Hallenbad Leinfelden: ein langer Entscheidungsprozess kommt hoffentlich zu einem guten Ende

Veröffentlicht am 22.07.2020 in Presseecho

Um in der Kommunalpolitik einen Erfolg zu erreichen, braucht es manchmal viel Geduld, manche Nachfragen und Anträge im Gemeinderat und einen ganz langen Atem. Mann oder Frau darf nicht nachlassen und muss ein Thema immer wieder ansprechen und in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Eines dieser Themen ist das Hallenbad in Leinfelden. Es ist nach mehr als 50 Jahren mit einem beträchtlichen Sanierungsbedarf „in die Jahre gekommen“. Insbesondere bei der Badetechnik kommt es immer wieder zu Problemen. Darauf hatte die SPD-Fraktion bereits im Februar 2017 eindringlich hingewiesen. Die Verwaltung hat dann im Technischen Ausschuss am 14.2.2017 berichtet. Herr OB Klenk wird im Amtsblatt vom 17.2.2017 mit den Worten zitiert „von einem mindestens 1,5-jährigen Planungszeitraum gehe er aus“. Wenig ist passiert in den vergangenen 3 Jahren!

Gott sei Dank kommt jetzt Dynamik in die Sache. Ein Raumprogramm für den Neubau wurde in den Gremien diskutiert. Wir haben uns für ein Hallenbad für Schulen und Vereine stark gemacht und zusätzlich ein Kinderplanschbecken und einen Wasserspielbereich gefordert. Sehr froh waren wir über die diversen Anregungen aus der Bürgerschaft, von Schulen und Vereinen, die sicherstellen, dass das neue Hallenbad auch den Bedürfnissen seiner künftigen Nutzerinnen und Nutzer entspricht, einschließlich einem Lehrschwimmbecken und mit einer bestimmten Wassertiefe und bestimmten Abmessungen für das Schwimmbecken, auch Lagerräume werden gebraucht. Bei der Diskussion im Technischen Ausschuss hat die SPD-Fraktion zudem darum gebeten, im weiteren Verfahren zu berücksichtigen, inwieweit bauliche Anforderungen bzw. die Hygieneanforderungen in Pandemie-Zeiten berücksichtigt werden können.

Eine Sauna wird es leider künftig nicht mehr geben. Neben den Investitionskosten von 3,5 Mio. € hätten auch noch laufende Betriebskosten von jährlich rund knapp 0,5 Mio. € zu Buche geschlagen. Das ist leider wirtschaftlich nicht zu vertreten. Wenn der Gemeinderat am 28.7.2020 grünes Licht für den Neubau gibt, steht als nächster Schritt ein Architektenwettbewerb an (Dauer nach Aussage der Verwaltung: 1,5 Jahre). Der Bau des neuen Hallenbads wird weitere 1,5 Jahre dauern. Wir hoffen sehr, dass jetzt die vorgesehenen Zeitfenster einmal eingehalten werden und das neue Bad spätestens 2023 eingeweiht wird. Für den Ersatz der Kinoturnhalle wird ein Standort an der Ludwig-Uhland-Schule vorgesehen.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion