Corona-/Querdenkerdemos in Echterdingen und Stuttgart

Veröffentlicht am 06.04.2021 in Presseecho

Am vergangenen Osterwochenende fanden in Echterdingen und in Stuttgart Demonstrationen gegen die Coronaauflagen der Regierungen der Länder und des Bundes statt. Die Demo in Echterdingen war von der Teilnehmerzahl überschaubar, die Polizei war anwesend und stellte Personalien von Maskenverweigerern fest. Ganz anders die Demo in Stuttgart. Es wurden weder Abstände eingehalten noch Masken getragen, teils groteske Plakate gezeigt und Aussagen getätigt. Als wenn wegen der Pandemie nur in Deutschland Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen angeordnet wären …

Die Teilnehmer an dieser Massenveranstaltung verhalten sich meiner Meinung nach unverantwortlich! Verachtenswert ist die Ignoranz gegenüber den vielen Menschen, die sich in den Krankenhäusern, Impfzentren, Alten- und Pflegeheimen, Schulen, Kindertagestätten, den Hilfsorganisationen und im Familienverbund um erkrankte Angehörige kümmern und sich dabei oft auch selbst mit dem Virus anstecken.

Wie muss man sich denn vorkommen, wenn man dann solche Bilder sieht wie zuletzt in Stuttgart? Ja, es gibt Kritik an der Politik, manches läuft suboptimal. Aber wollen wir deshalb ein zentralistisch gesteuertes Staatswesen, und machen es diese Länder viel besser als wir?

Was bezwecken die Veranstalter solcher Demos? Geht es wirklich um die Einschränkungen, die die Ausbreitung von Corona eingrenzen soll? Verzichten die Coronaleugner eigentlich auf medizinische Behandlung im Falle einer Ansteckung mit dem Virus?

Die große Mehrheit der Bevölkerung steht hinter den Maßnahmen, die einen mehr oder weniger im täglichen Leben einschränken. Meine Bitte: bleiben Sie wachsam, verteidigen Sie unsere demokratischen Institutionen. Meine Forderung an die politischen Entscheidungsträger: Lassen Sie die Polizei und die Ordnungskräfte sowie die im Gesundheits- und Erziehungswesen und anderen Dienstleistungsbereichen tätigen Menschen nicht allein. Nur gemeinsam werden wir es schaffen!

Erich Klauser für die SPD L.-E.