SPD Leinfelden-Echterdingen

Füreinander. Miteinander. Für Leinfelden-Echterdingen.

Der neue Mietpreisspiegel liegt auf dem Tisch: Die Mieten sind innerhalb von 2 Jahren um mehr als 7 % gestiegen!

Veröffentlicht am 03.12.2025 in Presseecho

Einer der TOP-Links im Internetangebot der Stadt ist der Mietspiegelrechner. Hätten Sie das gewusst? Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen dieses wertvolle Angebot, wenn sie eine Wohnung suchen oder vermieten wollen. Durch den Mietspiegel wird ein Stück Transparenz hergestellt. Die SPD-Fraktion ist wirklich sehr froh, dass es seit dem Jahr 2022 endlich einen qualifizierten Mietspiegel gibt, der von einem renommierten Institut nach anerkannten wissenschaftlichen Kriterien gemeinsam für die Städte Filderstadt und Leinfelden Echterdingen erstellt wird. Lange Jahre hatten wir uns dafür eingesetzt.

Alle zwei Jahre muss der Mietspiegel aktualisiert werden, bei der vergangenen Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses (VKS) wurde der Mietspiegel für die Jahre 2026 und 2027 vorgestellt. Zunächst möchten wir uns bei den vielen Menschen bedanken, die an der differenzierten Erhebung der Mieten mitgewirkt haben. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass innerhalb von nur 2 Jahren, also im Vergleich zu den Werten von 2024, ein Anstieg der Mieten um beträchtliche 7,1 Prozent zu verzeichnen ist. Im Durchschnitt beträgt die Nettokaltmiete in Filderstadt jetzt 10,88 €/qm, in Leinfelden-Echterdingen liegt der Durchschnittswert sogar bei stolzen 11,69 €/qm. Wohlgemerkt, das sind Durchschnittswerte, hinter denen sich natürlich ganz beträchtliche Streuungen verbergen. Es gibt Wohnungen, die billiger sind, die allermeisten Wohnungen werden allerdings spürbar teurer sein. Und die Nebenkosten kommen noch oben drauf.

Ein Anstieg der Nettokaltmieten innerhalb von 2 Jahren um mehr als 7 % verdeutlicht überaus eindrucksvoll, wie die Situation auf dem Wohnungsmarkt bei uns tatsächlich ist. Wenn so beträchtliche Mieterhöhungen auf einem schon sehr hohen Niveau durchgesetzt werden können, dann ist der Wohnungsmarkt doch ohne Zweifel mehr als angespannt. Ein weiterer Beleg dafür, dass der neue Verordnungsentwurf der Landesbau-Ministerin Razavi (CDU) leider in unserem Fall nicht die Realität abbildet. Darauf hatte die SPD-Fraktion kürzlich hier im Amtsblatt hingewiesen und die Stadtverwaltung hat etliche dieser Argumente in einem Brief an die Landeregierung dankenswerterweise aufgegriffen. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

Auch in anderen Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt, die wie LE diesen Status verlieren sollen, regt sich massiver Widerstand. Wir hoffen sehr, dass LE wieder den angespannten Wohnungsmarkt bescheinigt bekommt, den es in der Realität hat, im Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger. Wir haben bei den Beratungen im VKS die Stadtverwaltung gebeten, im Nachgang des bereits erwähnten Schreibens auch die taufrischen Ergebnisse des neuen Mietspiegels dem Landes-Bauministerium nachzuliefern. Wir hoffen auf Einsicht bei den Entscheidungsträgern vor der Verabschiedung der entsprechenden Verordnung. Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion