
Handel und Gewerbe befinden sich seit geraumer Zeit in einer schwierigen Situation. Die Aussicht auf eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten, der Ausgang der Wahlen in den USA, die Debatte um Einführung von Zöllen in den USA, verbreitete Unsicherheit bei uns Verbrauchern und die Konkurrenz aus China wirken sich belastend auf unsere Wirtschaft aus. Deshalb nimmt der Leerstand bei Bürogebäuden zu. Ein weiterer Grund ist die zurückliegende Corona-Krise - dadurch ist der Aufenthalt im Homeoffice selbstverständlich geworden. Auch deshalb stehen Büroräume leer.
Für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat in LE war es im Sommer 2024 deshalb eine naheliegende und kostensparende Entscheidung, statt immer mehr Container zur Flüchtlingsunterbringung aufzubauen, ein leerstehendes Bürogebäude zu erwerben. Dem haben leider nicht alle Fraktionen zugestimmt. Dass nun genau diese Fraktion im letzten Amtsblatt die Leerstände bei Büroflächen reklamiert, ist für mich weder nachvollziehbar noch logisch. Im Bericht der Wirtschaftsförderung der Stadt LE werden dieser Leerstand und die Gründe dafür ausführlich dargestellt. Es sind zum Teil Bürogebäude, die nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. Die Gebäude befinden sich im Besitz von Eigentümern, die zur Zeit nicht alle bereit sind zu investieren. Zudem läuft die Vermarktung in der Regel nicht über die Stadt, sondern über Makler oder übers Internet. Da in der Region viele, auch neue Bürogebäude nicht belegt sind, ist auch der Standort LE schwerer zu vermarkten.
Die SPD-Fraktion setzt sich auch deshalb für eine Modernisierung und baurechtliche Anpassung für das Gewerbegebiet Echterdingen-Nord ein. Die angestrebte Bebauungsplanänderung ist jedoch sehr arbeitsaufwändig, bindet viel Personal und muss von allen Grundstücksbesitzern auch akzeptiert werden. Auch wir sind dafür, dass dieses Vorhaben, das schon unter OB Klenk vorgesehen war, baldmöglichst in Angriff genommen wird. Erich Klauser für die SPD-Fraktion