SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Unsere Renten – der Spagat der Zukunftsgerechtigkeit

Veröffentlicht am 04.12.2024 in Presseecho

In Leinfelden-Echterdingen lebten (Stand Ende 2023) über 8.300 Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Es wird geschätzt, dass diese Zahl bis 2035 auf rund 10.300 Seniorinnen und Senioren steigt. Damit haben die Älteren einen großen Anteil an unserer Bürgerschaft. Und das macht sich nicht nur bei uns bemerkbar. Kein Wunder, dass sich ältere und auch jüngere Menschen Gedanken um die Stabilität der Renten machen. Denn es bestehen zwei große Herausforderungen: 1. Wie verhindert man ein Absenken der Renten und somit weitere Altersarmut? Und 2. Wie vermeidet man eine zu starke Belastung der jüngeren Generationen?

Für die SPD war und ist das Thema der Rentengerechtigkeit und -stabilität ein absolutes Herzensthema! Daher hat die SPD dieses Jahr die Umsetzung des Rentenpakets II forciert. Leider hat die FDP bekannterweise die „Ampel“ platzen lassen und damit auch die weitgehend abgestimmte Rentenreform verhindert. Was will die SPD? Es ist uns nach wie vor ganz wichtig, die Haltelinie für das Rentenniveau bei 48 % abzusichern und damit dauerhaft zu stabilisieren. Nach derzeitigem Recht würde das Niveau längerfristig sogar unter 45 % sinken. Von der Rentenreform würden jetzige, aber auch zukünftige Generationen profitieren.

Zur Entlastung der Beitragszahler sollte ein Generationenkapital geschaffen werden. Das wäre eine neue, zusätzliche Komponente zur Finanzierung der gesetzlichen Rente. Dazu wird aus öffentlichen Mitteln ein Kapitalstock aufgebaut und am Kapitalmarkt investiert. Ein Betrag von ca. 10 Mrd. € wäre dafür vorgesehen. Das Ziel ist, die Beiträge zur Rentenversicherung (derzeit 18,6%) und Steuerzuschüsse des Staates (in 2023 ca. 22% der Einnahmen der Rentenversicherung) stabil zu halten.

Und davon abgesehen - für uns Rentnerinnen und Rentner ist der Juli eines Jahres immer ein erfreulicher Monat: Da gab es in den letzten Jahren spürbare „Gehaltserhöhungen“. So sind im Juli 2024 die Renten (erstmalig in Ost und West gleich) um 4,57 % gestiegen. Ab Juli 2025 sind 3,5% Steigerung vorgesehen. Auch Menschen, die wegen Krankheit frühzeitig in den Ruhestand gewechselt haben und eine Erwerbsminderungsrente erhalten, bekommen seit Juli 2024 einen pauschalen Zuschlag von 7.5 %.

Für uns Sozialdemokraten gehört das Thema der zukunftsgerechten Renten zum Kern unserer Politik. Zu Gesundheit und Lebensfreude gehört auch im Alter eine möglichst zuverlässige finanzielle Basis! Zudem ist auch die Kaufkraft von Rentnerinnen und Rentner eine wichtige Komponente für das Funktionieren unserer Wirtschaft und für die Stabilisierung unserer Gesellschaft. Dafür werden wir uns weiter intensiv einsetzen! Regina Gabriel, 2. stellv. Vors. SPD OV LE