Kreis-SPD: Maßnahmenpapier zur Corona-Krise – Familien und Kinder im Fokus

Veröffentlicht am 13.06.2020 in Presseecho

Die Corona-Pandemie und ihre Bewältigung stellen unsere Gesellschaft vor Herausforderungen in bisher nicht vorstellbarem Ausmaß. Der Schutz der Gesundheit steht dabei an erster Stelle. Durch das schnelle und entschiedene Handeln von Politik und Verwaltung, aber auch das Verhalten der Bevölkerung ist es vorerst gelungen, die Ausbreitung des Corona-Erregers abzubremsen. Bei den nun schrittweise erfolgenden Lockerungen der Einschränkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens muss darauf geachtet werden, welche Gruppen von den negativen Auswirkungen des Lockdowns besonders hart getroffen wurden und deshalb besondere Hilfe und Unterstützung benötigen.

 

Im Landkreis Esslingen sieht die SPD Kinder und ihre Eltern ganz an der Spitze dieser Betroffenen. Kitas und Schulen wurden geschlossen, gleichzeitig müssen viele Eltern im Homeoffice arbeiten oder sind in Kurzarbeit. Als SPD im Landkreis Esslingen setzen wir uns, anders als in der Praxis des Kultusministeriums, bei der ein Fahrplan bisher nicht erkennbar war, für eine langfristige Planbarkeit und rasche Wiederherstellung der Bildungsangebote für alle Kinder ein. Heim- und Fernunterricht werden weiter eine zentrale Rolle spielen. Wir müssen daher die Digitalisierung der Schulen im Landkreis beschleunigen und dafür sorgen, dass für alle Schülerinnen und Schüler die Voraussetzungen für ein gelingendes Homeschooling tatsächlich gegeben sind. Kein Kind darf wegen des Fernunterrichtes zurückgelassen werden. Unser Ziel ist die digitale Lernmittelfreiheit und digitale Chancengleichheit. Um einen Flickenteppich an Lösungen in jeder Schule oder Kommune zu vermeiden, setzen wir uns für die Gründung einer Digitalisierungs-agentur des Landkreises ein.

 

Viele Familien werden im Sommer nur eingeschränkt Urlaub machen können. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Angeboten der Ferienbetreuung und Freizeitgestaltung mit Kindern daheim. Hierzu braucht es eine Kulturprämie für Familien mit Kindern und eine bessere Unterstützung von Freizeitangeboten. Beispiele sind das Freilichtmuseum Beuren und das Naturschutzzentrum Schopfloch. Für Angebote mit Kindern müssen Sporthallen und andere kommunale Räumlichkeiten diesen Sommer auch in den Ferien zugänglich sein. Bei den Mehrkosten sollten die freien Träger vom Landkreis und den Kommunen unterstützt werden.

 

Ulrich Bartels, Kreisrat