Mehr tun für eine lebenswerte Stadt für Menschen mit Behinderungen, für Ältere und für Eltern mit Kinderwagen

Veröffentlicht am 17.11.2019 in Presseecho

Wussten Sie, dass knapp acht Mio. schwerbehinderte Menschen 2017 in Deutschland lebten, das sind knapp 10 % der Bevölkerung. Unsere Gesellschaft wird immer älter, in LE leben mehr als 1.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Wir müssen uns schon fragen, ob die Belange von Menschen mit Behinderungen oder älterer Menschen und die Interessen von Eltern mit Kinderwagen in ausreichender Art und Weise bei der Stadtplanung und bei der Gestaltung des Wohnumfelds berücksichtigt werden?

Die SPD-Fraktion stellt fest, dass es hier noch einiges zu verbessern gibt. Kürzlich hatte die Verwaltung die Fraktionen zu einer Sitzung der Arbeitsgruppe barrierefreies LE eingeladen. Es war sehr bedauerlich, enttäuschend und wirklich schade, dass nur zwei Fraktionen an dieser Veranstaltung teilgenommen haben, nämlich die Liste Engagierte Bürger/Demokratie in Bewegung und die SPD. Wir jedenfalls haben an diesen Abend viel Neues erfahren und einiges dazu gelernt.

Aus den anschaulichen Schilderungen von Menschen mit Behinderungen haben wir zahlreiche Anregungen gewonnen, was in der Stadt zu verbessern ist. Der Bogen ist weitgespannt. Es geht bspw. um den dringend erforderlichen barrierefreien Zugang zum Rathaus in Echterdingen, der wohl in Kürze im Technischen Ausschuss vorgestellt wird, die Absenkung von Bordsteinen, um eine Straße überqueren zu können oder einen auch für Rollstuhlfahrer geeigneten Weg über den Kirchplatz in Echterdingen, um gefahrlos queren zu können, ohne mit den Rädern des Rollstuhls zwischen den Pflastern hängen zu bleiben. Für Sehbehinderte ist es wichtig, dass sie Begrenzungen von Beeten zum Beispiel am S-Bahnhof Leinfelden erkennen können. Stufen und Treppen sollten kontrastreich und damit erkennbar gestaltet sein. Eine farbliche Markierung reicht aus. Kleine Maßnahme mit großer Wirkung!

Auch das Amtsblatt wäre für viele wieder lesbar, wenn der Druck kontrastreicher wäre. Wir müssen Barrierefreiheit als gesellschaftliche Aufgabe begreifen und immer mitdenken. Wir werden uns der Sache annehmen und möchten uns bei all denen ganz herzlich bedanken, die sich in diesem Arbeitskreis so tatkräftig engagieren. Sofern auch Sie noch eine Anregung haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Wir freuen uns über Ihre Vorschläge.

Für die SPD-Fraktion Barbara Sinner-Bartels