SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Anmietung von Wohnraum durch die Stadt: ein wichtiger Schritt ist getan!

Amtsblattartikel vom 10.6.2016: Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat kürzlich die Verwaltung ermächtigt, zunächst befristet bis zum Jahresende, Wohnraum zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen anzumieten. Über diese Entscheidung sind wir als SPD-Fraktion sehr froh und haben seit längerer Zeit dafür intensiv geworben. Zum einen schafft eine dezentrale Unterbringung bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Zum anderen  kann dadurch der Bedarf an Plätzen in neu zu bauenden Gebäuden für die Anschlussunterbringung reduziert werden. Wenn in 10 bereits vorhandenen Wohnungen 20 Personen untergebracht werden, muss die Stadt entsprechend  weniger Wohnraum neu in der Anschlussunterbringung schaffen.

Die in der Diskussion im Gemeinderat vereinzelt vorgetragene Sorge, dass sich dadurch der Wohnraum für geringverdienende Bevölkerungsgruppen verknappt, können wir nicht teilen.  Wir glauben, dass durch die städtische Anmietung von Wohnraum Wohnungen erschlossen werden, die dem Wohnungsmarkt bisher überhaupt nicht (mehr) zur Verfügung gestanden sind, sei es weil Wohnungen sanierungsbedürftig sind oder Vermieter Sorgen und Ängste haben, dass sich Probleme ergeben könnten und die Miete nicht pünktlich gezahlt wird. Selbstverständlich werden wir uns auch in Zukunft weiterhin dafür einsetzen, dass in unserer Stadt bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, sei es in Stetten oder im derzeit in der Erschließung befindlichen Gebiet „Schelmenäcker“. Zu den Möglichkeiten der kommunalen Wohnungswirtschaft planen wir im Übrigen eine öffentliche Veranstaltung nach den Sommerferien.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD Fraktion

 

Erneuerungsprozess: Landesparteitag im Oktober mit Neuwahlen

Der nächste Landesparteitag, auf dem sowohl die inhaltliche Erneuerung beschlossen als auch der gesamte Landesvorstand neu gewählt wird, findet am Wochenende des 22. Oktober 2016 statt.

 

Stoch: Regierungserklärung in weiten Teilen von Phrasen geprägt

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch hat der grün-schwarzen Landesregierung gestern im Landtag vorgeworfen, die Interessen weiter Teile der Gesellschaft in Baden-Württemberg nicht zu vertreten.

 

Nils Schmid kündigt Rückzug als SPD-Vorsitzender an

Nils Schmid hat seinen Rückzug als SPD-Landesvorsitzender angekündigt. Der 42-Jährige erklärte heute auf einer Sitzung der SPD-Kreisvorsitzenden in Stuttgart, auf dem neu angesetzten Parteitag im Oktober nicht erneut als Landesvorsitzender anzutreten.

 

Die SPD Leinfelden-Echterdingen trauert um Ernst Eisenmann

Amtsblattartikel vom 3.6.2016: Wir nehmen Abschied von unserem Mitglied  Ernst Eisenmann, der im Alter von 88 Jahren  verstorben ist. Ernst Eisenmann wohnte seit vielen Jahren im Haus Sonnenhalde in Musberg.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ehrt  Ernst Eisenmann in seiner aktuellen Ausgabe vom 28. Mai 2016 mit folgenden Worten: „Er gehörte zu den Menschen, deren Wirken in eigentümlichem Kontrast zu ihrer öffentlichen Bekanntheit steht. (…) Der gelernte Mechaniker spielte in einer der großen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen der alten Bundesrepublik –  dem Kampf um die 35-Stunden-Woche – eine tragende Rolle.“ 1983 wurde Eisenmann Leiter des mächtigen IG-Metall-Bezirks Baden-Württemberg. 1984 fand einer der härtesten Streiks der Nachkriegsgeschichte statt, der insgesamt 52 Tage dauerte und mit einem Kompromiss endete:  einer ersten Arbeitszeitverkürzung, der 38,5-Stunden-Woche. „Der Spiegel“ schreibt: „Sie war Grundlage für die 35-Stunden-Woche, die 1995 Realität wurde. Der Preis war eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, der Einstieg in die Arbeitswelt von heute.“

Die Gespräche, die ich mit ihm hatte, waren immer sehr interessant. Ernst Eisenmann konnte aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen, er konnte die Zusammenhänge erklären und es kam immer der verantwortungsbewusste Mensch zum Vorschein. Sein Grundsatz, bei gewerkschaftlichen oder politischen Auseinandersetzungen seine Gegenüber immer  fair und immer so zu behandeln, dass das Gesicht gewahrt werden konnte,  brachte  ihm Respekt und Vertrauen ein. Ernst Eisenmann war eine Persönlichkeit und hatte einen Charakter, der heute leider immer weniger anzutreffen ist.

Alle die ihn kannten werden ihn schmerzlich vermissen.

Erich Klauser, SPD-Fraktionsvorsitzender