Politischer Martini mit Ernst-Ulrich von Weizsäcker und MdB Nils Schmid

Veröffentlicht am 10.11.2019 in Presseecho

Am 10. November – und damit einen Tag vor dem Martinstag – lud MdB Nils Schmid (li.) zum 2. Politischen Martini. Unter den zahlreichen Gästen waren auch einige Mitglieder der SPD L.-E. Gastredner war Ernst-Ulrich von Weizsäcker (re.), neben den verstorbenen Erhard Eppler und Hermann Scheer der große ökologische Vordenker der SPD. Von 2012 bis 2018 war von Weizsäcker Co-Präsident des renommierten Club of Rome.

 

Nils Schmid betonte in seiner Begrüßung, dass die SPD sich, sobald die Führungsfrage geklärt ist, wieder pointierter mit den politischen Mehrheits- und Zukunftsthemen beschäftigen muss. Ernst-Ulrich von Weizsäcker zeigte auf, was die großen Zukunftsthemen sind: Zum einen natürlich die Umwelt- und Klimapolitik. Von Weizsäcker lobte ausdrücklich das Klimapaket der GroKo als Schritt in die richtige Richtung. Die Bepreisung von CO2 sowie die festgeschriebenen Verbindlichkeiten seien wichtige Maßnahmen. Als zweites wichtige Feld nannte von Weizsäcker die Technologiepolitik mit dem Stichwort Künstliche Intelligenz. Zum dritten die Friedenspolitik, die in Zeiten eines neuen globalen Wettrüstens immer wichtiger werde. Schließlich eine international koordinierte Finanzpolitik wie sie Olaf Scholz vertrete, die z.B. helfen solle, Steueroasen trockenzulegen. Und zuletzt eine umfassende Bildungspolitik, die lebenslanges Lernen im Beruf und Erwachsenenalter einschließe. Ernst-Ulrich von Weizsäcker zeigte sich in seiner inspirierenden, nach vorne gerichteten Rede davon überzeugt, dass die SPD wieder an Zuspruch gewinnen kann, wenn sie sich neben sozialen Fragen und Verteilungsfragen verstärkt diesen Zukunftsfragen widmet. Text und Foto: Hans-Ulrich Kramer, Vorstandsmitglied SPD L.-E.