Gespannte Zuhörerschaft (v.r.n.l.): Tim Reeth (Landtagskandidat) mit Jasmina Hostert MdB und Joël Jetter (Stadtrat).Auf Einladung der SPD-Fraktion im Gemeinderat Leinfelden-Echterdingen waren Expertinnen und Experten des Stadtjugendrings mit Jugendbüro sowie des Hilfsvereins "eva - Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot" und des Heimstatt e.V.'s in Stetten zu Gast, um mit dem SPD-Landtagskandidaten Tim Reeth und der Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert in den Austausch zu kommen.
Den Beginn macht Leon, ein fiktiver, 20-jähriger Klient des Jugendbüros Echterdingen. Seine erzählte Geschichte ist bewegend und stammt aus der Praxis, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendbüros häufig erleben. Durch eine schwierige und von Gewalt geprägte familiäre Situation wurde Leon in jungen Jahren versteckt wohnungslos. Das bedeutet, dass er temporär bei Bekannten eine Unterkunft gefunden, aber keine eigene Wohnung mehr hat. Und das trotz regulärer Vollzeitarbeit. Auf Dauer entstehen durch diese sehr belastende Situation immer mehr Probleme, bis er schlussendlich die Unterkunft bei seinen Bekannten verlassen muss. Er muss in einer kommunalen Notunterkunft Zuflucht suchen, um nicht auf der Straße zu leben, und wendet sich schließlich an das Jugendbüro. Auf Einladung der SPD-Fraktion im Gemeinderat Leinfelden-Echterdingen waren die Expertinnen und Experten des Stadtjugendrings mit Jugendbüro sowie des Hilfsvereins "eva - Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot" in Stetten zu Gast, um mit dem SPD-Landtagskandidaten Tim Reeth und der Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert in den Austausch zu kommen. "Wohnungslosigkeit trifft eben nicht nur Menschen ohne Arbeit, sondern hat viel tiefgreifendere Ursachen. Die große Knappheit an Wohnraum und die extrem hohen Mieten machen es teilweise unmöglich, eigene vier Wände zu finden und sich leisten zu können", betont Reeth nach dem Impulsvortrag des Stadtjugendrings. Jasmina Hostert, Sprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion, zeigt sich sehr beeindruckt von der täglichen Arbeit der Beratungsstellen und lobt ausdrücklich das große Engagement: "Ihre Arbeit verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig Kinder- und Jugendhilfe für echte Chancengleichheit ist. Vor allem junge Erwachsene im Alter von 18-25 Jahren fallen oft durch das Raster. Hier muss unser Sozialstaat besser und unbürokratischer werden, um wirksame Hilfe zu bieten". Im Gespräch wird auch deutlich, wie belastend die aktuell schwierige Finanzsituation der Kommunen für eine gute und verlässliche Jugendhilfe ist. Oftmals werde - so sind sich die Expertinnen und Experten einig - genau dort schlussendlich eingespart und das, obwohl die gesellschaftliche Bedeutung immens ist. "Das Land Baden-Württemberg muss endlich langfristige Entlastung bei den kommunalen Haushalten schaffen. Nur so können wichtige Projekte der Jugendhilfe finanziell abgesichert werden", unterstreicht Reeth.