
Bärbel Kehl-Maurer, Ivo Gönner und Walter Bauer (v.l.n.r.)
Vor kurzem fand in der Nürtinger Stadthalle eine Veranstaltung zum Thema „Bürger und Gemeinde: Perspektiven für die Zukunft“ statt. Der hiesige SPD-Landtagskandidat Walter Bauer hatte dazu den Ulmer OB Ivo Gönner eingeladen, der in seiner Ansprache das Thema kommunale Finanzen thematisierte und die aktuelle Problemlage umriss.
In der ihm eigenen schwäbisch-bodenständigen Art verwies der beliebte Ulmer OB auf die wachsende Konkurrenzsituation zwischen den Städten und Gemeinden. Daher müsse wenigstens der grundsätzliche Rahmen, das Verhältnis zwischen Kommunen und Land, in Ordnung sein. Doch stattdessen würden immer mehr soziale Aufgaben auf die Kommunen übertragen. Dies sei an sich durch die bürgernahe Stellung der Städte und Gemeinden sinnvoll. Doch stelle das Land nicht die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung – mit katastrophalen Folgen für viele kommunale Haushalte. „In Zukunft muss gelten: Wer bestellt, der bezahlt!“
Ivo Gönner forderte außerdem, die Betreuungs- und Bildungsangebote im Kleinkindbereich konsequent auszubauen: „ Ein Rechtsanspruch für 30 Prozent der unter Dreijährigen ist in sich widersprüchlich“. Zudem sollte man den Kommunen mehr Freiheiten in der Schulpolitik lassen. Die Angebote müssten individuell vor Ort auf die sozialen Gegebenheiten angepasst werden können.