Corona – Hilfspakete, Lockerungen und Vorsicht

Veröffentlicht am 30.05.2020 in Presseecho

Wir leben nun schon ca. 3 Monate mit dem neuen bedrohlichen Coronavirus. Bei uns in Leinfelden-Echterdingen waren zum 20.5.20 offiziell 141 Menschen gemeldet, die sich angesteckt haben. Bei allen Schwierigkeiten und Einschränkungen, die wir hinnehmen mussten und noch müssen, sollte folgendes festgehalten werden:

Insgesamt ist Deutschland bisher deutlich besser durch die Corona-Krise gekommen als viele andere Länder. Unsere Politiker haben schon zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie reagiert und Maßnahmen ergriffen, damit sich das Virus bei uns nicht stärker ausbreitet. So konnten rechtzeitig in Deutschland die Krankenhauskapazität ausgebaut und die Zahl der Toten im internationalen Vergleich niedrig gehalten werden. Wir Bürgerinnen und Bürger haben durch unseren Verzicht auf soziale Kontakte und Mobilität unzählige Menschenleben gerettet.

Die Politik hat rasch zahlreiche Hilfspakete geschnürt, um persönliche und wirtschaftliche Probleme zu mildern. So hat z.B. Bundesfinanzminister Olaf Scholz kurzfristig ein umfassendes Programm für die Absicherung der Wirtschaft nach vorne gebracht, weitere Förderungen sind geplant, die auch unserer Stadt zu Gute kommen sollen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Regelung zu Kurzarbeitergeld reaktiviert, die Zahlungszeiträume verlängert und die Beträge bis auf 87 % erhöht; dadurch können viele Entlassungen vermieden werden, auch in der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, wo viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger arbeiten. Und nicht zuletzt hat Bundesfamilienministerin Giffey kürzlich die Lohnfortzahlung für Eltern verlängert, die wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können.

Es ist schade, dass unser Filderkrautfest im Herbst und auch weitere größere Veranstaltungen ausfallen werden. Auch der Treff Impuls fehlt uns sehr.  Aber inzwischen können wir trotz Corona einige Lockerungen wieder genießen: Z.B. unter Beachtung von Abstandsregeln im Freien beim Sport und in Gastronomiebetrieben außen und innen. Gottesdienste finden wieder statt, Geschäfte haben offen ebenso wie Frisöre und Fußpflegestudios. Die Kitas und Schulen, inkl. der Musikschule, öffnen wieder schrittweise.

Wie geht es weiter? Schimpfen und verleugnen der Krise bringt uns nicht weiter. Bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir mit Corona leben – und zwar möglichst so, dass es zu keinen neuen Ausbrüchen kommt. Daher unsere Bitte: Halten Sie sich bitte weiter an die Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen von Masken! So können wir die wieder gewonnenen Freiheiten weiterhin genießen.

Regina Gabriel, SPD-Vorstandsmitglied