Dr. Nils Schmid, Bundestagsabgeordneter und außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, war mit den SPD-Mitgliedern des Gemeinderats Leinfelden-Echterdingen Barbara Sinner-Bartels und Erich Klauser zu Gast bei der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH (Roto FTT) an deren Stammsitz in Leinfelden-Echterdingen. Mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Roto FTT, Marcus Sander, und weiteren Unternehmensvertretern wurden bei einer Betriebsbesichtigung aktuelle Themen wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit diskutiert. Schmids Besuch erfolgte nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Besorgnisse. „Wir wissen, wie wichtig eine stabile und bezahlbare Energieversorgung gerade auch für produzierende Unternehmen ist. Das betrifft unsere Industrieregion in besonderem Maße“, sagte der SPD-Abgeordnete.
Global Player mit schwäbischen Wurzeln
Als einen der größten Arbeitgeber in seinem Wahlkreis Nürtingen besuchte Schmid nicht zum ersten Mal das 1935 gegründete Familienunternehmen. Gastgeber Sander gab zu Beginn des Ortstermins einen kurzen Einblick in die weltweit agierende Roto-Gruppe. Zu ihr gehören drei eigenständige Divisionen, die Beschlagsysteme, Dichtungen und Dachfenster für die Bauwirtschaft produzieren sowie anspruchsvolle Dienstleistungen für Fenster und Türen anbieten. Eine hohe Internationalität zeichnet das Unternehmen ebenso aus wie technologischer Fortschritt in der Tradition des schwäbischen Erfindergeistes. Besonders stolz ist man auf die Tatsache, dass Firmengründer Wilhelm Frank den Drehkipp-Mechanismus für das Fenster erfand. Seither ist es möglich, einen Fensterflügel nicht nur zu drehen, sondern auch zu kippen.
Beeindruckt zeigten sich die SPD-Politikerinnen und -Politiker auch von der wirtschaftlichen Stabilität der Roto-Gruppe. In den zurückliegenden drei Jahren konnten alle Divisionen und weltweit insbesondere die Fenster- und Türtechnologie trotz schwieriger Bedingungen auf den Beschaffungsmärkten ein solides Wachstum vorweisen. An die Politik richtete die Roto FTT Geschäftsführung den Wunsch, die produzierenden Unternehmen mit entsprechenden Maßnahmen zu entlasten, damit Deutschland ein attraktiver Produktions- und Investitionsstandort für die Industrie bleibt. Dazu zählt neben der energetischen Versorgungssicherheit und Eindämmung der Inflation auch ein gezielter Bürokratieabbau.
Nachhaltig produzieren
Neben der Digitalisierung beeinflusst auch das Bestreben, nachhaltig zu produzieren, die unternehmerischen Entscheidungen in den kommenden Jahren weiterhin stark. Unter anderem wird die Nutzung regenerativer Energien an möglichst vielen der weltweiten Standorte massiv vorangetrieben. Sander schildert den Kundennutzen: „Indem wir den ökologischen Fußabdruck unserer eigenen Produkte verkleinern, unterstützen wir Fenster- und Türenhersteller dabei, CO2-Neutralität zu erreichen.“
Nils Schmid betonte zum Abschluss: „Viele Unternehmen stehen jetzt vor der Aufgabe, genügend Fachkräfte ans Unternehmen zu binden, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Die Generation der Baby-Boomer geht langsam, aber sicher in den Ruhestand. Für Jüngere ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute noch wichtiger.“ Der Abgeordnete und ehemalige Wirtschaftsminister lobte und bestärkte das Unternehmen darin, der Ausbildung hohen Stellenwert beizumessen. Außerdem betonte er, dass das konstruktive Miteinander mit dem Betriebsrat einen wichtigen Beitrag zu einem positiven Arbeitsklima leiste.
Quelle: Roto Frank; bearbeitete Version vom Wahlkreisbüro MdB Nils Schmid.
Foto: Roto Frank; im Bild von links nach rechts: Almir Poric (Werkleiter Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH), Erich Klauser und Barbara Sinner-Bartels (SPD Gemeinderat Leinfelden-Echterdingen), Michael Stangier (Geschäftsführer Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH), Dr. Nils Schmid (Bundestagsabgeordneter und außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Marcus Sander (Vorsitzender der Geschäftsführung Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH) und Claudia Wirth (Leiterin Corporate HR Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH).
Kinder brauchen Schulräume. Das sollte doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, zumal die Bereitstellung der notwendigen Klassenzimmer und Fachräume eine kommunale Pflichtaufgabe ist. Damit steht diese Aufgabe weit oben auf der Prioritätenliste. Wir haben deshalb gespannt auf die Prognose der Schülerzahlen gewartet. Überraschungen hat es bei der Vorstellung für uns dann aber doch keine gegeben: der schon seit Jahren feststellbare Trend zu steigenden Schülerzahlen hat sich eindrucksvoll verfestigt und unter Berücksichtigung der dann folgenden Jahrgänge aus den Kitas wird dieser Trend auch noch weiter anhalten, sich vielleicht sogar noch verstärken, wenn die neuen Baugebiete dann tatsächlich bezogen sind.
Was heißt denn das genau? In LE wird von 2022/23 bis 2028/29 die Zahl der Grundschüler von 1.284 Personen auf 1.717 Personen anwachsen. Das ist ein beachtliches Plus von immerhin 433 Schülern oder einem Drittel. Betroffen vom Schülerzuwachs ist vor allem Stetten mit einem Anstieg von mehr als 100 Schülern bzw. stark 50 %. Die Lindachschule muss zwingend erweitert werden. Die Fakten sind schon länger bekannt, die politische Priorisierung im Gemeinderat eigentlich auch, nur erkennen wir leider nicht, dass es zügig weiter geht. Die Baumaßnahme muss 2026 fertig sein, aber die Standortdiskussion, die Beteiligung der Anwohner und Vereine ist gerade erst angelaufen, am Raumprogramm wird noch gefeilt, Zeitpläne sind uns noch nicht bekannt. Zudem ist vermutlich ein Bebauungsplanverfahren notwendig. Die Zeit rennt uns davon. Wir müssen endlich Vollgas geben und sind froh, dass die Verwaltung angekündigt hat, baldmöglichst Entwürfe vorstellen zu wollen.
Aufs Tempo drücken ist auch bei der Entscheidung, wie es mit der Goldwiesenschule in Echterdingen weitergeht, dringend angebracht. Obgleich die Schülerzahlen dort nicht so stark steigen wie in Stetten, deutet vieles auf eine durchgängige Vierzügigkeit hin. Zudem bestehen die bekannten Sanierungsbedarfe des Gebäudes. Wichtig waren auch die Informationen zu den vier Vorbereitungsklassen für ukrainische Schüler an der Werkrealschule und der Realschule. Die Eichbergschule in Musberg verfügt über wenig räumliche Reserven, die Entwicklung muss deshalb genau beobachtet werden, vor allem bezüglich der Grundschülerbetreuung ab 2026. Die Schülerzahl an den Gymnasien wird bis 2028/29 um mehr als 230 Personen zulegen. Auch dies ist zu analysieren. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion
Schule muss sich ändern und eine neue Kultur des Lernens ermöglichen. Wie das aussehen kann, zeigt die aktuelle Schulleitungsstudie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS). In einer Veranstaltungsreihe diskutiert das Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg der FES an vier verschiedenen Orten die Ergebnisse der Studie und stellt dabei die Frage, wie die Schule aussehen sollte, die unsere Kinder und Jugendlichen auf die Welt von morgen vorbereitet, mehr Chancengleichheit im Bildungssystem schafft und soziale Ungleichheiten ausgleicht.
Es war heftig was los am Neuen Markt: Am Sonntag, den 5. März 2023, war Tag der Offenen Tür in der Stadtbibliothek und im Seniorentreff Impuls. Trotz des kalten, ungemütlichen Wetters strömten viele Menschen, v.a. Familien mit Kindern und Seniorinnen und Senioren, aus ihren Wohnungen zum Neuen Markt.
Im Treff Impuls wurde das Café Schwätzle, das an jedem ersten Sonntag im Monat stattfindet, erweitert mit Informationen über die vielen Gruppen, die dort ihren Hobbies nachgehen. Zusammen mit dem Seniorentreff Zehntscheuer in Echterdingen finden über 80 Veranstaltungen pro Monat in beiden Treffs statt, davon 40 regelmäßige Gruppen pro Woche. Und viele Gruppen freuen sich, wenn weitere interessierte Menschen dazu kommen! Es ist ein tolles Angebot! Aktuelles dazu in jedem Amtsblatt!
Eine Besonderheit an diesem Sonntagnachmittag war auch, dass syrische Mitbewohner*innen leckere süße und salzige Speisen zubereitet und zum Verkauf angeboten haben. Sie schmeckten super und fanden reißenden Absatz! Die Einnahmen gingen an den Verein „Arbeit und Integration“, der damit die Erdbebenopfer in Syrien unterstützen möchte. Noch dazu hat die Jazz Combo „Heide and Friends“ mit flotter Musik alle zum Schwingen gebracht.
Wer noch mehr Abwechslung wollte, der konnte gleich gegenüber in die öffentliche Bibliothek marschieren. Dort kamen vor allem die Kinder auf ihre Kosten. Es gab viele tolle Spiele zum Ausprobieren, einen Spielzeug- und Kinderbuchflohmarkt, eine Tombola, kreative Angebote u.v.m. Und nicht zu vergessen, für Jung und Alt die wohltuenden Massagen von Senada Leinmüller, die das eingenommene Geld komplett dem Verein „Frauen helfen Frauen“ gespendet hat.
Ein dickes Lob an alle Veranstalter*innen und Organisator*innen von Bibliothek und Treff Impuls! Es ist ein abwechslungsreicher Nachmittag gelungen, der viel Spaß gemacht hat! Regina Gabriel, Vorstand der SPD LE (Text und Foto)
DEN STRUKTURWANDEL IN BADEN-WÜRTTEMBERG GESTALTEN
Beschluss des Landesvorstands der SPD Baden-Württemberg im Rahmen der Landesvorstandsklausur in Titisee-Neustadt mit Anke Rehlinger
Andreas Stoch: „Unser Land steht vor der großen Herausforderung, wie wir unsere industriellen Strukturen und unsere wirtschaftliche Stärke bewahren können. Der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft und die Sicherung dieser Arbeitsplätze kann nur durch schnelles Handeln und eine aktive Industrie- und Strukturpolitik gelingen. Dafür braucht es einen Staat, der willens und in der Lage ist, die Unternehmen und Beschäftigten bei diesem Wandel zu unterstützen und zu begleiten.“
Unsere Arbeitswelt und Wirtschaft befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel, der Baden-Württemberg insbesondere in den für das Land bedeutenden Schlüsselindustrien Maschinen- und Automobilbau vor große Herausforderungen stellt. Angesichts von Technologiewandel, Energie- und Mobilitätswende und neuen Wettbewerbern ist die Transformation der Wirtschaft bereits in vollem Gange. Durch Digitalisierung, Automatisierung sowie den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert sich die Struktur der Arbeit; die existenziell erforderliche Klimaschutzstrategie zur Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele erfordert einen konsequenten öko-sozialen Umbau unserer Industrie. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Folgen der Corona-Pandemie beschleunigen die ohnehin schon begonnene Veränderung.
Schon 2020 haben wir als SPD Baden-Württemberg in einer Industriestrategie 2030 unsere Ziele für einen starken Industriestandort Baden-Württemberg dargelegt. Damals wie heute nimmt die grün-schwarze Landesregierung keine aktive Rolle bei der Gestaltung des Transformationsprozesses der Industrie ein; es wurde viel Zeit verspielt. Gerade aufgrund der krisenbedingt angespannten Situation ist das Land jetzt gefordert, Unternehmen im Land zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und die Resilienz unserer Industrie zu stärken. Dazu braucht es eine ambitionierte Industriepolitik für Baden-Württemberg, die klar definierte Ziele verfolgt