Umbaumaßnahmen beim Kreisverkehr an der Ludwig-Uhland-Schule fördern mögliche Unfallgefahren für Radfahrer

Veröffentlicht am 31.07.2020 in Presseecho

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen möchte durch etliche Maßnahmen das Radfahren in unserer Stadt attraktiver und sicherer machen. Dies ist ein sehr guter Vorsatz; jedoch sollten getroffene Maßnahmen auch diesem Ziel gerecht werden, was in einem Bereich in Bezug auf die Sicherheit leider nicht gegeben ist: Am Kreisverkehr Stuttgarter Straße / Bahnhofstraße / Rohrer Straße wurden in der Bahnhofstraße und in der Rohrer Straße im Rahmen von Umbaumaßnahmen im Juni/Juli 2020 zwei neue Einfädelungen für Radfahrer mit einer Länge von 3,5 bzw. 4 Metern realisiert. Dass diesen Einfädelungen zu folgen ist, ist für Radfahrer, die auf der Rohrer Straße aus Richtung Oberaichen kommen, aus einer Entfernung von ca. 15 m, für Radler auf der Bahnhofstraße aus noch kürzerer Entfernung zu erkennen.

 

In der Rohrer Straße kommt noch erschwerend hinzu, dass aufgrund einer Rechtskurve ankommende Fahrzeuge recht spät zu erkennen sind. Ein Radfahrer, der mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h unterwegs ist, legt z.B. die 19 m Wegstrecke bis zum Ende der Einfädelung in ca. 3,5 Sekunden zurück. Das ist wohl zu kurz, um sich  - rückblickend auf die Straße - einen Überblick über die Verkehrssituation zu verschaffen. Ein/e Kraftfahrer/in, die mit 50 km/h in gleicher Richtung unterwegs ist, kann nach Einschätzung vor Ort einen Radfahrer, der sich in den laufenden Verkehr einfädeln möchte, im günstigsten Fall erst auf ca. 20 m erkennen, aufgrund der dort am Straßenrand befindlichen Hecke wahrscheinlich sogar später. Diese Strecke legt ein Fahrzeug mit 50 km/h in 1,5 Sekunden zurück, daher kann ein Radfahrer die für ihn mutmaßlich gefährliche Situation kaum rechtzeitig erkennen.

 

Da Radfahrer sich in diese Situation ja nur begeben, weil sie der von Stadt Leinfelden-Echterdingen eingerichteten Verkehrsführung folgen, wäre es dringend notwendig, an diesen beiden Stellen weitere Maßnahmen zum Schutz des Lebens und Gesundheit von Radfahrern zu treffen. Jens Rudat, SPD-Vorstandsmitglied