SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Schmid und Altpeter sprechen mit ver.di-Vertretern und Schlecker-Insolvenzverwaltern

Wirtschaftsminister Nils Schmid und Sozialministerin Katrin Altpeter berieten zusammen mit ver.di Landesleiterin Leni Breymaier mit dem im Fall Schlecker beauftragten Insolvenzverwalter und Vertretern der im Finanz- und Wirtschaftsministerium eingerichteten Task-Force Unternehmensbetreuung die aktuellen Entwicklungen zur Schlecker-Insolvenz.

„Dringlichste Aufgabe ist es, eine Finanzierung für den Start der Transfergesellschaft zu finden“, sagten Wirtschaftsminister Schmid und Sozialministerin Altpeter. „Wir brauchen diese Transfergesellschaft. Sie ist keine Kosmetik, sondern das wirtschaft- und sozialpolitisch erforderliche Instrument zur Lösung des Problems. Sie ist die Brücke, mit der wir die zu kündigenden Mitarbeiterinnen in den Arbeitsmarkt entlassen. Das ist offenbar noch nicht im Bundeswirtschaftsministerium angekommen“, so die Minister.

 

Arbeitskreis Leben erhielt den Werner-Weinmann-Preis

Der AKL präsentiert seine Arbeit.

Amtsblattartikel für den 9. bzw. den 16.3.12: Letzten Sonntag wurde in der Kantine der Firma Heller in Nürtingen der diesjährige Werner-Weinmann-Preis zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements vergeben. Der Preis ging diesmal an den „Arbeitskreis Leben Nürtingen-Kirchheim e.V.“ (AKL). Der AKL ist für Menschen da, die in kritischen Lebenssituationen nach Hilfe suchen. Die Unterstützung richtet sich ebenso an Menschen mit Suizidgedanken wie an Menschen, die einen Angehörigen oder eine nahestehende Person verloren haben.
Bereits seit 1983 arbeitet im AKL ein Team von Fachkräften mit inzwischen 35 Bürgern zusammen, die sich in Schulungen zu KrisenbegleiterInnen haben ausbilden lassen. Allein im vergangenen Jahr konnte der AKL Nürtingen-Kirchheim rund 300 Hilfesuchende begleiten. Im Zuge der Feierstunde bekamen einige der ehrenamtlich Tätigen Gelegenheit, sich und ihre so wichtige Arbeit vorzustellen. Sie würde Menschen in Krisen „Freundschaft auf Zeit“ anbieten, meinte eine Ehrenamtliche treffend. Innerhalb des AKL gibt es verschiedene Arbeitskreise. Ein AK wendet sich zum Beispiel speziell an Menschen im Ruhestand, der AK „Karibuni“ steht Asylbewerbern offen, die häufig unter Traumata (z.B. durch Foltererfahrungen) leiden. Im AKL-Treff treffen sich einmal die Woche Menschen zwischen 30 und 60 Jahren, die in Gruppen- oder auch in Einzelgesprächen über ihre Probleme reden. Geschäftsführerin Ursula Strunk meinte stolz: „Wir haben einen guten Ruf.“ So gebe es keine Probleme, Ehrenamtliche zu finden. Ein Problem seien hingegen die Finanzen: Weil der AKL ca. 40% an Eigenmitteln aufbringen muss, sei die Finanzierung jedes Jahr ein Kraftakt. Daher sei man auf Spenden angewiesen.
In seiner Begrüßung betonte Rainer Arnold, MdB für die SPD und Vorsitzender der Werner-Weinmann-Stiftung, dass das bürgerschaftliche Engagement zur Entlastung von professioneller sozialer Arbeit zwingend nötig sei. Ein solches Engagement brauche aber auch gesellschaftliche Anerkennung. Diese will u.a. der Werner-Weinmann-Preis schaffen. Rainer Arnold nannte alarmierende Zahlen: So nähmen sich laut Statistik jedes Jahr über 9000 Menschen in Deutschland das Leben, wobei die Dunkelziffer noch viel höher sein dürfte. Nach dem Unfalltod sei Suizid bei jungen Männern die zweithäufigste Todesursache. Vor diesem Hintergrund seien die vielfältigen, unbürokratischen Hilfsangebote des AKL sehr wichtig, so Arnold. Dabei spiele die Prävention eine wichtige Rolle.
Den Festvortrag hielt SPD-Landessozialministerin Katrin Altpeter. Die Gesellschaft sei ärmer, ja vielleicht gar nicht vorstellbar ohne ehrenamtliches Engagement, so Altpeter. „Bürgerschaftliches Engagement bringt Wärme und Zusammenhalt“, so die Sozialministerin. Es gebe zahlreiche Beispiele für sinnvolles Engagement. Dieses reiche von der Altenhilfe bis hin zur Lesepatenschaft für Grundschüler. Bürgerschaftliches Engagement sei aber kein Ersatz für professionelle Arbeit, sondern eine Ergänzung zu dieser. In Baden-Württemberg engagiere sich beinahe jeder Zweite für die Gemeinschaft. „Wir brauchen eine zeitgemäße Aufgabenverteilung zwischen Staat, Unternehmen und der Zivilgesellschaft“, betonte Katrin Altpeter. Gerade Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung würden bei der grün-roten Landesregierung groß geschrieben. Altpeter schloss mit einem Zitat des Schweizer Schriftstellers Max Frisch: „Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen.“ Die gut besuchte Feierstunde wurde von einem Klarinettenduo der Musik- und Jugendkunstschule der Stadt Nürtingen musikalisch umrahmt. Im Anschluss gab es zudem einen kleinen Umtrunk. Hans-Ulrich Kramer

 

Newsletter zum Internationalen Frauentag 2012

Die SPD Baden-Württemberg hat anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 einen Newsletter veröffentlicht. Darin finden sich weitere Infos zu Themen wie:
  • Sozialministerin Katrin Altpeter sagt ungleicher Bezahlung den Kampf an
  • Mehr Frauen in Chefetagen!
  • Gehaltsunterschiede in BW am größten.
Katja Mast, Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg, sagt anlässlich des Internationalen Frauentages 2012: Gleiches Geld für gleiche Arbeit – das muss für Männer und Frauen gelten. Es ist Zeit, den Lohnunterschied von 23 Prozent endlich anzugehen. Das gilt am 8. März wie an allen Tagen – erst recht im SPD-Jahr „Gute Wirtschaft – soziales Baden-Württemberg!" Hier den Newsletter als PDF (1,1, MB) auf den PC laden.
 

Internationaler Frauentag: SPD plädiert für Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt

Nils Schmid: „Wir haben in Baden-Württemberg in Sachen Gleichstellung erheblichen Nachholbedarf“

SPD-Landeschef Nils Schmid hat anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März die Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt eingefordert. „Wir haben in Baden-Württemberg in Sachen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt erheblichen Nachholbedarf“, sagte Schmid angesichts der „jahrelangen Versäumnisse“ der ehemaligen Landesregierung aus CDU und FDP.

Baden-Württemberg sei bei diesem Thema bedauerlicherweise das Schlusslicht in Deutschland. Hier betrage der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen sage und schreibe 28 Prozent gegenüber dem bundesdeutschen Durchschnitt von 23 Prozent. „Ein trauriger Spitzenplatz, der zeigt, wie wichtig jetzt klare gesetzliche Vorgaben durch die grün-rote Landesregierung sind“, so Schmid.

 

Sozialministerin Altpeter startet Initiative gegen Entgeltungleichheit

Die Landesregierung unternimmt einen weiteren Schritt zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt. Mit einer Bundesratsinitiative, die vom Kabinett beschlossen wurde, will sie gegen die Entgeltungleichheit von Frauen und Männern vorgehen.

„Mit dieser Initiative soll der politische Druck auf die Bundesregierung verstärkt werden, endlich gesetzgeberisch tätig zu werden. Trotz vieler allgemeiner Regelungen zur Gleichbehandlung – im Grundgesetz, im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, in EU-Richtlinien oder im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union – bestehen in der Bundesrepublik im Arbeitsalltag nach wie vor ganz erhebliche Unterschiede beim Arbeitsentgelt von Frauen und Männern“, unterstrich Frauenministerin Katrin Altpeter.