, die in solchen Situationen präventiv oder vermittelnd tätig werden könnten. Gerade für Jugendliche aus benachteiligten sozialen Gruppen, die durch bestehende Unterstützungsangebote nicht erreicht werden, ist solch eine mobile Jugendarbeit essenziell. Sie ermöglicht den Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen und das frühzeitige Erkennen und Aufgreifen ihrer Bedürfnisse.
Diese Jugendlichen suchen Anschluss und öffentliche Orte, an denen sie sich treffen können. Genau dort muss von einer mobilen Jugendarbeit eingegriffen und Gewaltprävention betrieben werden. Dies kann durch die Einführung des Pilotprojekts „Mobile Jugendarbeit in LE“, das der Stadtjugendring zur Zeit ausarbeitet, gelingen. Der Stadtjugendring (SJR) will die hierfür erforderliche Stelle für ein Jahr zu 100 % selbst finanzieren, für die Stadt entstünden keine Kosten.
Um die Chancen und das Potential der mobilen Jugendarbeit auch für die Stadt sichtbar zu machen, reichten wir daher in der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Dienstag einen Antrag ein, der um die dokumentierte Begleitung des SJR-Projekts von Seiten der Stadtverwaltung bittet. Die Ergebnisse der mobilen Jugendarbeit sollen dem VKS durch eine vierteljährliche Berichterstattung vorgestellt werden. Auf Basis dieser Berichte kann dann evaluiert werden, inwiefern die mobile Jugendarbeit von städtischer Seite unterstützt werden soll. Bei dieser wichtigen Thematik besteht entschiedener Handlungsbedarf: Lassen wir die mobile Jugendarbeit außen vor und schauen dem Problem weiter zu, drohen unserer Stadt große Schäden. Joël Jetter für die SPD-Fraktion