Betriebsnahe Kinderbetreuung kommt
Betriebsnahe Kinderbetreuung kommt
Betriebsnahe Kinderbetreuung kommt
Bei der letzten Sitzung des Verwaltungs-, Kul-tur- und Sozialausschusses (VKS) wurde der Einrichtung einer Kleinkindgruppe für Kinder von T-Systems Mitarbeitern, die nicht in LE wohnen, in einem städtischen Kindergarten zugestimmt. T-Systems zahlt dafür einmalig 300.000 € und erhält dafür ein Belegungsrecht für 10 Betreuungsplätze für 6,5 Jahre. Dies ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass sich Stadt und Arbeitgeber gemeinsam dafür ein-setzen, dass Mütter und Väter Beruf und Familie vereinbaren können. Zugleich zeigt sich, dass eine gute Kinderbetreuung im Werben um die knapp gewordenen qualifizierten Fachkräfte längst mehr ist als ein „weicher“ Standortfaktor. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Bürgerstiftung LE für ihr konsequentes und erfolgreiches ehrenamtliches Engagement in dieser Frage.
Kinder- und Familienzentren: der dritte Schritt kommt nicht vor dem Zweiten!
Im September stand im VKS der Aufbau von Kinder- und Familienzentren auf der Tagesordnung. Eine inhaltliche Diskussion gab es nicht, weil die umfangreiche Unterlage als Tischvorlage vorgelegt wurde. Handelt es sich dabei um einen neuen Titel für das, was wir ohnehin bereits machen, ist es eine sinnvolle inhaltliche Weiterentwicklung oder doch etwas ganz anderes? Mit welchen Auswirkungen auf das Miteinander von städtischen, kirchlichen und privaten Trägern von Kindergärten ist zu rechnen? Wie wirkt sich das auf die Trägerpluralität aus, auf die wir zu Recht stolz sind und ohne die unser hochwertiges Angebot bei der Kinderbetreuung nicht vorstellbar ist? Ist es unter Einbeziehung der pädagogischen, finanziellen und anderer Aspekte sinnvoll, sich künftig nur auf 3 oder 4 gruppige Kindergärten zu konzentrieren? Wir meinen nein! Viele Fragen, deren Antworten wir nicht kennen! Angesichts der künftig zurückgehenden Kinderzahlen müssen wir sehr sorgfältig nachdenken. In der letzten VKS-Sitzung hat die SPD-Fraktion jedenfalls massiv kritisiert, dass die Konzeption bereits in konkrete Projekte, nämlich das Raumpro-gramm des neu zu bauenden Schönbuchkindergartens, umgesetzt werden sollte, bevor sich der Gemeinderat darauf verständigt hat, diesen Weg überhaupt zu ge-hen. So geht es nicht! Erst kommt die Diskussion über das Konzept, dann der Beschluß und erst dann, als dritter Schritt, die Umsetzung. Nachdem dies fraktionsübergrei-fend so gesehen wurde, findet jetzt erst mal die Grundsatzdiskussion statt.
Barbara Sinner-Bartels, Frank Grafe (SPD-Fraktion)