SPD Leinfelden-Echterdingen

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Mehr Kinder brauchen mehr Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen

Veröffentlicht am 08.05.2016 in Presseecho

Amtsblattartikel vom 6. Mai 2016: Vor kurzem wurde das Kinderhaus Waldhorn in Echterdingen offiziell eingeweiht. Darüber sind wir sehr froh. Besonders positiv erwähnen möchten wir, dass unter einem Dach dort ein städtischer Kindergarten und ein freier Träger, nämlich der Waldorfkindergarten, erfolgreich zusammenarbeiten. Bei dieser Gelegenheit danken wir herzlich den konfessionellen und den freien Trägern für ihr großes und nachhaltiges Engagement bei der Kinderbetreuung. Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist und danken dafür umso mehr.

Viele Einrichtungen für unsere Kinder wurden in den letzten Jahren saniert oder neu gebaut. Das war eine große Kraftanstrengung. Wir dachten eigentlich in der Vergangenheit, dass unsere Aufgaben in diesem Feld bewältigt wären. Die harten Fakten, die Zahl der Kinder, sprechen allerdings seit wenigen Jahren eine andere Sprache. Die Aufsiedlung neuer Baugebiete schreitet schneller voran als geplant, die Nachverdichtung im Bestand verstärkt sich. Leinfelden-Echterdingen gehört zu den wenigen Gemeinden im Land, die mit steigenden Kinderzahlen punkten können. Das ist eine wirklich gute Nachricht!

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde mit großer Mehrheit beschlossen, zum September 2016 zwei weitere Kleinkindgruppen in Echterdingen (St. Michael und Waldhorn), eine Kindergartengruppe im Kindergarten Schmetterling, eine weitere Gruppe im Sonnenkinderhaus in Musberg und im Bedarfsfall auch eine weitere Gruppe im ehemaligen Fröbelkindergarten in Stetten einzurichten. Wir dürfen es aber dabei nicht belassen und müssen weitere Gruppen und Einrichtungen planen. Die Zahl der über 3- jährigen Kinder wird in den nächsten Jahren von 1.365 auf 1.429 steigen, ein Plus von 64 Kindern. Nicht berücksichtigt sind dabei die Kinderzahlen, die sich aus der Aufsiedlung im Bereich Schelmenäcker ergeben werden, wo in weiten Teilen eine verdichtete Bebauung geplant ist. Wir müssen auch berücksichtigen, dass wir für die Kinder aus Flüchtlingsfamilien Plätze brauchen. Vielleicht besteht auch Sanierungsbedarf an bestehenden Einrichtungen.

Aus Sicht der SPD-Fraktion ist deshalb unmittelbarer Handlungsbedarf gegeben, auf den wir bereits mehrfach deutlich hingewiesen haben. Die Verwaltungsspitze hatte bei der Gemeinderatsitzung am 22.3.2016 angekündigt, dass sich überraschend ein weiterer erheblicher Bedarf abzeichnet, der Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe nach sich ziehen wird.  Auf Nachfrage wurden dann leider keine weiteren Aussagen gemacht, sondern darauf hingewiesen, dass alles nochmal geprüft werden muss und erst dann der Gemeinderat informiert wird. Wir hoffen sehr, dass diese „Prüfung“ in den nächsten Wochen abgeschlossen sein wird. Wir bleiben dran, darauf können sie sich verlassen. Die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Kindergartenplätzen hat für die SPD-Fraktion einen sehr hohen Stellenwert. Barbara Sinner-Bartels, SPD-Fraktion