
In der letzten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses (VKS) wurde seitens der Verwaltung der ressourcenorientierte Sportentwicklungsbericht vorgestellt. Im Vorfeld hatte es angesichts der Vorlage der Verwaltung beträchtliche Unruhe bei den Sportvereinen gegeben. Wir sind froh, dass etliche Dinge nun in öffentlicher Sitzung durch die Verwaltung klargestellt wurden. Im Beschluss heißt es, dass für die kommenden Jahre der Erhalt und die bestmögliche Nutzung der bestehenden Sportinfrastruktur gegenüber kapazitätserweiternden Neubauten vorrangig verfolgt wird. Die Vorlage stellt aber auch detailliert die Handlungsbedarfe dar, die umzusetzen wären, wenn die Stadt die erforderlichen Haushaltsmittel hätte.
Wir haben diese Mittel leider nicht und daran wird sich so schnell nichts ändern. Deshalb müssen wir der Realität ins Auge sehen. Ja, es gibt viele Bedarfe an Hallenkapazität und Sanierung, die in nächster Zeit nicht umsetzbar sind. Priorisierungen werden erfolgen müssen. Allerdings ist es für uns sehr wichtig zu betonen, dass die Sportvereine unsere Stadtgesellschaft entscheidend prägen und vieles für den Zusammenhalt und das Miteinander in der Stadt tun. Dafür sind wir den vielen engagierten Ehrenamtlichen außerordentlich dankbar. Sie ermöglichen es, dass vor allem Kinder und Jugendliche Sport machen können und sie leisten wertvolle Beiträge zur Gesundheitsvorsorge. Ohne die Sportvereine sähe auch das Krautfest ganz anders aus, auch die Schulkindbetreuung wäre in hohem Maße gefährdet. Die Sportvereine brauchen deshalb nicht nur warme Worte an den Sonntagen, sie brauchen vor allem konkrete Hilfen und Unterstützung im Alltag und sie brauchen Planungssicherheit, insbesondere für die nächsten beiden Jahre, damit sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Uns ist wichtig, und das haben wir auch in der Sitzung des VKS ausdrücklich betont, dass in diesem Zeitraum insbesondere die Zuschüsse zu den Personalkosten, die Förderung der Jugendarbeit und die Hallenmieten nicht angetastet werden. Dafür werden wir uns einsetzen.
Streichen und kürzen würde schnell gehen, aber die Gefahr bestünde, dass Strukturen zerstört werden würden, die dann verloren sind und kaum mehr neu aufgebaut werden können. Das wollen wir nicht. Wir sind deshalb froh, dass es jetzt einen Arbeitskreis geben wird, in dem Verwaltung, Sportvereine und Vertreter der Fraktionen an einem Tisch sitzen und gemeinsam nach Lösungen suchen werden. Hierbei wird es darum gehen, wie die Hallen- und Flächennutzung weiter optimiert werden kann, wie die kommunale Sportförderung weiterentwickelt werden kann oder die Nutzerbeteiligung zu entwickeln ist. Aber wie bereits eingangs erwähnt, geht es uns vor allem darum, in nächster Zeit den Sportvereinen die benötigte Planungssicherheit zu gewährleisten, damit die so wertvolle Arbeit weiterhin geleistet und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt davon profitieren können. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion