SPD Leinfelden-Echterdingen

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Chancen eröffnen für die Ludwig-Uhland-Schule - Ja zur Gemeinschaftsschule

Veröffentlicht am 27.01.2015 in Presseecho

Amtsblattartikel vom 23.1.2015: In den letzten Wochen habe ich mich doch schon sehr über manche Aussagen gewundert, die in der örtlichen Presse zu lesen waren, war überrascht und bin in hohem Maße irritiert. Ich kann mich in meiner 25-jährigen Tätigkeit als Stadträtin nur an ganz wenige Fragen erinnern, die so lang anhaltend und umfassend diskutiert worden sind, wie die Errichtung einer Gemeinschaftsschule an der Ludwig-Uhland-Schule (LUS). Wer sich an Diskussionen beteiligen wollte, hatte dazu auch die Gelegenheit. Wieso ein weiteres Zuwarten einen Erkenntnisgewinn bringt, erschließt sich mir nicht.

Ein Blick auf die Fakten und auf die sachlichen Argumente hilft dagegen weiter. Die LUS hat eine hochmotivierte Schulleitung, ein engagiertes Kollegium sowie kompetente und tatkräftige Eltern. Die Schule möchte sich auf den Weg machen und sich zu einer Gemeinschaftsschule entwickeln und das aus guten Gründen: Es liegen langjährige Erfahrungen mit dem Ganztagsbetrieb vor, es gibt eine Mensa und vielfältige gut ausgestattete Fachräume. Und es gibt bereits viele Ideen und eine Rahmenkonzeption, wie eine Gemeinschaftsschule an der LUS aussehen kann. Diese muss natürlich noch detaillierter ausgearbeitet werden. Wir können allerdings nicht erwarten, dass diese Aufgabe seitens der Schule bewältigt wird, solange es noch keinen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats für die Gemeinschaftsschule gibt. Aus den bisherigen langen Diskussionen sind für mich bei dem Weg, den die Schule beschreiten will, keine zusätzlichen Kosten für die Stadt erkennbar. Die Einführung einer Oberstufe ist in den Überlegungen der LUS nicht vorgesehen.

Der Gemeinderat muss jetzt entscheiden, welchen Weg er gehen will. Sollen immer neue Hürden aufgebaut und eine Entscheidung immer weiter verzögert werden oder wird der Schule der Rücken gestärkt und sie ermutigt, einen neuen Weg zu gehen? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Für mich ist die Entscheidung klar. Ich möchte, dass es an der LUS auch künftig noch ein Angebot für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 gibt und will nicht weiter mitansehen, dass Chancen für Innovationen nicht genutzt werden. Wer sich für gezielte individuelle Förderung, für ein Ganztagesangebot und für die Möglichkeit einsetzen möchte, einzelne Fächer auf unterschiedlichem Niveau zu lernen, der kann nur Ja sagen zur Gemeinschaftsschule an der LUS. Die Alternative wäre, dass bei rückläufigen Schülerzahlen im Sekundarbereich künftig in der großen Kreisstadt LE keine Eingangsklasse mehr gebildet werden könnte. Die Schule würde ausgedünnt, vorhandene Fachräume und die Mensa nicht mehr ausreichend genutzt werden. Das können wir doch nicht ernsthaft wollen. Barbara Sinner-Bartels, SPD-Fraktion