
Wie soll sich Leinfelden in Zukunft entwickeln? Wie kann man die Transformation der Industrie in Leinfelden positiv für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Industrie gestalten? Wie können die beiden so unterschiedlichen Gebiete östlich und westlich der Bahngleise sinnvoll entwickelt und verbunden werden? Die Firma Bosch gab offensichtlich mit der Verlagerung der Produktion nach Ungarn – was wir sehr bedauern! – den Anstoß, das Gewerbegebiet neu zu überdenken.
Wir Bürger und Bürgerinnen konnten bereits im letzten Oktober in einer öffentlichen Veranstaltung erste Impulse zu diesen Fragen setzen. Danach wurden drei Planungsbüros beauftragt, Entwürfe zur Stadtentwicklung auszuarbeiten. Der Siegerentwurf wurde am 12. März in der Filderhalle nun öffentlich vorgestellt.
Wir finden, die drei Damen des Tübinger Stadtplanungsbüros hatten einige super Ideen! Da wäre zum Beispiel eine neue, barrierefreie Querung durch den Bahnhof Leinfelden durch beiderseitige Rampen. Daneben könnte ein Fahrradparkhaus entstehen. Ein neues zentrales Rathaus östlich der Gleise könnte die bisher auf zehn Stellen verteilte Stadtverwaltung bündeln und eine neue Mitte stärken. Am „Alten Markt“ könnte aus dem bisherigen Rathaus ein Bürgerhaus werden und daneben ein Generationenhaus mit Tagespflege entstehen - etwas, was wir dringend in Leinfelden brauchen! Die Daimlerstraße südlich von Bosch soll mehr Aufenthaltsqualität erhalten und campusartig umgeben sein mit Gebäuden für Start-ups, Forschung, Gastronomie, Kitas und Wohnen. Die Max-Lang-Straße könnte vom LKW-Verkehr entlastet werden, indem die Laster gleich vom Norden her in das Gewerbegebiet einfahren in eine Straße, die eng am östlichen Rand des Gewerbegebietes vorbeiführt. Eine Nordspange vom Kreisel Rohrer Straße/Stuttgarter Straße könnte den Verkehr von Leinfelden entlasten.
Der Entwurf beinhaltet noch etliche weitere interessante Ideen. Dabei sollten genügend Grünflächen und Frischluftschneisen nicht vergessen werden. Es sind jedoch erst Ideen, die die Richtung der Stadtplanung und der Verbindung von Gewerbe- zum Wohngebiet östlich und westlich der Gleise aufzeigen. Ob und wann welches Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird, ist offen und muss im Einzelnen besprochen werden. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Regina Gabriel, Vorstandsmitglied der SPD LE