SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Veranstaltung zum Thema "Nachhaltige Entwicklung"

Veröffentlicht am 26.02.2012 in Presseecho

Amtsblattbeitrag vom 24.2.12:Die SPD Leinfelden-Echterdingen hatte vor kurzem zu einer besonderen Informations- und Diskussionsveranstaltung in den Nödinger Hof nach Stetten eingeladen. Dr. Klaus Seitz, Leiter der Abteilung Politik und Kampagnen von „Brot für die Welt“, referierte zum Thema „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt: Notwendige Weichenstellungen für eine nachhaltige und international verträgliche Entwicklung“. Eingeladen waren auch die SPD Filderstadt sowie die Naturfreunde Filder. Anstelle des erkrankten SPD-Ortsvorsitzenden Jörg Pauly begrüßte Vorstandsmitglied Claudia Moosmann die Gäste. Moosmann hob die lange Tradition der SPD und der Naturfreunde mit Themen der internationalen Solidarität hervor. Willy Brandt war Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission, viele Entwicklungsminister der SPD von Erhard Eppler bis zu Heidemarie Wieczorek-Zeul haben wichtige Weichen in der Entwicklungspolitik gestellt. Reinhard Koppe, Mitglied im Koordinationskreis des Eine Welt Forums der SPD in Baden-Württemberg und auf Bundesebene, gab einen Überblick zum Stand der Diskussion zu den neu geplanten entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung von Baden-Württemberg. Peter Friedrich (SPD), Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, sucht dabei den engen Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft, das heißt mit den in Baden-Württemberg ansässigen Entwicklungsorganisationen und Initiativen.
Wichtigste Grundlage für die Ausführungen des Referenten Dr. Klaus Seitz war eine Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie zu dem genannten Thema. Diese Studie wurde von Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland herausgegeben. „Wir leben über unsere Verhältnisse, wir müssen anders leben, damit andere überleben können“, lautete eine wichtige Aussage von Dr. Klaus Seitz. Klimawandel, Hungerkrise, Rohstoffknappheit und Naturzerstörung stehen zwar auf der internationalen Tagesordnung, aber mit den Problemlösungen hinken wir weit hinterher. Die Milleniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen, die weltweite Armut bis 2015 zu halbieren, werden nicht erreicht. Es ist eine riesige Kluft zwischen unserem Wissen und Verhalten festzustellen - und zwar auf allen Ebenen. Wachstum kann keine Nachhaltigkeit sichern, wird jedoch ständig propagiert. Die Diskussionen konzentrierten sich vor allem auf die Frage, wie als notwendig erkannte ökologische Veränderungen auch in die Praxis umgesetzt werden können und welche Schwierigkeiten es dabei gibt. Nach Meinungsumfragen sind nur 9% der Deutschen konsequente Umweltschützer, während 47% zwar theoretisch gut Bescheid wissen, sich aber nicht umweltgerecht verhalten. Es wurde angeregt, die Fragen von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit in weiteren Veranstaltungen zu vertiefen. Dies könnte etwa an den Beispielen der Bioenergie und der ökofairen Beschaffung in Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt geschehen. Reinhard Koppe