Amtsblattartikel vom 27.5.2016: Wie Sie, liebe Leser, wissen ist die Kommunalpolitik „nur“ ein Teilbereich der politischen Ebenen. In der jüngeren Geschichte Deutschlands gibt es vier Ebenen der Politik: Die Kommunalpolitik (Stadt, Gemeinde), die Landespolitik (Baden-Württemberg, etc.), die Bundespolitik (BRD) und die EU, also die europäische Ebene. Alle Ebenen hängen miteinander zusammen und sind miteinander verflochten, die Auswirkungen von Entscheidungen bekommen wir Bürgerinnen und Bürger gerade auch in unserem Alltagsleben zu spüren.
Die SPD beschäftigt sich intensiv mit allen Politikebenen. Die SPD hat fast eine halbe Million Mitglieder - Menschen, die bereit sind, ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft für etwas hinzugeben, das größer ist als das eigene berufliche Fortkommen oder das private Lebensglück. Menschen, die sich für etwas so vermeintlich Altmodisches wie den gesellschaftlichen Zusammenhalt oder Chancengerechtigkeit einsetzen. Auch in Leinfelden-Echterdingen.
Wir alle geben viel Zeit für dieses Engagement. Aber weil, wie eingangs erwähnt, die verschiedenen politischen Ebenen heute mehr denn je zusammenhängen, ist es notwendig, sich als Partei neu aufzustellen. Die letzten Wahlergebnisse sind für die SPD eine enorme Herausforderung, sich wieder Gehör zu verschaffen und das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Vor diesem Hintergrund gibt es auf vielen Organisationsebenen Diskussionsforen und Arbeitskreise, um sich mit den Problemen und Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft auseinanderzusetzen. So z.B. auch auf Kreisebene (siehe Termine). Wir laden dazu alle Mitglieder herzlichst ein.
Erich Klauser für die SPD-Fraktion
Amtsblattartikel vom 20.5.2016: Neben all den negativen Nachrichten, neben all dem Nachrichten-Grau gibt es auch positive Meldungen. Eine solch positive Meldung betrifft unsere Stadt LE: Am 7. Mai liefen rund 150 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten mit Flüchtlingshelfern in einem Dankesmarsch von der Unterkunft auf dem Renault-Gelände bis zum Echterdinger Marktplatz. Unterwegs verteilten die Flüchtlinge Blumen an Passanten und Luftballons an Kinder, auf Plakaten brachten die Schutzsuchenden ihren Dank zum Ausdruck. Besonders erwähnenswert ist, dass die Idee für den Dankesmarsch von den Flüchtlingen selbst stammt.
Auch die SPD LE sagt danke für diese ungewöhnliche Aktion, die hoffentlich dazu beiträgt, noch vorhandene Ressentiments gegenüber den Flüchtlingen abzubauen. Aus eigener Erfahrung als ehrenamtlicher Sprachbegleiter in Stetten weiß ich, dass die Schutzsuchenden auch im Alltag dankbar sind für die Hilfe und für die Sicherheit, die sie in unserer Stadt erhalten. In LE gibt es gleich vier Initiativen, die sich um die Flüchtlinge kümmern: Den Arbeitskreis Asyl LE, den Verein Freundeskreis für Kriegsflüchtlinge LE, die FIS Flüchtlingsarbeit in Stetten und die Gruppe Arbeit und Integration, die zum Verein Lebenswertes LE gehört. All diese Initiativen leisten wichtige ehrenamtliche Arbeit und berichten über ihre Aktivitäten auch regelmäßig im Amtsblatt. So gilt unser Dank all diesen Initiativen, denen übrigens einige Genossinnen und Genossen der SPD LE angehören (wie natürlich auch Mitglieder anderer Parteien und Organisationen). Zuletzt wollen wir all jenen Bürgerinnen und Bürgern danken, die mit Geld- oder Sachspenden die Flüchtlingsarbeit unterstützen bzw. die Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
Sie alle beherzigen das Sprichwort des chinesischen Philosophen Konfuzius, der schrieb: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen“. Sie alle unterscheiden sich mit dieser Haltung von den Rechtspopulisten, die – gerade auch in Bezug auf die Flüchtlinge – nur das Negative sehen und die Gesellschaft mit ihren Hass-Parolen und Verschwörungstheorien zu spalten versuchen. Sich selbst stilisieren die Rechtspopulisten gerne als Opfer (etwa im letzten Amtsblatt), obwohl sie ja selbst Täter sind, indem sie alle Andersdenkenden und Andersgläubigen ausgrenzen und abwerten. Dabei sind Hass und Missgunst wirklich keine Alternative, weder für unsere Stadt, noch für unser Land!
Hans-Ulrich Kramer, Schriftführer der SPD LE