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Amtsblattartikel vom 20.5.2016: Neben all den negativen Nachrichten, neben all dem Nachrichten-Grau gibt es auch positive Meldungen. Eine solch positive Meldung betrifft unsere Stadt LE: Am 7. Mai liefen rund 150 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten mit Flüchtlingshelfern in einem Dankesmarsch von der Unterkunft auf dem Renault-Gelände bis zum Echterdinger Marktplatz. Unterwegs verteilten die Flüchtlinge Blumen an Passanten und Luftballons an Kinder, auf Plakaten brachten die Schutzsuchenden ihren Dank zum Ausdruck. Besonders erwähnenswert ist, dass die Idee für den Dankesmarsch von den Flüchtlingen selbst stammt.
Auch die SPD LE sagt danke für diese ungewöhnliche Aktion, die hoffentlich dazu beiträgt, noch vorhandene Ressentiments gegenüber den Flüchtlingen abzubauen. Aus eigener Erfahrung als ehrenamtlicher Sprachbegleiter in Stetten weiß ich, dass die Schutzsuchenden auch im Alltag dankbar sind für die Hilfe und für die Sicherheit, die sie in unserer Stadt erhalten. In LE gibt es gleich vier Initiativen, die sich um die Flüchtlinge kümmern: Den Arbeitskreis Asyl LE, den Verein Freundeskreis für Kriegsflüchtlinge LE, die FIS Flüchtlingsarbeit in Stetten und die Gruppe Arbeit und Integration, die zum Verein Lebenswertes LE gehört. All diese Initiativen leisten wichtige ehrenamtliche Arbeit und berichten über ihre Aktivitäten auch regelmäßig im Amtsblatt. So gilt unser Dank all diesen Initiativen, denen übrigens einige Genossinnen und Genossen der SPD LE angehören (wie natürlich auch Mitglieder anderer Parteien und Organisationen). Zuletzt wollen wir all jenen Bürgerinnen und Bürgern danken, die mit Geld- oder Sachspenden die Flüchtlingsarbeit unterstützen bzw. die Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
Sie alle beherzigen das Sprichwort des chinesischen Philosophen Konfuzius, der schrieb: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen“. Sie alle unterscheiden sich mit dieser Haltung von den Rechtspopulisten, die – gerade auch in Bezug auf die Flüchtlinge – nur das Negative sehen und die Gesellschaft mit ihren Hass-Parolen und Verschwörungstheorien zu spalten versuchen. Sich selbst stilisieren die Rechtspopulisten gerne als Opfer (etwa im letzten Amtsblatt), obwohl sie ja selbst Täter sind, indem sie alle Andersdenkenden und Andersgläubigen ausgrenzen und abwerten. Dabei sind Hass und Missgunst wirklich keine Alternative, weder für unsere Stadt, noch für unser Land!
Hans-Ulrich Kramer, Schriftführer der SPD LE