Niedrige Kriminalität in Leinfelden-Echterdingen – aber: weiterhin Vorsicht bei Trickbetrügern!

Veröffentlicht am 16.10.2020 in Presseecho

In der Gemeinderatssitzung Ende September konnte man es aus erster Hand erfahren: Polizeidirektor Pitzinger trug die Kriminalitätsstatistik 2019 für Leinfelden-Echterdingen vor. Sein Fazit: Unsere Gemeinde gilt als eine recht sichere Stadt – trotz Nähe zur Großstadt Stuttgart und zur Autobahn! Im Vergleich mit Filderstadt, Nürtingen und Kirchheim unter Teck hat Leinfelden-Echterdingen mit Abstand die niedrigsten Kriminalitätszahlen zu verzeichnen.

Am häufigsten wurden Vermögens- und Fälschungsdelikte gemeldet. Polizeidirektor Pitzinger nannte für 2019 in diesem Bereich insgesamt 285 Fälle mit einer Schadenssumme von 923.000 €. Immerhin blieben 105 Fälle nur im Versuchsstadium. Nach wie vor aber treiben Trickbetrüger ihr Unwesen, vor allem mit Telefonbetrug, sei es als falscher Enkel, Neffe oder falscher Polizist. SPD-Fraktionschef Erich Klauser fragte nach, warum denn die Banken nicht eingreifen, wenn jemand plötzlich eine hohe Summe Geld abheben will. Laut Herrn Pitzinger seien die Banken zwar durchaus gut informiert, die Opfer seien aber von den Trickbetrügern so unter psychischen Druck gesetzt, dass sie sich oft nicht trauten, den Hergang zu erzählen. Hier ist weitere Aufklärung notwendig, denn die Täter lassen sich immer neuere, raffiniertere Geschichten einfallen. Jetzt wird anscheinend auch Corona angeführt, um die Hilfsbereitschaft von Seniorinnen und Senioren auszunutzen. Daher die große Bitte: Seien Sie skeptisch, wenn jemand am Telefon um größere Geldsummen bittet – aus welchem Grund auch immer - und diese an einen Mittelsmann übergeben werden sollen. Es darf nicht sein, dass hilfsbereite Mitmenschen ihre Ersparnisse an raffinierte Betrüger verlieren!

Regina Gabriel, Mitglied im Vorstand der SPD LE