Die Landesregierung stärkt die Bildung im Land. In einem Nachtragshaushalt, der heute auf den Weg gebracht wurde, sind für die Jahre 2015 und 2016 für bildungspolitische Maßnahmen rund 141 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen. Darüber hinaus sollen die Mittel für die Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung um rund 366 Millionen Euro aufgestockt werden. Auch die Finanzierung des Sonderprogramms zur Bekämpfung des islamistischen Terrors soll über den Nachtragshaushalt mit knapp 27 Millionen abgedeckt werden.
Gestern wurde in der Aula der Grundschule Wolfschlugen die Mausklick-Gemeinschaft Wolfschlugen für ihre Leistungen im bürgerschaftlichen Engagement mit dem Werner-Weinmann-Preis ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis mit 1000 Euro. Nils Schmid brachte es in seiner Festrede auf den Punkt: „Baden-Württemberg ist das Ehrenamtsland schlechthin, mit einem Anteil von 40 Prozent der Bürger, die sich freiwillig und unentgeltlich engagieren.“
Amtsblattartikel vom 20.3.2015: Um das richtige pädagogische Konzept kann man ringen. Das Altbekannte liegt einem immer näher als das Neue. Aber wenn das engagierte Lehrerkollegium einer Schule mit dem Wunsch sich weiter zu entwickeln an den Gemeinderat heran getreten ist, wurden diesem Wunsch bisher noch nie Steine in den Weg gelegt. Auch wenn einige skeptisch waren gegenüber manch musikalisch-, sprachlich-, oder naturwissenschaftlichem Konzept. Der Tenor war stets: „Auch wenn wir persönlich es anders machen würden; warum sollen wir ein motiviertes Kollegium ausbremsen?“ Natürlich ist die Einrichtung eines Zuges etwas anderes als eine neue Schulform. Dennoch fragen wir, warum ein engagiertes Kollegium ausgebremst wird, das die Ludwig Uhland Schule (LUS) weiter entwickeln will?
Liegt es an der Angst vor Veränderung? Liegt es an der kommenden Landtagswahl? Oder ist es dem Lobbyismus der Gymnasien geschuldet, die stark gegen die Weiterentwicklung der Werkrealschule Position bezogen haben? Beim Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung konnte man von den Gymnasien und der Realschule hören, dass sich nun Schüler anmelden, die wahrscheinlich später scheitern werden. Wenn nun die Werkrealschule gestärkt werden soll, heißt es: „Das geht zu Lasten der Realschule und des Gymnasiums.“
Für mich persönlich wäre die Gemeinschaftsschule genau das Richtige gewesen. Wenn ich die Unterrichtsthemen schrittweise in meinem Tempo hätte lernen dürfen. Und wenn erst dann der nächste Schritt gekommen wäre, wenn ich die Grundlagen wirklich gekonnt hätte. Über die pädagogischen Ansätze kann man sich natürlich streiten, aber eine Frage sollte doch eigentlich allen Gemeinderäten am Herzen liegen: Wie können wir als Stadt Bedingungen schaffen, damit unsere Kinder die beste Bildung und Ausbildung erhalten? Unabhängig von Begabung, sozialer Herkunft und unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.
Diese Antwort bleiben die Fraktionen, die sich gegen den Antrag der LUS stellen schuldig – welche Schule sollen die etwa 75 Schüler pro Jahr mit Werkrealschulempfehlung künftig besuchen? Die SPD Fraktion ist bereit, die LUS weiter zu unterstützen und auch eine Lobby für die Kinder zu schaffen, die mehr Förderbedarf haben. Jens Zellmer für die SPD Fraktion
„Baden-Württemberg besitzt eine moderne, innovative und erfolgreiche Verwaltung. Damit das so bleibt, haben wir die Kampagne ‚Vielfalt macht bei uns Karriere - Willkommen im öffentlichen Dienst‘ initiiert. Wir wollen die besten Talente für den öffentlichen Dienst – unabhängig von ihrer Herkunft. So bleibt unsere Verwaltung zukunftsfähig“, sagte Integrationsministerin Bilkay Öney heute bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne in Stuttgart. Initiatoren sind das Ministerium für Integration, die kommunalen Landesverbände, der Beamtenbund und der DGB.