SPD Leinfelden-Echterdingen

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Wie kann die hausärztliche Versorgung in LE sichergestellt werden?

Veröffentlicht am 11.03.2026 in Presseecho

In den letzten Monaten wurden in LE leider wieder einige Arztpraxen geschlossen, weitere sind bereits angekündigt, andere Praxen nehmen oft keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf. Es besteht deshalb bei vielen Menschen die berechtigte Sorge, keinen Arzt oder keine Ärztin mehr zu finden oder sehr lange auf einen dringend benötigten Termin warten zu müssen. Dies wird durch eine immer älter werdende Gesellschaft und einen Mangel an Ärztinnen und Ärzten oder medizinischem Fachpersonal noch weiter verschärft. Viele Menschen wollen zudem in Teilzeit arbeiten und bevorzugen eine Anstellung bzw. die Arbeit im Team statt einer selbständigen Tätigkeit in einer eigenen Praxis. Schließlich besteht auch vielfach eine überaus nachvollziehbare Abneigung gegenüber zu viel Bürokratie im Gesundheitswesen.

Die SPD-Fraktion hatte deshalb bereits bei den Haushaltsberatungen im November 2024 diesen Themenkreis aufgegriffen. Bei der Sitzung des Gemeinderats am 29.4.2025 referierte dann in einem ersten Schritt Dr. Martin Felger (Arzt und Betriebswirt) überaus kompetent und sehr anschaulich über Trends in der ambulanten medizinischen Versorgung. In der Folge fanden Gespräche mit der Ärzteschaft statt und in diesem Jahr haben sich kommunale Gremien bereits mehrfach mit dem Thema befasst. Wir müssen uns dringend auf den Weg machen, um eine Lösung zu finden, die zu LE, den Menschen und der Ärzteschaft passt und die ärztliche Versorgung in allen Ortsteilen weitestgehend sicherstellt. Dazu soll die Einrichtung eines runden Tisches dienen, den die SPD-Fraktion wie gesagt bereits im November 2024 beantragt hatte.

Wir sind sehr froh, dass es bei der letzten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses zu einem entsprechenden und noch dazu einstimmigen Beschluss gekommen ist. Bei diesem runden Tisch soll unter Einbindung der Fraktionen über neue Fördermöglichkeiten informiert und die Themenbereiche Nachfolgesicherung, Fachkräftegewinnung und die räumliche Unterbringungn der Praxen angesprochen werden. Zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in der Stadt wurde bereits 2023 ein Förderprogramm im Umfang von 100.000 € jährlich aufgelegt, das in der Vergangenheit leider noch nicht in Anspruch genommen wurde und jetzt aufgrund der Bedarfslage weiterentwickelt und präzisiert wurde.

Wichtig ist uns dabei, dass die Mittel nachvollziehbar und gerecht vergeben werden. Es handelt sich schließlich um öffentliche Gelder. Wir werden uns auch künftig dafür stark machen, dass es in den Ortsmitten „Ärztehäuser“ gibt. Das würde dann gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Ortskerne und zur Stärkung von Handel und Dienstleistungen leisten. Inwieweit Unterstützung durch die Stadt nötig sein wird, wird im weiteren Prozess zu klären sein. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, was bei diesem für die Bürgerschaft so wichtigen Thema passiert. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion