Mehr tun fürs Wohnen im Alter: Wir begrüßen die Planungen zum betreuten Wohnen in der Echterdinger Ortsmitte

Veröffentlicht am 12.11.2020 in Presseecho

Mehr als 8.100 Menschen in unserer Stadt sind 65 Jahre alt oder älter. Damit ist jeder/jede Fünfte in LE in dieser Altersgruppe. Wir alle wissen, dass in der Stadt Plätze in Pflegeheimen und vor allem im betreuten Wohnen fehlen. Erst kürzlich befasste sich eine Gesprächsrunde von Verwaltung, Fraktionen und dem StadtSeniorenRat mit diesem Thema und betonte wie wichtig es sei, dass sich hier was tut. Den schönen Worten müssen auch Taten folgen.

 

Die Bilanz der letzten Jahre der Stadtverwaltung in diesem Bereich ist ernüchternd. Erst musste das Projekt in Stetten am Ungerhaldenweg nach langer Planungszeit begraben werden und viel zu langsam geht es voran mit dem Projekt in der Ortsmitte von Leinfelden, trotz vielfachen Nachfassens von unserer Seite. Jetzt bietet sich eine große Chance, dieses Mal in Echterdingen. Ein privater Investor hat von privat ein großes, bisher weitgehend nicht bebautes Grundstück an der Ecke Christophstraße/Gartenstraße gekauft. Der Investor plant dort ein dreigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss für betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren zu errichten. Mitten in der Ortsmitte, in unmittelbarer Nähe von Einkaufsmöglichkeiten und mit Zugang zum ÖPNV ist dieser Standort nun wahrlich überaus geeignet für ein solches Vorhaben. Diese Gelegenheit, zügig etwas für die älteren Menschen zu tun, dürfen wir deshalb nicht verstreichen lassen. Wichtig für uns war in diesem Zusammenhang auch, im Innenbereich nachzuverdichten, bevor weiter in die wenigen noch verbleibenden Freiflächen eingegriffen wird.

 

Das Grundstück liegt in dem Sanierungsgebiet „Historische Mitte Echterdingen“. Die Stadt hätte dort ein Vorkaufrecht ausüben können, allerdings nur in dem Fall, wenn das Vorhaben nicht den vorgesehenen Planungen der Stadt entspricht. Ein Widerspruch zu diesem kürzlich vom Gemeinderat verabschiedeten Rahmenplan war für uns nicht zu erkennen. Insofern hätte die Stadt gar kein Vorkaufsrecht ausüben können, wie es manche meinen. Angesichts der Vielzahl anstehender Projekte der Bauverwaltung wäre eine Realisierung dieses Vorhabens ohnehin nicht möglich. gewesen. Deshalb war für uns klar, diesem privaten Vorhaben grünes Licht zu geben, damit dort bald gebaut werden kann. Die Einflussmöglichkeiten der Stadt auf das Vorhaben sind im Übrigen im Rahmen der sanierungsrechtlichen Rahmenbedingungen in jedem Fall gegeben.

 

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion