Breite Unterstützung für die Überlegungen zum Gäubahntunnel…

Veröffentlicht am 17.07.2020 in Presseecho

Noch fehlen uns die Details der Planung und zahlreiche Fragen sind noch nicht geklärt, aber der aus dem Bundesverkehrsministerium vorgelegte Vorschlag eines vermutlich vom Bund finanzierten Tunnels zwischen Rohr und dem Flughafen für die Gäubahn macht Sinn. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Überlegungen. Dadurch ließe sich der Mischverkehr auf einer Trasse vermeiden. Einschränkungen des S-Bahnbetriebs, weil dies S-Bahnen den Fernzügen immer Vorfahrt lassen müssen, wären vom Tisch. Die damit verbundenen Verspätungen, die sich auf das ganze Netz der S-Bahn übertragen, würde es nicht mehr geben. Profitieren würden also viele Fahrgäste aus nah und fern. In LE könnte auf den Bau zahlreicher Lärm- und Erschütterungsmaßnahmen verzichtet werden und auch die 14-monatige Sperrung der S-Bahnlinien ab Echterdingen mit ihren schlimmen Folgen, weil der S-Bahnverkehr kaum durch Omnibusse aufgefangen werden kann, würde entfallen.

... schnelle Klärung der offenen Fragen durch Dr. Nils Schmid (MdB) angemahnt

Die SPD-Landtagsfraktion hatte schon Anfang 2012 eine separate Trasse für den Fernverkehr gefordert, um den Mischverkehr von Regional-, Fernzügen und S-Bahnen auf einer Bahnstrecke zu vermeiden. Leider wurde der Vorschlag damals abgelehnt. Aber es ist noch nicht zu spät. Unser Bundestagsabgeordneter Dr. Nils Schmid ist unmittelbar aktiv geworden und hat das Bundesverkehrsministerium um Auskunft darüber gebeten, wie die nächsten Schritte aussehen, wie mit dem noch laufenden Planfeststellungsverfahren für diesen Planungsabschnitt umzugehen sei und ob der Planfeststellungsabschnitt für den Flughafenbahnhof nun erneut zur Disposition stehe. Wichtig wäre auch, so betonte Dr. Nils Schmid in seiner Pressemitteilung weiter, ob Alternativen zur Tunnellösung wie eine autobahnnahe Trasse geprüft würden. Wir möchten uns für diese rasche und tatkräftige Unterstützung ganz herzlich bedanken. Unser Dank geht auch an die SPD-Kreistagsfraktion, die sich dafür stark gemacht hat, dass der Gutachter der Stadt, Prof. Dr. Hohnecker, in den Verwaltungsausschuss des Kreistags eingeladen wurde. Dort wird er in Kürze seine schweren Bedenken bezüglich des Mischverkehrs und seine Befürchtungen, dass es dadurch zu Gefährdungen des S-Bahnbetriebs und massiven Verspätungen im ganzen S-Bahn-System kommen wird, vortragen. Und nicht zuletzt hat auch die SPD-Regionalfraktion das Thema aufgegriffen. Wir informieren Sie gerne an dieser Stelle über die weiteren Entwicklungen.

Barbara Sinner-Bartels für die SPD-Fraktion