SPD im Kreistag entsetzt über Pläne der Bahn für Abkoppelung von Filderstadt, Flughafen und Messe von der S-Bahn

Veröffentlicht am 07.02.2019 in Presseecho

Am Donnerstag, 31.1.2019, stellte die Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm die schon seit Dezember bekannte Planung im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags vor. Ein Jahr lang sollen die Linien S 2 (nach Filderstadt) und S 3 (zum Flughafen) ab Echterdingen nicht mehr bedient werden, damit die Arbeiten für das dritte Gleis der Station Terminal für den Fern- und Regionalverkehr ohne größere Störung vorgenommen werden können. Dies bedeutet vor allem für Pendler schwerste Beeinträchtigungen des täglichen Weges zur Arbeit. Der Busverkehr, welcher mit Umsteige- und Endpunkten sowie der Taktung auf den bestehenden Bedarf abgestimmt ist, findet keine Anschlüsse mehr...

 

Am Donnerstag, 31.1.2019, stellte die Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm die schon seit Dezember bekannte Planung im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags vor. Ein Jahr lang sollen die Linien S 2 (nach Filderstadt) und S 3 (zum Flughafen) ab Echterdingen nicht mehr bedient werden, damit die Arbeiten für das dritte Gleis der Station Terminal für den Fern- und Regionalverkehr ohne größere Störung vorgenommen werden können. Dies bedeutet vor allem für Pendler schwerste Beeinträchtigungen des täglichen Weges zur Arbeit. Der Busverkehr, welcher mit Umsteige- und Endpunkten sowie der Taktung auf den bestehenden Bedarf abgestimmt ist, findet keine Anschlüsse mehr.

Ein komplizierter, zeitaufwendiger Schienenersatzverkehr soll Abhilfe schaffen. Das Chaos kann man sich leicht ausmalen: 600 Fahrgäste pro Richtung fahren in den Spitzenstunden morgens allein von Filderstadt ab. Hinzu kommen Fluggäste. All diese Menschen benötigen einen Bustransport, der sich am Endpunkt der S-Bahn in Echterdingen Bahnhof zusammenballt, wo die Leute dann erst in die S-Bahn  umsteigen müssen. Kapazität und Taktung dieses Ersatzverkehrs sind von der Bahn bisher nicht in Ansätzen durchdacht. Viele Menschen werden ihren morgendlichen Weg zur Arbeit ändern oder mit dem PKW zu den S-Bahn-Haltestellen in Echterdingen, Leinfelden und Oberaichen fahren, wo sie neuen Parkdruck erzeugen werden.

Der Landkreis Esslingen verlangt daher u.a. einen auf die bisherigen Takte abgestimmten, leistungsfähigen Schienenersatzverkehr, eine Begrenzung der Sperrung auf ein Jahr, die vorherige Fertigstellung der U 6 bis Flughafen/Messe sowie eine Abstimmung des Konzepts für den Schienenersatzverkehr mit dem Landkreis als Aufgabenträger für den Busverkehr. SPD-Kreisrat Ulrich Bartels betonte in der Sitzung, dass die Forderungen des Landkreises, die einmütig verabschiedet wurden, nur ein Minimalkatalog seien. Es gelte insbesondere, einen genauen Blick auf den geplanten Schienenersatzverkehr zu werfen und diesen auch für die Spitzenereignisse auszulegen, wie große Publikumsmessen (CMT!) und Spitzenandrang am Flughafen zu Ferienbeginn. Die mit den örtlichen Verhältnissen wenig vertrauten Herren der Bahn nahmen dies interessiert entgegen. 

Ulrich Bartels, SPD-Kreisrat aus L.-E.