Wie groß ist der Bedarf an Tablets für das Homeschooling in LE?

Veröffentlicht am 19.06.2020 in Presseecho

Die Herausforderungen des Umgangs mit der Corona-Pandemie in den Schulen werden uns noch weiter begleiten. Selbst wenn jetzt Schritte in Richtung vermehrter Präsenzunterricht unternommen werden, ist der Schulalltag doch weit davon entfernt so zu sein, wie zu Beginn des Jahres. Wenn das Lernen von zu Hause weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird, muss sichergestellt sein, dass auch wirklich alle Schülerinnen und Schüler diesen Weg mitgehen und ein Tablet oder einen Laptop nutzen können. Es darf nicht sein, dass ein Kind dadurch benachteiligt ist, weil es zuhause kein Gerät zur Verfügung hat. Die SPD-Fraktion hatte darauf schon sehr früh hingewiesen. Nunmehr ist klar, dass hierfür finanzielle Mittel im Rahmen des Bundesprogramms „Digitalpakt Schule“ genutzt werden können, das kürzlich durch entsprechende Landesmittel noch deutlich aufgestockt wurde. Schülerinnen und Schüler, die zu Hause über kein digitales Endgerät verfügen, können sich eines ausleihen, die Schulträger beschaffen die Geräte und stellen diese den Schulen zur Verfügung. Wir sind sehr froh über diese Lösung und werden die Verwaltung bitten, sehr zeitnah den Bedarf an zu beschaffenden Geräten zu ermitteln, damit kein Kind zurückbleibt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an die Firmen, die Endgeräte gespendet haben.

Das Konjunkturprogramm des Bundes zur Bewältigung der Corona-Folgen ist auch ein starkes Signal an Familien

Die Corona-Krise hat allen vor Augen geführt, wie wichtig und notwendig gute Kinderbetreuung ist. Deshalb enthält das Konjunkturprogramm der Bundesregierung insgesamt 3 Mrd. € für den Ausbau der Kinderbetreuung. Dafür haben sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stark gemacht. 1 Mrd. € wird in den Jahren 2020 und 2021 zusätzlich für den Kita-Ausbau zur Verfügung gestellt. Damit können zum Beispiel bundesweit 90.000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Die Mittel können aber auch für Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Hygienesituation eingesetzt werden. Weitere 2 Mrd. € soll es zusätzlich für den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Digitalisierung der Schulen geben. Digitale Lernangebote sind heute ja wichtiger denn je. Hier wird es darum gehen schnell seitens der Verwaltung zu prüfen, ob und wie die Stadt bei den anstehenden Bauvorhaben im Bereich Schule und Kita profitieren kann und entsprechende Förderanträge zu stellen, die dann den städtischen Haushalt entlasten.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion