SPD Leinfelden-Echterdingen

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Der Filderbahnhof+ ist notwendig

Veröffentlicht am 24.03.2013 in Pressemitteilungen

PM vom 24.3.13: Der Filderbahnhof+ am Flughafen muss im Rahmen der Realisierung von S21 gebaut werden. Kommt er nicht, dann ist die Verlängerung der S-Bahn nach Neuhausen für immer unmöglich. Die Nutzung der S-Bahn Station Terminal und die damit einhergehenden baulichen Veränderungen, die zwingend dazu führen, dass die S-Bahn nur noch eines der beiden Gleise nutzen kann und das andere dem Fern- und Regionalverkehr zur Verfügung gestellt wird, belastet darüber hinaus die Aussicht auf einen stabilen Takt der S-Bahn. Das bedeutet: die Umsetzung der Antragstrasse ist eine massive verkehrliche Verschlechterung der ÖPNV-Situation für die Menschen vor Ort, die auch noch zusätzlich zukünftige Entwicklungen verhindert.

Man kann von dem Projekt halten was man will, aber die Entflechtung des Fernverkehrs vom S-Bahn Verkehr im Bereich des Flughafens ist immens wichtig, wenn die Planungen von S 21 im Filderbereich realisiert werden, wonach es derzeit aussieht.

Die SPD Leinfelden-Echterdingen hat von vorne herein von der Bahn gefordert für den Fall der Realisierung der Planungen von S21 auch den Lärm- und Erschütterungsschutz entlang der Trasse auf der Markung der Stadt zu verbessern. Strittig ist bis zum heutigen Tag, ob nicht sowieso ausschließlich die Bahn für den Lärm- und Erschütterungsschutz zu sorgen hat, weil die Eingriffe in die Bestandsstrecke so massiv sind, dass der Status der Neubaustrecke im Raum steht. Hieraus ergäbe sich der gesetzliche Anspruch von LE auf Lärm- und Erschütterungsschutz für unsere Stadt ohne Kostenbeteiligung.

Die Bahn steht zusätzlich in der Verantwortung zu erklären, wie sie die Zusatzkosten von 224 Millionen Euro begründet. Es ist nicht einleuchtend, dass eine Bahnstation in Trogbauweise teurer sein soll als die fast 30 Meter tief unterirdisch geplante Station im Rahmen der Planungen zur Antragstrasse. Der Wegfall von Liften, Treppenhäusern, erhöhten Brandschutzmaßnahmen, zusätzlichen Tunnelmetern im Achterbahnformat und Realisierung längerer Verbindungswege für die Passagiere sollen billiger sein als die Verschwenkung der Gleise hinein in eine parallel zu den Terminals verlaufenden Fern- und Regionalbahnhof am Flughafen? Das ist nicht glaubwürdig.

Die Projektpartner haben die Pflicht hierzu eine Aufklärung einzufordern und die Bahn hat den Nachweis zu bringen, wie sie auf diese Summe kommt. Auf der vorliegenden Datenbasis gibt es keine Entscheidungsgrundlage für die Planungen am Flughafen. Im Gegenteil. „Die unklare Datenlage führt eher dazu nochmals die Diskussion um die Rolle der Gäubahntrasse aufzurollen und den Umstieg in Vaihingen zu thematisieren“, so Pauly.

Die Realisierung der Antragstrasse führt darüber hinaus den Filderdialog im Nachhinein ad absurdum. Auch wenn nicht zu erwarten war, dass der Dialog die Erwartungen der Beteiligten erfüllen kann, hat er doch dazu geführt eine Lösung zu befördern, die eine deutliche verkehrliche Verbesserung des Bahnknotens am Flughafen aufzeigt. In dieser Situation ist es zu einfach zu sagen „mir gebet nix“.
Die jetzt von der Stuttgarter SPD ins Spiel gebrachte Variante ohne die Schleife über S-Plieninger Gemarkung stellt eine weitere ernsthafte Variante dar.

„Im Übrigen haben wir zu dem geplanten Betonwerk am Tunnelmund in S- Plieningen/Fasanenhof eine klare Meinung. Das Betonwerk kann nur auf Bahngelände realisiert werden, eine zusätzliche Belastung für LE während der langen Bauphase lehnen wir strikt ab“, so Klauser.

Jörg Pauly, SPD-Ortsvereinsvorsitzender
Erich Klauser, SPD-Fraktionsvorsitzender